Der ESC Rellinghausen muss die Aufstiegsfeier vorerst verschieben. Beim Aufsteiger Sportfreunde Niederwenigern musste der Tabellenführer eine 1:3-Niederlage einstecken. Dabei hatte der ESC zahlreiche Anhänger mobilisiert, die der Truppe von Trainer Thomas Deges vor Ort die Daumen drückten und startete druckvoll ins Spiel. Doch eine beherzte und taktisch disziplinierte Leistung der Hausherren machte vorerst einen Strich durch Rellinghausens Aufstiegsrechnung. [i]Ein Ortstermin.[/i]

Sportfreunde Niederwenigern - ESC Rellinghausen 3:1 (Ortstermin)

"Wir haben zu viel gewollt"

Aaron Knopp
06. Mai 2007, 21:36 Uhr

Der ESC Rellinghausen muss die Aufstiegsfeier vorerst verschieben. Beim Aufsteiger Sportfreunde Niederwenigern musste der Tabellenführer eine 1:3-Niederlage einstecken. Dabei hatte der ESC zahlreiche Anhänger mobilisiert, die der Truppe von Trainer Thomas Deges vor Ort die Daumen drückten und startete druckvoll ins Spiel. Doch eine beherzte und taktisch disziplinierte Leistung der Hausherren machte vorerst einen Strich durch Rellinghausens Aufstiegsrechnung. [i]Ein Ortstermin.[/i]

"Wir sind zwar schon gerettet, spielen jetzt aber ein bisschen das Zünglein an der Waage", schmunzelte Sportfreunde-Trainer Detlef Schneider. "Wir werden auch in die nächste Partie gegen Schwarz-Weiß Essen wieder mit der gleichen Einstellung gehen." Eben dieses Engagement gab auch gegen den ESC den Ausschlag für die Hattinger. "Was diese junge Mannschaft, vielleicht nicht technisch, aber taktisch und läuferisch zeigt, ist schon toll. Das hätte uns vor der Saison keiner zugetraut", erklärte Schneider.

Eine weitere Stärke der Sportfreunde: Die Chancenauswertung. Zumindest in Hälfte eins präsentierten sich die Hausherren als Ausbund an Effektivität. "Die sind zwei Mal in den 16-Meter-Raum gekommen und haben zwei Tore gemacht", schüttelte ESC-Trainer Deges den Kopf.

Zwar fand Niederwenigern offensiv quasi gar nicht statt, ging aber durch zwei Geistesblitze von Thorsten Mandt (35. Minute) und Martin Rolfes (40.) binnen fünf Minuten mit 2:0 in Führung. Rellinghausen übte zwar, vor allem im ersten Abschnitt, deutlich mehr Druck auf das gegnerische Gehäuse aus, ging aber sichtlich nervös und überhastet zu Werke. Der Tabellenführer versuchte, der kompakten Sportfreunde-Defensive vor allem über die Außenbahnen zu Leibe zu rücken, vereitelte sich aber durch viele Ungenauigkeiten im Passspiel oftmals selbst die Möglichkeit zum Torabschluss. "Wir haben heute einfach zu viel gewollt", erklärte Deges die zum missratenen Aktionen seiner Schützlinge.

Kurzfristig schien sich der engagierte Auftritt der Gäste dennoch bezahlt zu machen, nachdem Thomas Koppitsch zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzte (59.). "Danach gab es eine Phase, in der Rellinghausen das Spiel sogar noch hätte gewinnen können", erinnerte sich Niederwenigerns Trainer Schneider. Stattdessen wussten die Platzherren jedoch ihrerseits, den Sturmlauf des Tabellenführers zu nutzen. Per Konter besorgte Konstantin Konrad das 3:1 und die endgültige Entscheidung (85.). "Ich hätte es gerne heute schon perfekt gemacht", seufzte Rellinghausens Übungsleiter Deges, "so müssen wir jetzt gegen Türkiyemspor den letzten Punkt zum Aufstieg holen."

Autor: Aaron Knopp

Mehr zum Thema

Rubriken

Kommentieren