Stefan Lorenz hatte vor der Saison mit dem WSV einiges vor. Er sollte gemeinsam mit Björn Weikl die jungen Wilden der Borussia ins obere Drittel der Tabelle führen.

WSV Borussia: Lorenz

"Wuppertal ist eine Fußballstadt"

Krystian Wozniak
19. Januar 2011, 10:17 Uhr

Stefan Lorenz hatte vor der Saison mit dem WSV einiges vor. Er sollte gemeinsam mit Björn Weikl die jungen Wilden der Borussia ins obere Drittel der Tabelle führen.

Doch nach einigen Spieltagen verletzten sich gleich beide Leader des Dämgen-Teams und die Wuppertaler beendeten die Hinrunde auf einem enttäuschenden 12. Tabellenplatz.
Coach Michael Dämgen wiederholte stets, dass der Ausfall seiner Eckpfeiler, insbesondere der seines Capitanos Lorenz, nicht zu kompensieren gewesen ist. Wie wichtig der 29-jährige Ex-Essener für sein Team auf und neben dem Platz ist, haben die WSV-Fans gesehen, als Lorenz fehlte.

Der in Bottrop wohnhafte gebürtige Berliner unterhielt sich mit RevierSport über seine Verletzung (Meniskus- und Knorpel-Operation am Knie), die vermasselte Hinrunde und die Zukunft des WSV.

Verletzungspech
„Ich habe da leider schon einiges an Erfahrung gesammelt. Mittlerweile gehe ich da ganz gelassen mit um und muss sagen, dass so etwas zum Fußball gehört. Doch es ist schon verdammt hart für mich, dass ich eigentlich innerhalb kurzer Zeit, nach dem Kreuzbandriss in Essen, nun wieder so lange ausfalle. Ich hoffe, dass ich mich noch in der laufenden Saison den Fans zeigen kann und die Leute sehen, dass ich noch da bin.“

Hinrunden-Fazit
„Das fällt sehr ernüchternd aus. Die Jungs geben natürlich Gas, doch leider war das manchmal einfach zu wenig. Wir stehen da nicht mit Absicht. Wir haben vor allem in den Spielen gegen die Zweitvertretungen gepatzt, das sind die wichtigen Spiele in der Regionalliga.“

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Rückrunden-Prognose
„Ich werde die Mannschaft von der Tribüne aus unterstützen. Vielleicht schnappe ich mir auch mal eine Kamera und filme ein Spiel. Denn eine Spielanalyse mit Videoschnitt stand uns zuletzt leider nicht zur Verfügung. Die Jungs werden sich zerreißen und eine gute Rückrunde spielen.“

Runge-Aus
„Ich kann Friedhelm Runge durchaus verstehen. Der Mann hat jahrelang sein Geld in den WSV gesteckt. Doch das Umfeld hat trotzdem in ihm den „schwarzen Peter“ gesehen. Es ist doch völlig legitim, dass Herr Runge sagt: Jetzt ist Schluss! Trotzdem glaube ich, dass Herr Runge den WSV nicht ganz verlassen wird, denn dieser Klub ist sein kleines Kind.“

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WSV-Zukunft
„Ich hoffe, dass es in Wuppertal über den Sommer hinaus weitergeht. Immerhin habe ich auch noch einen gültigen Vertrag bis 2012 laufen. Ich bin da auch zuversichtlich, denn Wuppertal ist eine Fußballstadt. Nur müssen es endlich auch die Unternehmen und Politiker in der Stadt und im Bergischen Land verstehen, was der WSV bedeutet.“

Autor: Krystian Wozniak

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