Psychologisch wichtig – so heißt es in der Fußballersprache, wenn ein Team kurz vor beziehungsweise kurz nach dem Seitenwechsel einen Treffer erzielt.

Baumberg - RWO II 1:3

Kunkel-Elf zieht mit Kray gleich

05. Dezember 2011, 09:57 Uhr

Psychologisch wichtig – so heißt es in der Fußballersprache, wenn ein Team kurz vor beziehungsweise kurz nach dem Seitenwechsel einen Treffer erzielt.

Gleich beides gelang der Reserve von RWO bei den Sportfreunden Baumberg, so dass die Elf von Peter Kunkel mit einem 3:1 (1:1)-Auswärtserfolg die Heimreise antreten konnte.

Von Wiedergutmachung war die Rede vor der Partie, denn die 1:4-Packung vor Wochenfrist gegen Bocholt war herb. In Durchgang eins sah es jedoch noch nicht danach aus. Die Gastgeber gaben den Ton an und gingen durch Nils Esslinger nicht unverdient in Führung, als dieser per Kopf eine Flanke des starken Salah El Halimi verwertete (19.). Und hätten Louis Klotz (22.) und zweimal Marcus Bryks (34.) auf Seiten der Baumberger einen kühleren Kopf bewiesen, das Spiel wäre an Oberhausen vorbeigelaufen.
[infobox-right]Baumberg: Iwersen - Ehrhardt, Bryks, Stanimirovic, Bergkemper - El Halimi (71. Kepper), Esslinger, Andree (71. Weber, J.), Claus, Klotz (71. Ergül) - Knezevic.
Oberhausen: Demirhat - Kolberg, Karabas, Hasanbegovic, Scheelen - Schliesing (71. Kim) - Luginger, Mastrolonardo, Steuke - Cuhaci, Candan.
Schiedsrichter: Pascal Dey. Tore: 1:0 Esslinger (19.), 1:1 Candan (45.), 1:2 Steuke (46.), 1:3 Scheelen (75., Foulelfmeter). Zuschauer: 100. Rote Karte: Claus (74., Notbremse).[/infobox]
Doch es kam anders. Mit dem Pausenpfiff war es Goalgetter Fatih Candan, der einen Freistoß von Kevin Steuke verwertete und so den Ausgleich erzielte. „Wir belohnen uns einfach nicht. Einige meiner Spieler waren nicht voll bei der Sache“, schimpfte ein frustrierter Jörg Vollack nach der Partie. „Der Knackpunkt lag vor der Pause. Das 1:1 darf so nicht fallen“, hatte der Linienchef schnell den Grund für die Pleite gefunden.

Das schnelle 2:1 nach der Pause entstand in Folge eines Einwurfs – Steuke netzte ein und RWO jubelte (46.). „Unterm Strich haben wir verdient gewonnen“, war sich Kunkel sicher. „Mit dem Platz mussten wir uns erst einmal auseinandersetzen, hätten aber noch mehr Tore erzielen können.“ Gemeint haben muss er die zweiten 45 Minuten, als von den Gastgebern nicht mehr viel kam.

Folgerichtig auch die Rote Karte gegen Innenverteidiger Daniel Claus, der Gino Mastrolonardo als letzten Mann im Strafraum von den Beinen holte (74.). Den daraus resultierenden Elfmeter netzte Alexander Scheelen souverän ein. Jetzt war den Rot-Weißen der Sieg nicht mehr zu nehmen. „Wir sind mit zwölf Spielern inklusive Torwart hierher gefahren“, stellte Kunkel seine Personalprobleme dar. Gereicht hat es dennoch, zumal RWO jetzt wieder mit dem FC Kray gleichziehen konnte. Schlusswort Vollack: „Schon in der Kabine saßen wir mit einem negativen Gefühl. Wenn du gegen den Zweiten gewinnen willst, musst du deine Chancen besser nutzen.“

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