Bisweilen ging es eng zu in den Spielen der zweiten Runde des Diebelscups, doch letztendlich waren es vornehmlich die Favoriten, die sich durchsetzten.

Diebelscup kompakt

Kaum Überraschungen im Turnier

14. November 2011, 16:56 Uhr

Bisweilen ging es eng zu in den Spielen der zweiten Runde des Diebelscups, doch letztendlich waren es vornehmlich die Favoriten, die sich durchsetzten.

So setzte sich bereits am Samstag A-Ligist SGP Oberlohberg mühelos mit 1:7 über die Hürde Walsum 09 hinweg, obwohl die Saison für die 09er bislang recht erfreulich verläuft. Ebenso gelang der SuS aus Dinslaken der Sieg im ungleichen Duell mit Westende Hamborn. Da fiel das Ergebnis jedoch deutlich enger aus, allerdings auch wirklich nur das Ergebnis, wenn man SuS-Trainer Thorsten Bohnert glauben darf: „Wir hatten eine ganze Reihe 100-prozentiger Chancen, bei denen wir aber entweder stümperhaft versagt haben oder aber am Torwart scheiterten, der ein paar gute Paraden hinlegte.“ Die mangelhafte Chancenverwertung war mit Sicherheit nicht das einzige Problem, das Bohnert zu beklagen hatte, denn seine Mannschaft war jeweils nach dem 1:0 und nach dem 2:1 sofort wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt, da Westende jeweils innerhalb weniger Minuten direkt wieder der Ausgleich gelang. „Ich weiß nicht genau, ob wir da zu lange gejubelt haben oder was da los war“, war Bohnert selbst etwas ratlos ob der schnellen Gegentreffer. Trotzdem hätte es gar nicht erst so eng werden dürfen, wenn seine Jungs die vielen Chancen, die ihnen aufgrund der offensiven Spielweise der Hamborner gestattet wurden, genutzt hätten. Eine Lösung hat der Coach dafür zwar nicht parat, aber zumindest eine Erklärung: „Wir haben acht A-Jugendliche in der Mannschaft und denen fehlt, bei aller Laufbereitschaft und technischen Fähigkeit, eben noch der Killerinstinkt. Da fangen die dann an zu denken.“ Und das ist vor dem Tor meist die falsche Entscheidung.

Eine ebenfalls klare Angelegenheit war die Begegnung zwischen Duisburg 1920 und den Preußen Duisburg. 1:4 ging das Spiel für die in der A-Liga spielenden Preußen aus, die damit ihre Pflicht getan haben und in die nächste Runde eingezogen sind. So weit kam es für Bissingheims Mario Thomas gar nicht erst, denn schon zwei Tage vor dem Spiel gegen GSG bekam er einen Anruf der Vereinsverantwortlichen, die ihm mitteilten, dass sie aufgrund eines personellen Engpasses nicht antreten könnten.

Für den SV Raadt hätte es sogar beinahe zum Sieg über RSV Mülheim gereicht. Das Team von Mirco Berger führte nach 55 Minuten schon 3:1 – doch letztlich zeigte sich in kleinen Nuancen der Quatlitätsunterschied zwischen A- und B-Liga. Zum Beispiel vor dem 3:2, als ein kleines taktisches Foul genügt hätte, um den Angriff des Gegners zu stoppen. Aber das Foul erfolgte nicht und so konnten die Mülheimer aufschließen, Oberwasser bekommen und kurz vor Schluss sogar noch den 4:3-Siegtreffer erzielen. Berger zeigte sich infolgedessen ein wenig desillusioniert: „Wir haben sehr verdient mit 1:0 geführt und konnten auch unser schnelles Passspiel aufziehen. Aber es gab immer wieder kleine, jedoch entscheidende Fehler meiner Mannschaft, die dazu führten, dass RSV, obwohl keinen Deut besser als wir, noch gewinnen konnte.“ Große Trauer ist für den Coach jedoch kein Thema. „Die Saison ist für mich wichtiger, denn der Aufstieg war schon lange nicht mehr so leicht und noch gibt es durch Nachholspiele ein paar Punkte für uns zu holen.“

Dass individuelle Klasse sich auszahlt, mussten auch Laar 21 und die GWR erkennen. Während der SV gegen Heimaterde früh vorne lag, dann aber mit einer Elfmetersituation die Überlegenheit abgeben musste, kam GWR gegen Duisburg 08 gar nicht erst so weit. Auch wenn das 3:0 GWRs Pressesprecher Sascha Münnich zufolge „deutlicher klingt, als es war“, musste auch er zugeben dass die Niederlage verdient war. Er wollte sich nicht lange am vermeintlichen Abseitstreffer Max Hofius' festhalten, der den Spielverlauf entscheidend hätte beeinflussen können. Stattdessen gab es einen sehr viel größeren Wermutstropfen: Kapitän Manuel Mucha leistete sich zwei Minuten vor Schluss ein „ganz blödes“ Foul, für das er mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde. Das nennt man dann wohl einen Bärendienst.

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