Mit schon fast traditionell vielen neuen Gesichtern fand am Dienstagmorgen der Trainingsauftakt beim FC Viktoria Köln statt.

Viktoria Köln

Kreyer hat mit schwarzem Jahr abgeschlossen

Daniel Sobolewski
23. Juni 2015, 16:42 Uhr
Foto: Tillmann

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Mit schon fast traditionell vielen neuen Gesichtern fand am Dienstagmorgen der Trainingsauftakt beim FC Viktoria Köln statt.

Zu einem Laktattest, dem üblich Fitness-Test zur Trainingssteuerung, fanden sich nach dem Urlaub die Übriggebliebenen vom großen Aussortieren genauso an der Merheimer Heide ein wie die Neuzugänge. Acht Fußballer, die beim Saisonabschluss gegen den FC Kray (5:4) noch nicht dabei waren, zeigten sich und schwitzen mit.

In Abwesenheit von Neuzugang Michael Lejan (noch im Urlaub) wurde die Fitness der Regionalliga-Kicker auf die Probe gestellt. 400 Meter-Läufe mit steigender Intensität absolvierte auch Roberto Guirino. Der 23-jährige Defensivmann erteilte Alemannia Aachens Angebot, sich in der Vorbereitung für einen neuen Vertrag zu empfehlen, eine Absage und rackert nun als Trainingsgast bei der Viktoria für ein Engagement. „Die Spitzenklubs der Regionalliga sind in jedem Fall mein Anspruch“, so der in Leverkusen wohnhafte Außenverteidiger. „In der vergangenen Saison war ich fast durchweg verletzt, fühle mich nun aber fit und will bei Viktoria sportlich den nächsten Schritt machen.“

Neuzugang Kreyer hat mit schwarzem Jahr in Essen abgeschlossen

Ebenfalls seine erste Einheit in Rot-Schwarz absolvierte Sven Kreyer, der erst gestern Rot-Weiss Essen verließ und seinen Vertrag in Köln-Höhenberg unterzeichnete. Neu ist für den Stürmer deshalb aber nicht gleich alles. „Ich habe mit Jules Schwadorf, Patrick Koronkiewicz und Tobias Haitz bereits in der Leverkusener Jugend zusammen gespielt“, so Kreyer. „Bei Viktoria hat sich in den letzten Jahren einiges sehr positiv entwickelt. Es ist ein ambitionierter Klub und man spürt, dass meine neuen Kollegen sehr ehrgeizig sind. Mein schweres Jahr in Essen ist nun Vergangenheit“, sagt der 24-Jährige.

Noch ist die Kaderplanung bei den Rechtsrheinischen nicht abgeschlossen. „Viele Spieler haben noch Ambitionen, in die 3. Liga zu wechseln. Als Regionalligist muss man deshalb Geduld beweisen“, erklärt Trainer Tomasz Kaczmarek. „Wir haben uns ein sehr gutes Grundgerüst aufgebaut, unser Ziel ist ein 24-Mann-Kader. Zwei Offensive, ein Außenverteidiger und ein bis zwei Akteure für das Zentrum werden noch gesucht.“ Dabei schwört man nicht (mehr) auf große Namen oder Bundesliga-Erfahrung. „Es gilt Spieler zu finden, die zum Verein und in die Mannschaft passen. Ob die nun Meier, Müller oder Schulze heißen oder bereits in der 2. oder 3. Liga gespielt haben, ist nebensächlich“, erklärt Stephan Küsters, sportlicher Leiter der Höhenberger.
„Oben festbeißen, Gegner respektieren“

Mit dem runderneuerten Kader ruft die mit neuer Besonnenheit ausgestattete Viktoria aber nicht gleich die Meisterschaft als Saisonziel aus. „Die Ambitionen des Vereins müssen berücksichtigt werden. Genauso gilt es aber, die Liga und die Gegner zu respektieren. Wir wollen uns oben festbeißen“, fordert Kaczmarek. Dafür wird von nun an geklotzt. Ab Donnerstag startet die frühen Vögel bereits um 8 Uhr morgens mit einer Krafteinheit in den Tag, nach gemeinsamem Frühstück folgen zwei weitere Einheiten auf dem Gelände des TuS rrh.. Nach dem Trainingslager in Aschersleben zieht man dann auf das bis dahin fertiggestellte Trainingsgelände in Neubrück um.

Autor: Daniel Sobolewski

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