Holger Floßbach ist als großer Fan des FC Schalke 04 bekannt. Dass sich seine Spieler aber ein negatives Beispiel an den Profis der Königsblauen nehmen, darauf kann der Trainer der SG Langenbochum gut verzichten.

H.-L’BOCHUM: André Simon wie Lincoln

hb
09. August 2005, 12:30 Uhr

Holger Floßbach ist als großer Fan des FC Schalke 04 bekannt. Dass sich seine Spieler aber ein negatives Beispiel an den Profis der Königsblauen nehmen, darauf kann der Trainer der SG Langenbochum gut verzichten.

Holger Floßbach ist als großer Fan des FC Schalke 04 bekannt. Dass sich seine Spieler aber ein negatives Beispiel an den Profis der Königsblauen nehmen, darauf kann der Trainer der SG Langenbochum gut verzichten.

Da wäre André Simon, der den Lincoln der Verbandsliga machte. Auch der Angreifer hatte in dieser Woche seinen Mund nicht im Zaum. Allerdings spuckte der Ex-Hülser keinem Gegenspieler ins Gesicht, sondern beleidigte im „kleinen Finale“ des „AGR-Cups“ den Schiedsrichter „Hast du einen an der Latte?“, wollte der gefoulte Simon, der vergebens Freistoß reklamierte, vom Unparteiischen wissen.

Was die Angelegenheit noch schlimmer macht: Sein Kontrahent auf dem Platz war kein Fremder, sondern ein Kicker des SGH-B-Teams. Die so genannten „U23“ war bei dem Turnier eingesprungen, weil Germania Gladbeck nach einer Vorrunden-Partie seine Teilnahme geschmissen hatte. „André hat uns einen Bärendienst erwiesen. Er ist vier Wochen gesperrt, und eine vereinsinterne Strafe bekommt er auch noch“, ist Trainer Holger Floßbach richtig sauer auf den Ex-Hülser, der sportlich zuletzt ähnlich stark aufgetrumpft hatte wie Schalkes Lincoln.

Dabei könnte „Flossi“ derzeit in seiner Truppe jeden Mann gut gebrauchen. Frank Berndt und Enver Muzzafer fallen wegen Leistenproblemen vorerst aus. Gänzlich von der Hertener Bildfläche verschwunden ist Marcel Klemen, der aus beruflichen Gründen kürzer treten muss und sich beim A-Kreisligisten Blau-Weiß Wulfen angemeldet hat. „Er beginnt eine Ausbildung im Pflegedienst“, ließ Floßbach das „hoffnungsvolle Talent“ mit einem Träne im Augenwinkel ziehen.

Liebend gerne würde der Ex-Marler daher den vom Lüner SV frisch getrennten Yassine Labiadh an der „Villa Brinkmann“ begrüßen. Doch der in Wuppertal lebende Tunesier ist für die SG nicht zu bezahlen. „Wir brauchen noch Verstärkung in personeller, finanzieller und materieller Hinsicht“, witzelt Floßbach mit einer Portion Galgenhumor.

Autor: hb

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