Lange Zeit war es in Herne ruhig. Doch nun brodelt der Vulkan wieder. Grund: Jürgen Stieneke, Westfalias erster Vorsitzender, schmeißt die Brocken hin.

WESTFALIA HERNE- Nach Stieneke-Loch droht K.O.

21. Januar 2005, 10:10 Uhr

Lange Zeit war es in Herne ruhig. Doch nun brodelt der Vulkan wieder. Grund: Jürgen Stieneke, Westfalias erster Vorsitzender, schmeißt die Brocken hin.

Lange Zeit war es in Herne ruhig. Doch nun brodelt der Vulkan wieder. Grund: Jürgen Stieneke, Westfalias erster Vorsitzender, schmeißt die Brocken hin.
Der Funktionär will auf der Jahres-Hauptversammlung am 3. März nicht mehr zur Wiederwahl kandidieren. "Seine Eishalle und Speditions-Firma spannen ihn zu sehr ein", nennt SCW-Trainer Frank Schulz die Gründe für Stienekes Amts-Niederlegung.

Ob es wirklich die beruflichen Gründe, oder doch die von RS aufgedeckten Finanz-Probleme sind, die Stieneke ins Abseits stellen, ist momentan noch fraglich. Fest steht nur, dass "er eine sehr große Lücke hinterlassen wird, die nicht einfach zu schließen ist", macht sich Schulz Gedanken um die weitere Existenz des Clubs.
Denn sollte kein Ersatzmann gefunden werden, hängt die Mannschaft in der Luft. "Mit wem sollen die Vertrags-Gespräche geführt werden?", fragt Schulz berechtigt. Im schlimmsten Fall droht sogar der Ausverkauf.

"Meine Jungs sind für alle Vereine attraktiv. Die Konkurrenz schläft nicht, wird an die Akteure heran treten. Wenn wir keine Planungs-Sicherheit haben, verlassen sie den Verein. Alles, was wir in den letzten beiden Jahren aufgebaut haben, geht den Bach herunter." Auch Schulz selbst weiß nicht, mit wem er über seine Kontrakt-Verlängerung sprechen soll: "Ich werde mich mit Herrn Stieneke noch einmal unterhalten, versuchen, ihn zu überreden. Die Westfalia und er gehören doch einfach zusammen."

Sollte in zwei Monaten dann doch die Scheidung folgen und sich kein Nachfolger für das vakante Amt zur Verfügung stellen, drohen die Lichter am "Schloss Strünkede" auszugehen. "So weit will ich noch gar nicht denken, aber diese Angst, dass der Verein in der Versenkung verschwindet, habe ich auch", verschließt Schulz nicht die Augen vor der Realität.

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