Vier Jahre nach seinem Amtsantritt als Sportlicher Leiter beim SC Hassel ist Thomas Kortmann von seinem Posten zurück getreten.

HASSEL - Kortmanns Rückzug überraschte

hb
22. August 2005, 14:57 Uhr

Vier Jahre nach seinem Amtsantritt als Sportlicher Leiter beim SC Hassel ist Thomas Kortmann von seinem Posten zurück getreten.

Vier Jahre nach seinem Amtsantritt als Sportlicher Leiter beim SC Hassel ist Thomas Kortmann von seinem Posten zurück getreten. Der seit Donnerstag 41-Jährige führt sportliche und private Gründe für seinen Entschluss an und wird den Gelsenkirchenern zunächst ein halbes Jahr nicht zur Verfügung stehen.

Ein Comeback in sechs Monaten will der früherer Stürmer, der in der Saison 1989/1990 auf drei Zweitliga-Einsätze für den FC Schalke 04 kam und bei der Stadt Gelsenkirchen als KFZ-Mechaniker und Berufs-Kraftfahrer angestellt ist, nicht ausschließen.

Herr Kortmann, warum haben Sie Ihren Posten nieder gelegt?
Das hat mehrere Gründe. Erstens sitzt die Kritik, die in den letzten Wochen und Monaten auch an meiner Person geübt wurde, ziemlich tief. Und auch wenn es sich ein wenig überheblich anhört: Das Feld ist bestellt, die Mannschaft steht.

Dennoch: Was haben Sie sich vorzuwerfen?
Die Geschichte mit Michael Schrank zum Beispiel ist sehr unglücklich verlaufen. Ich habe mich seinerzeit für seine Verpflichtung als Trainer stark gemacht, doch seine Tätigkeit in Hassel war leider nicht von Erfolg gekrönt. Das Gleiche kann man zu dem Engagement von Frank Saborowski sagen, auch da hatten der Vorstand und ich uns mehr Erfolg in der Zusammenarbeit vorgestellt.

Letztendlich war die Truppe zu schwach besetzt, um sich in der Liga zu halten. Auch Ihr Versagen?
So würde ich das nicht stehen lassen, aber als Sportlicher Leiter bin ich natürlich gemeinsam mit dem Trainer und Teilen des Vorstands für die Zusammenstellung einer Mannschaft verantwortlich. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten in Hassel sind bekanntlich begrenzt, dementsprechend kann man auch nur den Kader bestücken.

Wie haben die Verantwortlichen und Trainer Christoph Schlebach auf Ihre Demission reagiert?
Sie waren alle erstaunt bis bestürzt. Ich habe meinen Entschluss am vergangenen Sonntag unserem ehemaligen Präsidenten Uwe Martin, dem jetzigen Vorsitzenden Dr. Reinhard Ellebrecht und Geschäftsführer Heinz Stork mitgeteilt. Mein guter Freund Carsten Terboven, den ich erst Anfang diesen Jahres für eine Aufgabe im Vorstand erwärmen konnte, war auch dabei und ziemlich überrascht. Vorher hatte ich ja auch keine Andeutungen darüber gemacht, dass ich mein Amt nieder legen würde.

Was machen Sie nun sonntags?
Natürlich werde ich weiterhin auf den Sportplatz gehen und mir die Heimspiele des SC Hassel oder andere Partien der Clubs in der Umgebung angucken. Ansonsten möchte ich etwas vom Fußball abschalten, dafür mehr Fahrrad fahren und Golf spielen.

Autor: hb

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