Die Partie zwischen Kreisliga-C-Spitzenreiter Arminia Ückendorf und Borussia Scholven fand gegen Ende des Zweiten Spielabschnittes ihr jähes Ende.

GE: Spielabbruch

Ückendorf zieht Konsequenzen

Daniel Schreckenberg
21. September 2010, 08:42 Uhr

Die Partie zwischen Kreisliga-C-Spitzenreiter Arminia Ückendorf und Borussia Scholven fand gegen Ende des Zweiten Spielabschnittes ihr jähes Ende.

Beim Stande von 2:1 für die Gäste aus dem Gelsenkirchener Norden musste die Begegnung nach einer Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter abgebrochen werden. Ein Spieler der Arminen soll, nachdem er wegen einer Notbremse im Strafraum die Rote Karte gesehen hatte, den Referee geschlagen haben, sodass dieser das Spiel abbrechen musste.

Reviersport hat die Verantwortlichen der beiden Vereine zur Rede gestellt und gefragt: [i]Was war da los? [/i]

Frank Hoffmann (1. Vorsitzender SG Borussia Scholven): "Schon in der ersten Halbzeit hatte ein Spieler der Arminen wegen der ständigen Meckerei und Provokationen eine Gelb-Rote Karte erhalten. Unsere Mannschaft konnte den 0:1-Rückstand aufholen und spielte auf die Entscheidung, als unser Stürmer dann im Strafraum von den Beinen geholt wurde und der Schiedsrichter folgerichtig wegen einer Notbremse die Rote Karten geben musste. Damit schien der Spieler nicht einverstanden zu sein und schlug dem Referee ins Gesicht. Dieser brach das Spiel daraufhin ab. Ich bin wirklich stolz auf meine Mannschaft. Sie hat sich vorbildlich verhalten und in ihrer Hälfte auf die Entscheidung des Schiedsrichters gewartet. Der junge Unparteiische hat in dieser Situation alles richtig gemacht, konsequent seine Linie durchgezogen und sich nicht auf die Provokationen des Gegners eingelassen."
[forum]6121,right[/forum]
Mukaddem Karakus (Sportlicher Leiter Arminia Ückendorf): "Wir haben erst den Ausgleich gefangen und dann das 1:2 kassiert, dann ist es leider eskaliert. Einer unserer Spieler hat sich heftig über den Schiedsrichter geärgert, dessen Karten nur so geflogen sind. Als es dann einen Elfmeter für die Gegner geben hat, ist es passiert. Ich habe nicht genau gesehen, ob er den Schiedsrichter geschlagen hat, seine Hand hat aber auf jeden Fall den Kopf des Referees berührt. Der Gegner hatte unsere Mannschaft schon das ganze Spiel über provoziert und sie sind darauf reingefallen, wobei auch der junge Schiedsrichter irgendwann die Kontrolle über die Partie verloren hatte. Wir haben gestern eine Sitzung einberufen und beschlossen, dass wir mit der ersten Mannschaft nicht mehr weiter spielen. Die Hälfte der Spieler wird den Verein verlassen und wir werden künftig mit unserer Zweitvertretung antreten. Auch aufgrund unserer Historie mussten wir einfach reagieren. Als ich meine Tätigkeit im Verein aufgenommen habe, mussten die Spieler uns das Versprechen gegeben, sich anständig auf dem Platz zu verhalten. Sie haben die Chance leider nicht genutzt. Sie geben uns ein Versprechen, doch bessern sich nicht."

Autor: Daniel Schreckenberg

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