Mit einer sehr starken Vorstellung und großer Moral hat Bayer Leverkusen seine Uefa-Cup-Ambitionen eindrucksvoll untermauert.

3:2 in Aachen! Starke Leverkusener drehen das Spiel

28. Januar 2007, 18:54 Uhr

Mit einer sehr starken Vorstellung und großer Moral hat Bayer Leverkusen seine Uefa-Cup-Ambitionen eindrucksvoll untermauert.

Mit einer sehr starken Vorstellung und großer Moral hat Bayer Leverkusen seine Uefa-Cup-Ambitionen eindrucksvoll untermauert. Zum Rückrundenauftakt der Fußball-Bundesliga gewannen die Rheinländer bei Aufsteiger Alemannia Aachen trotz eines 0: 2-Rückstands noch mit 3:2 (1:2) und rückten mit nunmehr 13 Punkten aus den vergangenen fünf Spielen wieder bis auf zwei Zähler an Hertha BSC Berlin auf den begehrten fünften Platz heran. Aachen verpasste es nach der Führung dagegen, sich ins Tabellen-Mittelfeld vorzuarbeiten. Trotz mittlerweile sieben Heimspielen in Folge ohne Sieg haben die Alemannen aber noch vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Der Rumäne Laurentiu Reghecampf (9., Foulelfmeter) sowie der Serbe Vedad Ibisevic (30.) hatten die Gastgeber gegen die bis dahin bereits deutlich besseren Leverkusener glücklich in Führung gebracht.

Anschließend zahlte sich die Überlegenheit der Gäste jedoch aus: Nationalspieler Bernd Schneider traf eine Minute vor der Pause zum Anschlusstreffer und erzielte nach dem Ausgleich von Andrej Woronin (54.) auch das Siegtor (57.). In der ersten Halbzeit vor 20.800 Zuschauern auf dem ausverkauften Tivoli machte Leverkusen schon das Spiel, doch zunächst nur Aachen die Tore. Zudem hatten die Gastgeber Glück, da das Foul von Karim Haggui an Ibisevic, das zu Reghecampfs Elfmeter-Treffer führte, außerhalb des Strafraums stattfand. Korrekt war dagegen von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne), einen Treffer von Paul Freier (17.) nicht anzuerkennen, denn der im Abseits stehende Sergej Barbarez hatte Alemannia-Keeper Stephan Straub die Sicht verdeckt. Dennoch hätte Bayer bis zur Pause noch mehrere Tore schießen können, scheiterte aber immer wieder an Straub oder am eigenen Unvermögen.

Kurz nach dem Wechsel allerdings drehte die Mannschaft von Gäste-Trainer Michael Skibbe mit einem Doppelschlag die Partie. Zunächst nutzte der bis dahin glücklose Woronin eine Vorlage von Barbarez, ehe Schneider mit einem sehenswerten Freistoß aus 18 Metern zum zweiten Mal erfolgreich war. Auch nach der Leverkusener Führung blieb das Spiel trotz Dauerregen und böigen Windes kampfbetont und sehr ansehnlich mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Aus einer sehr guten Bayer-Elf, in der Brasiliens Ex-Weltmeister Roque Junior sein Comeback nach 23 Minuten bereits wieder abbrechen musste, ragten der zweifache Torschütze Schneider sowie Freier heraus. Bei Aachen überzeugte neben Straub vor allem Ibisevic.

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