Der VfB Hüls weiß, wie's geht. Als einzige Mannschaft der NRW-Liga konnten die Marler RWE im ersten Anlauf eine Niederlage beibringen. Nun folgt das Rückspiel.

RWE - Hüls

Weißer Riese vs. Schwarzer Fleck

Aaron Knopp
18. März 2011, 12:52 Uhr

Der VfB Hüls weiß, wie's geht. Als einzige Mannschaft der NRW-Liga konnten die Marler RWE im ersten Anlauf eine Niederlage beibringen. Nun folgt das Rückspiel.

Hüls! Vier Buchstaben, die mehr sind als Rot-Weiss Essens nächster Gegner. Der VfB ist das in dieser Saison wahrscheinlich meistzitierte Team an der Hafenstraße. Kein Wunder, stehen die Marler doch synonym für die einzige Niederlage der Essener. Immer dann, wenn es Trainer Waldemar Wrobel oder seinen Spielern darum geht, zur Bescheidenheit zu mahnen oder die Qualität der Konkurrenz zu illustrieren, muss das Team von Olaf Thon herhalten.

Schuld daran ist jener 26. September des vergangenen Jahres, an dem der VfB gar nicht so viel anders gemacht hat als die Windecks, Siegens, Kölns und ETBs der NRW-Liga. Allein das Ergebnis ist bislang einzigartig, denn Hüls siegte mit 2:1. „Damals haben wir vieles falsch gemacht“, erinnert sich Wrobel. Dennoch sieht sich der 41-Jährige nicht veranlasst, mit seinen Spielern noch einmal in die Videoanalyse zu gehen. „Wir sind jetzt eine andere Mannschaft und weiter als im September.“

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Überhaupt mache es mehr Sinn, seinen Jungs zu zeigen, was sie richtig gemacht hätten. Denn an Hüls erinnert sich jeder. „Diese Niederlage wurmt uns“, gesteht der Coach und spricht von einem „schwarzen Fleck“, der natürlich umso hässlicher ins Auge sticht, wenn man gerade als weißer Riese der NRW-Liga das Fürchten lehrt. Daher formuliert Wrobel die Marschroute vor dem Rückspiel ungewohnt forsch. „Wir haben nicht vor, zwei mal mit einem ähnlichen Resultat gegen eine Mannschaft zu spielen.“ Soll heißen: Am Sonntag (15 Uhr) sollen gegen den Tabellenvierten drei Punkte her. Allmählich bildet der Spitzenreiter eben ein gesundes Selbstbewusstsein aus. „Wir sind auf keiner Position schlechter besetzt als Hüls und wir haben das besser Kollektiv“, glaubt Wrobel. Allerdings greife dies erst, wenn die gesamte Mannschaft an ihre Leistungsgrenze gehe.

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Das 1:1 in Duisburg hat nach der jüngsten Siegesserie also keinen Kratzer hinterlassen. Denn Wrobel konnte mit der Leistung seiner Mannschaft allemal einverstanden sein. „Das war kein überragendes, aber ein ordentliches Spiel von uns gegen eine gute Mannschaft.“ Germania Windeck etwa habe an der Wedau nichts Zählbares gewonnen. „Daher kann ich mit diesem Resultat gut leben.“

Spätestens dann, wenn RWE am Sonntag einen Dreier nachlegen sollte. Mit diesem Erfolg würde dann wohl schon eine Vorentscheidung in der Aufstiegsfrage fallen. Zumindest, was die Zielsetzung der Bergeborbecker anbelangt. Ende des Monats wolle man sich nötigenfalls neu positionieren, hat Wrobel bereits angekündigt. Und nach Hüls steht nur noch der VfB Homberg auf dem März-Spielplan der Rot-Weissen und könnte die Kurskorrektur kaum noch verhindern.

Autor: Aaron Knopp

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