Mit ein wenig Glück und viel mannschaftlichem Willen kam Spitzenreiter SV Herbede zu einem 2:2 (0:1) beim Hombrucher SV. Erst drei Minuten vor Schluss glich Dirk Reinert zum zweiten Mal für die Wittener aus. Hombruch hatte in Unterzahl nicht unverdient geführt. [i]Ein Ortstermin[/i]

Landesliga 3: Reinert rettet SV Herbede einen späten Punkt in Hombruch

Herbedes Serie hält

Lukas Böhse
18. Februar 2007, 23:38 Uhr

Mit ein wenig Glück und viel mannschaftlichem Willen kam Spitzenreiter SV Herbede zu einem 2:2 (0:1) beim Hombrucher SV. Erst drei Minuten vor Schluss glich Dirk Reinert zum zweiten Mal für die Wittener aus. Hombruch hatte in Unterzahl nicht unverdient geführt. [i]Ein Ortstermin[/i]

Am Ende war die Hitze der 90 Minuten wieder etwas verflogen. "Ich bin trotzdem zufrieden, es bleibt bei sechs Punkten", sagte Hombruchs Trainer Samir Habibovic. Sein Gegenüber Helge Martin sprach von einem "temporeichen Spiel, in dem ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen muss". Er meinte damit vor allem die Phase nach der erneuten HSV-Führung. "Andere Teams sind da tot."

Von Beginn an begegneten sich beide Teams mit offenem Visier. Die ersten beiden Gelegenheiten gehörten den Herbedern Vassilios Tsaussidis und Karsten Dunklau, doch Hombruch schlug zuerst zu. Patrick Jansen köpfte nach acht Minuten seinen vierten Rückrundentreffer und ließ die Dortmunder vom Anschluss an die Tabellenspitze träumen. Die Gäste behielten ihre Linie bei, die äußerst ballsicheren und bissigen Habibovic-Mannen ließen aber wenig Gefahr zu. Letzter Aufreger vor dem Wechsel: Der völlig überzogene Einsatz von Azuka Ede gegen Knut Hartwig, den Schiedsrichter Maik Koch durchaus mit "Rot" hätte bestrafen können.

Der zweite Durchgang nahm rasch an Fahrt auf. SVH-Flügelflitzer Gregor Ostrzolek flankte den Ball von der rechten Seite, Hombuchs Keeper Holger Tessnow schien ihn sicher zu fangen. Doch der Schlussmann ließ die Kugel fallen, Vassilios Tsaussidis sagte Danke und netzte zum Ausgleich (47.). "Da sah es so aus als wären wir am Drücker", meinte Helge Martin nachher. Aber die Gastgeber packte vor fast 400 Zuschauern an der Deutsch-Luxemburger Straße der Ehrgeiz. Nur vier Minuten nach dem Ausgleich: Daniel Wölk zieht von der Strafraumgrenze ab, diesmal lässt Herbedes Torwart Heiko Felgentreu den Ball abklatschen, Mounir Bazzani ist da - 2:1.

Der Treffer weckte jedoch den Übermut bei den Hausherren. Kapitän Andre Kötter schritt mit schlechtem Beispiel voran. An der Mittellinie mähte er Mark Heinrich um und sah zu Recht "Gelb-Rot". Jetzt spielte nur noch Herbede, doch die gefährlicheren Szenen hatten die Dortmunder. Heiko Felgentreu wehrte Bazzanis spektakulären Volleyschuss (62.) ebenso ab, nach der darauffolgenden Ecke rettete der Pfosten. Helge Martin brachte den lange verletzten Serdar Gündogan in der Schlussphase. Dies zahlte sich aus: Der quirlige Mittelfeldmann holte 25 Meter vor dem HSV-Tor einen Freistoß heraus. Dirk Reinert lief an, Holger Tessnow musste den harten Schuss passieren lassen - das 2:2, drei Minuten vor Schluss sorgte für lange Gesichter auf der Hombrucher Bank.

Am Ende war Torwart Tessnow der Buhmann beim Hombrucher SV. "Ich stehe nicht mehr zur Verfügung", rief er Trainer Habibovic nach dem Abpfiff und massiver Kritik der Mitspieler zu. Der Coach nahm es gelassen: "In der ersten Halbzeit rettet er zwei Bälle, in der zweiten läuft es bitter für ihn. Aber wichtiger ist doch die Frage, wie wir das Spiel mit elf Mann beendet hätten."

Autor: Lukas Böhse

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