Eine der großen Fragen vor dem DFB-Pokalfinale beim BVB ist: Wer steht im Tor?

Borussia Dortmund

Gesetzesänderung beim BVB

29. Mai 2015, 12:07 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Eine der großen Fragen vor dem DFB-Pokalfinale beim BVB ist: Wer steht im Tor?

Lange Zeit war eines Gesetz beim BVB: Roman Weidenfeller, seit 13 Jahren in Dortmund, steht im Tor der Schwarzgelben. Bis auf wenige Ausnahmen, in denen er verletzt oder gesperrt war, hatte Weidenfeller den Platz zwischen den Pfosten sicher.

Das hat sich in dieser Saison geändert. Plötzlich musste der Unantastbare zurückstecken, dem jüngeren Nachwuchsmann den Vortritt lassen. Als es nicht so richtig lief beim BVB, gab Trainer Jürgen Klopp Mitch Langerak eine Chance. „Ich möchte die Frische und das Lächeln von Mitch in der Mannschaft haben“, hatte der Coach im Herbst 2014 über den Wechsel im Tor gesagt.

Seitdem ist viel passiert. Weidenfeller hat sich – wenn vielleicht auch eher durch einen glücklichen Zufall – seinen Platz wieder zurückerobert. Aber auch nur bedingt. Nach überstandener kurzer Verletzungspause rückte der 34-Jährige nicht wieder zurück in die Startelf. Vielmehr ließ ihn der Trainer erneut schmoren und für zwei Spiele auf der Bank Platz nehmen. Angeblich habe es Unstimmigkeiten zwischen dem erfahrenen Keeper und Klopp gegeben, die der Verein so aber nicht bestätigen wollte.

Und dann erneut der Umschwung. Im letzten Saisonspiel gegen Werder Bremen war Weidenfeller wieder erste Wahl. Anscheinend verfährt Klopp tatsächlich so, wie Langerak es vor wenigen Wochen erklärt hat. Angesprochen darauf, ob er auch in den verbleibenden Spielen im Tor stehen würde, antwortete er: „Ich warte jeden Freitag, und wenn der Trainer sagt, dass ich spiele, dann spiele ich.“ Und so ist auch vor dem Pokalfinale völlig offen, wer das Tor der Borussia gegen den VfL Wolfsburg hütet.

Der Trainer wollte sich bislang nicht in die Karten schauen lassen. Vieles spricht für den Australier. Ganz besonders die Statistik. Im DFB-Pokal, wo Klopp in den letzten Jahren fast immer auf Langerak setzte, ist dieser noch ungeschlagen. Elf Partien hat der 26-Jährige bislang bestritten – alle gewonnen. Auch im Halbfinale gegen Bayern München überzeugte der Nationalspieler mit seiner Ruhe und Gelassenheit und konnte sich in kniffligen Situationen bewähren.

Für Weidenfeller wäre das nach den letzten Wochen vielleicht wenig überraschend, hart treffen würde es die langjährige unangefochtene Nummer eins aber trotzdem. Vielleicht wäre die Nominierung Langeraks sogar ein Wink in Richtung Zukunft, dass Weidenfellers Tage beim BVB gezählt sind. Gesetze werden eben schon mal geändert.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren