Franz Beckenbauer setzt in der Diskussion um einen neuen Bundestrainer weiter auf Ottmar Hitzfeld. Sollte der Ex-Bayern-Coach das Angebot ablehnen, kämen für Beckenbauer auch Lothar Matthäus und Guus Hiddink in Frage.

Für Beckenbauer ist auch Matthäus ein Kandidat

dit
30. Juni 2004, 13:18 Uhr

Franz Beckenbauer setzt in der Diskussion um einen neuen Bundestrainer weiter auf Ottmar Hitzfeld. Sollte der Ex-Bayern-Coach das Angebot ablehnen, kämen für Beckenbauer auch Lothar Matthäus und Guus Hiddink in Frage.

Für Franz Beckenbauer gibt es auch Alternativen, falls Ottmar Hitzfeld wider Erwarten das Angebot Bundestrainer zu werden ablehnen sollte. "Ich setze weiter auf Ottmar Hitzfeld. Aber sollte er doch das Angebot als Bundestrainer ablehnen (so eines bekommt man meistens nur einmal im Leben) sehe ich genug Alternativen", schreibt der Bayern-Präsident in seiner Bild-Kolumne und bringt für den Fall der Fälle die Namen Otto Rehhagel, Lothar Matthäus, Christoph Daum sowie Guus Hiddink ins Gespräch.

"Rehhagel hat gerade mit den Griechen bewiesen, dass er eine Mannschaft formen kann", sagt Beckenbauer über den früheren Bremer und Lauterer Meistertrainer, der schon jetzt bei der EM mit den Hellenen Geschichte geschrieben hat. Auch dem 2000 bereits designierten Bundestrainer Daum, der damals über seine Kokain-Affäre gestolpert ist, traut der 58-Jährige diese Aufgabe zu: "Daum ist fachlich ein hervorragender Trainer. Bei ihm stellt sich nur die Frage, ob nicht immer wieder über die alten Geschichten geredet wird, wenn er so im Mittelpunkt steht."

Auch Rekord-Nationalspieler Matthäus, dem nicht das beste Verhältnis zum DFB nachgesagt wird, ist für Beckenbauer ein Kandidat: "Matthäus traue ich den Job auch zu. Warum soll nicht dem Spieler Völler der Spieler Matthäus folgen? Immerhin hat Lothar bei seinen Stationen in Belgrad, Wien und jetzt in Ungarn mehr Trainer-Erfahrung gesammelt, als Rudi sie vor seinem Antritt als Teamchef besessen hat."

Auch Arsene Wenger ein Kandidat

Beckenbauer könnte sich sogar vorstellen, dass die deutsche Nationalmannschaft in Zukunft erstmals von einem ausländischen Trainer betreut wird: "Ich bin grundsätzlich gegen einen Bundestrainer, der kein fließendes Deutsch spricht und mit einem Dolmetscher über den Platz läuft. Allerdings: Den Holländer Guus Hiddink, der ja schon mit Südkorea große Erfolge hatte, könnte ich mir beim DFB vorstellen. Oder auch den Franzosen Arsene Wenger. Aber der lebt bei Arsenal London im Fußballparadies. Und ob er das verlassen will..."

Autor: dit

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