In zehn Tagen startet der SC Preußen Münster in die Saisonvorbereitung. Fünf Neuzugänge hat der SCP mittlerweile präsentiert. Auffällig: Es sind überwiegend No-Names.

Preußen Münster

No-Names sollen es richten

11. Juni 2015, 09:16 Uhr
Foto: SC Preußen Münster

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In zehn Tagen startet der SC Preußen Münster in die Saisonvorbereitung. Fünf Neuzugänge hat der SCP mittlerweile präsentiert. Auffällig: Es sind überwiegend No-Names.

Er war der vierte Neuzugang, den die Preußen für die kommende Serie 2015/16 in der 3. Liga verpflichtet haben. [person=2629]Benjamin Schwarz[/person], der vom Absteiger aus Unterhaching zu den Adlerträgern stößt, unterschrieb am vergangenen Freitag einen Zweijahresvertrag beim SC Preußen. Mit seinen 28 Jahren und seiner Erfahrung von 29 Zweitligaspielen sowie 69 Auftritten in der 3. Liga soll der gebürtige Münchner zum Führungsspieler in Münster aufsteigen.

Schwarz war schon vereinslos

Pikant an dieser Personalie: Schwarz, der als bislang zumindest auf dem Papier etabliertester neuer Spieler bei den Preußen gelten darf, hat auch schon die Schattenseiten des Lebens als Profifußballer durchschritten: Zwischen Juli 2012 und Januar 2013 stand der Defensivspezialist nämlich gänzlich ohne Verein da. Erst die Weiterbeschäftigung bei der zweiten und später bei der ersten Mannschaft der SpVgg Unterhaching brachte die positive Wende für den 28-Jährigen. Schwarz stieg zwar zuletzt mit den Hachingern in die Regionalliga ab, hat sich aber in der 3. Liga etabliert und ist variabel hinten links und im defensiven Mittelfeld einsetzbar. "Benjamin soll einer derjenigen Spieler sein, die das Gerüst unserer neuen Mannschaft bilden. In einer sehr jungen Unterhachinger Mannschaft hat er gezeigt, dass er Verantwortung übernehmen kann", sparte Sportvorstand Carsten Gockel daher auch nicht mit Vorschusslorbeeren.

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Gleichwohl müssen die Preußen in diesem Sommer einen anderen Weg gehen als im letzten Jahr - und das nicht nur aufgrund der ausgerufenen aktiven Verjüngung des Kaders. Der wohl um rund eine Million Euro zurückgefahrene Etat wirkt sich auch auf die Auswahl der Neuzugänge aus. Mit Torhüter [person=6053]Niklas Lomb[/person] (21 Jahre, ausgeliehen von Bayer Leverkusen), Linksverteidiger [person=25709]Felix Müller[/person] (22, FSV Mainz 05 II) sowie den beiden Stürmern [person=25001]Lennart Stoll[/person] (19, eigene Jugend) und [person=4964]Jesse Weißenfels[/person] (23, Sportfreunde Lotte) verstärken vor allem junge, hungrige Talente den runderneuerten Münsteraner Kader.

Das höhere Niveau

Zwar haben Müller und Lomb auch in der 3. Liga schon ihre Qualitäten gezeigt und auch Weißenfels hat sich als Torschützenkönig der Regionalliga West in den Vordergrund gespielt, doch Konstanz auf gehobenem Drittliganiveau müssen die Youngster noch unter Beweis stellen. Für das Gros der Neuen soll in Münster "der nächste Karriereschritt" erfolgen, wie dieser Tage oft zu hören war. "Leicht wird es auf gar keinen Fall, dafür ist es einfach ein Riesensprung, allein schon spielerisch und körperlich. Es wird nicht nur in den Spielen, sondern auch in jedem Training härter zur Sache gehen. Da muss man immer Gas geben", berichtet exemplarisch Lennart Stoll gegenüber RevierSport.

Ob die No-Names dafür sorgen können, dass der SCP nach dem enttäuschenden Rang acht der Vorsaison rasch echte Umbruchstimmung im Preußenstadion entfacht, darf zumindest bezweifelt werden. Der Verein hat schon angekündigt, in den kommenden Wochen weitere Transfers unter Dach und Fach zu bringen.

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