Der Streit zwischen dem Landeseissport-Verband Niederrhein und dem Deutschen Eishockey-Bund um die Zusammensetzung der Oberliga geht weiter.

Eishockey-Oberliga

LEV droht Klubs mit Sperre

01. Juni 2015, 12:51 Uhr
Foto: Tillmann

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Der Streit zwischen dem Landeseissport-Verband Niederrhein und dem Deutschen Eishockey-Bund um die Zusammensetzung der Oberliga geht weiter.

In einem Schreiben vom Montagmorgen droht der LEV seinen Klubs, im Falle einer Teilnahme an der DEB-geführten Oberliga Nord mit einer Sperre für den Spielbetrieb der kommenden Saison 2015/2016.

„Alle West-Vereine haben fristgerecht und verbindlich entsprechend der Durchführungsbestimmungen zum 2. Mai für den Meisterschaftsspielbetrieb des LEV NRW gemeldet. Wenn einige Vereine nun dennoch stattdessen im DEB spielen wollen, so ist dies ein klarer Verstoss gegen die DEB-Spielordnung.
Hinzu kommt, dass ein solches nicht satzungskonformes Verhalten auch zu Lasten der anderen NRW-Vereine gehen würde. Auch dieses unsolidarische Verhalten kann der LEV NRW im Sinne der Vereine, die sich an die Regularien halten und auf die entsprechende Einhaltung vertrauen, nicht dulden“, erläutert Klaus Picker, Pressesprecher des Landesverbands.

Präsident Wolfgang Sorge stellt zusätzlich unmissverständlich klar: "Wenn eine Mannschaft trotz seiner Meldung im Meisterschaftsspielbetrieb des LEV nicht antritt oder spielen will, so ist diese Mannschaft für jeglichen Spielverkehr gesperrt. So besagt es die Spielordnung des DEB und die ist für das gesamte Eishockey in Deutschland rechtsverbindlich. Von dieser klaren Rechtsgrundlage werden wir nicht abrücken, dazu sind wir auch zum Schutze der Interessen aller NRW-Vereine verpflichtet. Dazu gehören eben auch die sogenannten ‚kleineren‘ Vereine. Anfeindungen von Personen oder Vereinen, die sich über das Gesamtwesen stellen wollen, werden uns davon nicht abbringen. Über diese Konsequenzen sollten sich die Vereine im Klaren sein, die meinen, sie müssten andere Wege gehen bzw. sich vom DEB dazu verleiten lassen.“

Dass sich Sorge mit den letzten Sätzen der Pressemitteilung wohl in erster Linie auf die Füchse Duisburg bezieht, ist ein offenes Geheimnis. EVD-Geschäftsführer Sebastian Uckermann bekräftigte in den vergangenen Wochen mehrfach, ausschließlich in einer Oberliga unter dem Dach DEB spielen zu wollen. Auch die kürzlich vorgeschlagene Kompromisslösung, bis zum Ende des Kalenderjahres 2015 eine West-interne Einfachrunde unter LEV-Dach zu spielen und dann mit den Nord- und Ostklubs zu verzahnen, wurde seitens der Füchse ausgeschlagen.
Von einer Einigung scheinen beide Parteien immer noch weit entfernt zu sein. Der EHC Neuwied wollte sich Stand Mitte Mai noch nicht eindeutig positionieren, die restlichen sportlich qualifzierten Klubs aus Essen, Herne, Hamm, Ratingen, Neuss, Dortmund, Köln und Dinslaken stimmten dem Vorschlag zu.

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