Oberliga Nordrhein: ETB ohne Chance gegen Straelen

Kontny-Elf völlig verunsichert

Aaron Knopp
27. August 2006, 22:40 Uhr

Eine deutliche 1:4-Heimpleite musste ETB SW Essen gegen den SV Straelen hinnehmen. Vor nur 250 zahlenden Zuschauern bekam die Kontny-Truppe zu keiner Zeit ein Bein auf den Boden. Der Aufsteiger überzeugte mit ansehnlichem Konterfußball und kann in dieser Form sogar vom Durchmarsch träumen, während man sich bei den Essenern langsam Sorgen machen muss.[i]Ein Ortstermin[/i]

ETB-Trainer Frank Kontny zeigte bereits vor der Partie großen Respekt vor dem Gegner aus Straelen, den nicht nur er als „keinen normalen Aufsteiger“ bezeichnete. Einige namhafte Verstärkungen in Reihen der Niederrheiner lassen den SV sogar zum Geheimtipp in Sachen Aufstieg avancieren. Zweifelsohne keine leichte Aufgabe die Essener, die mit der Hypothek von drei verlorenen Spielen in Serie unter Zugzwang standen.

Personell ergaben sich beim ETB zwei Veränderungen zur Vorwoche: Im Tor schenkte Trainer Kontny Arkadius Zbiorczyk das Vertrauen, der den Platz des zuletzt glücklosen Marcel Johns einnahm. Mittelfeldspieler Bilal Lekesiz musste aufgrund einer Fußprellung das Spiel von der Außenlinie verfolgen. Christian Petereit, der unter der Woche über starke Übelkeit klagte und nicht am Training teilnehmen konnte, stand dagegen wieder zum Einsatz bereit.

Beide Teams begannen die Partie sehr engagiert und so entwickelte sich bereits in den ersten Spielminuten ein rassiges Fußballspiel. In der 8. Minute ergab sich folgerichtig auch die erste hochkarätige Chance: nach einem Eckball herrschte größte Verwirrung im Gäste-Strafraum. Bevor jedoch ein Schwarz-Weißer den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drücken konnte, klärten die Straelener und nutzten die Freiräume, die ihnen die weit aufgerückten Essener boten, zu einem schnellen Konter. Auf der rechten Seite startete Danny Thönes durch und bediente mustergültig den mitgelaufenen Thomas Pütters, der eiskalt vollstreckte (9.).

Das frühe Gegentor schien den Schwarz-Weißen jedes Selbstbewusstsein geraubt zu haben. In der Folge agierten die Essener stark verunsichert und waren den Gästen in allen Belangen unterlegen. Einzig durch Standards kam ab und an eine Ahnung von Torgefahr auf. Ganz anders der Gegner: Die Truppe von Teamchefin Martina Voss überzeugte durch eine technisch und taktisch ausgereifte Vorstellung: ein ums andere mal luden die Essener ihre Gäste zum Kontern ein. Bei denen funktionierte das blitzschnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff besonders in Habzeit eins ganz hervorragend. So auch in der 30. Minute. Erneut war Danny Thönes der Vorlagengeber, diesmal für Samet Atulahi, der auf 2:0 erhöhte.

Autor: Aaron Knopp

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