Mit einem 2:1-Erfolg im Duell der Platznachbarn über den TuS Stockum setzte der Türkische SV Witten seine Erfolgsserie in der Rückrunde fort. Rund 200 Zuschauer sahen in Stockum ein rassiges, aber fußballerisch wenig hochklassiges Derby. Dass der TSV die Punkte verdient einfuhr, war dabei letztlich unstrittig. „Wir haben nur 20 Minuten nach der Pause so gespielt, wie ich mir das vorstelle. Ansonsten war es viel zu wenig“, sagte Stockums Spielertrainer Thomas Drathen. Sein TSV-Pendant Cengiz Burunc kritisierte hingegen nur die Abschlussschwäche seiner Elf. „Die letzte Aktion haben wir oft nicht deutlich genug ausgespielt“, sagte er.

Bezirksliga 14: Türkischer SV gewinnt "Platzderby" gegen den TuS Stockum

TSV gleicht Derby-Bilanz aus

lb
01. April 2007, 22:49 Uhr

Mit einem 2:1-Erfolg im Duell der Platznachbarn über den TuS Stockum setzte der Türkische SV Witten seine Erfolgsserie in der Rückrunde fort. Rund 200 Zuschauer sahen in Stockum ein rassiges, aber fußballerisch wenig hochklassiges Derby. Dass der TSV die Punkte verdient einfuhr, war dabei letztlich unstrittig. „Wir haben nur 20 Minuten nach der Pause so gespielt, wie ich mir das vorstelle. Ansonsten war es viel zu wenig“, sagte Stockums Spielertrainer Thomas Drathen. Sein TSV-Pendant Cengiz Burunc kritisierte hingegen nur die Abschlussschwäche seiner Elf. „Die letzte Aktion haben wir oft nicht deutlich genug ausgespielt“, sagte er.

Im Gegensatz zu Drathen („Ein schlechtes Fußballspiel“) sah Burunc „ein schönes Derby für die Zuschauer“.

An Intensität in den Zweikämpfen ließen es beide Mannschaften nicht fehlen. Zwar gab es auf der Bezirkssportanlage gerade zu gemeinsamen Kreisliga-Zeiten schon „heißere“ Derbys. Doch auch an diesem sonnigen ersten April ging es zur Sache – allerdings jederzeit fair, so dass es keinerlei unsportliche Szenen gab. Vor den beiden Toren war indes eher wenig los. Eher unvermittelt fiel daher die TSV-Führung durch Seyhan Korkmaz. Er nutzte einen Stellungsfehler von TuS-Keeper Sven Radowsky zu seinem 16. Saisontreffer (25.). Die Hintermannschaft des Türkischen SV ließ hingegen wenig Torchancen zu. Einzig Tim Stracke tauchte einmal vor Keeper Jörg Kwapich auf, verzog aber aus spitzem Winkel (32.).

Nach der Pause wurde die Partie munterer, was vor allem an zwei Einwechslungen beim TuS Stockum lag. Drathen brachte Florian Brommer und Lars Lischeid. Letzterer dankte es prompt mit der Vorlage zum Ausgleichstreffer. Er legte einen Traumpass von Andreas Gräber direkt auf Christoph Altgeld ab – 1:1 (53.). „Das war unsere stärkste Phase“, meinte Thomas Drathen. Altgeld und Stracke verpassten bei einer Doppelchance sogar die Führung (56.).

Doch der TSV nahm den Gastgebern schnell den Wind aus den Segeln. Maßgeblich dafür verantwortlich war Mittelfeld-Wirbelwind Adam Wojciaszek. Sein kleines Tänzchen auf engem Raum schickte zwei TuS-Verteidiger ins Leere, sein platzierter Schuss segelte an Sven Radowsky vorbei ins Tor (63.). „Unser Offensivspiel war danach wie abgeschnitten“, sagte Thomas Drathen. Die Gäste von der anderen Straßenseite fuhren Konter um Konter, trafen aber das Tor nicht. Cengiz Burunc verfehlte nach einem Fehlpass von Torwart Radowsky sogar das verwaiste Stockumer Gehäuse (80.). So stockte den TSV-Anhängern noch einmal der Atem, als Andreas Gräber in der Nachspielzeit den Außenpfosten traf. Doch am Ende stand ein gerechter Erfolg für den Türkischen SV, der damit erfolgreich Revanche für die 2:4-Hinspielpleite nahm.

Autor: lb

Mehr zum Thema

Rubriken

Kommentieren