Sven Wentland, Mittelfeld-Spieler beim SV Hilden-Nord, kuriert derzeit laut seines Trainers Ferdi Stanetzky

HILDEN: Das "Christkind" lässt sich nicht unterkriegen

hg
05. Dezember 2003, 11:17 Uhr

Sven Wentland, Mittelfeld-Spieler beim SV Hilden-Nord, kuriert derzeit laut seines Trainers Ferdi Stanetzky "eine der schlimmsten Verletzungen im Amateurbereich" aus. Doch von Resignation ist beim 31-Jährigen keine Spur.

Offene Wadenbein-Fraktur, dazu alle Innenbänder im Sprunggelenk gerissen. Sven Wentland, Mittelfeld-Spieler beim SV Hilden-Nord, kuriert derzeit laut seines Trainers Ferdi Stanetzky "eine der schlimmsten Verletzungen im Amateurbereich" aus.
Rückblick: Am 26. Oktober beim Spiel gegen Hordel passierte der unglückliche Zusammenprall. Mit dem Rettungshubschrauber ging es in die Duisburger Klinik, in der Wentland vier Stunden lang operiert wurde. Ein weiterer Eingriff in Wuppertal folgte.

Am 5. Januar ist es nun soweit: Die Platte, die zur Stabilisierung des Gelenks dient, wird entfernt. Doch von Resignation ist beim 31-Jährigen keine Spur : "Die Schwellung ist abgeklungen und ich habe auch keine Schmerzen mehr. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass ich im Frühjahr die Belastung beim Reha-Training hochfahren kann." Momentan braucht Wentland noch Krücken, ans Aufhören hat der Bayern-Fan jedoch nie gedacht: "Auch wenn das einige erwartet haben." Eine Eigenschaft, die auch sein Coach schätzt: "Svens kämpferische Einstellung ist schon einzigartig."

Den stellvertretenden Kapitän freut die Unterstützung, die er bekommt. "Die ersten Tage im Krankenhaus hatte ich kaum Zeit für mich, so viel Besuch war da. Der Trainer, meine Mitspieler, alle sind gekommen", erzählt der Single. Sogar frühere Weggefährten haben sich gemeldet: "Das hat mich wirklich überrascht. Aber sowas ist nicht alltäglich und beschleunigt auch den Genesungs-Prozeß." Der technische Angestellte blickt also nach wie vor zuversichtlich in die Zukunft und weist auf sein Lebensmotto hin: "Nicht unterkriegen lassen, immer wieder aufstehen."

Und wenn am 24. Dezember Weihnachten gefeiert wird, hat Wentland sogar einen weiteren Grund zur Freude: Er hat Geburtstag. Natürlich steht sein Comeback auf seinem Wunschzettel ganz oben. "Was nützt mir das ganze Materielle, wenn ich nicht gesund bin", stellt das "Christkind" fest. Doch nicht nur die Ärzte sind zuversichtlich, dass er bald wieder fit ist. Wentland: "In der Rückrunde will ich wieder spielen!"

Autor: hg

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