Ailton schmiss sein Trikot in den Spielergang, er kickte es mit den Füßen vor sich her, trat kurz drauf herum und hob es anschließend doch wieder auf.

Ratingen - KFC 4:3

Ailtons Trikot-Theater

02. Mai 2010, 21:22 Uhr

Ailton schmiss sein Trikot in den Spielergang, er kickte es mit den Füßen vor sich her, trat kurz drauf herum und hob es anschließend doch wieder auf.

Sein Trainer Edgar Schmitt reagierte wenig später unsouverän auf Zwischenrufer bei der Pressekonferenz, während Ratingens Coach Karl Weiß von den Fans gefeiert wurde. All das stand im Zusammenhang mit dem, was sich in den 90 Minuten zuvor abgespielt hatte.

Dort lieferten sich beide Teams ein Klasse-Duell, an dessen Ende Ratingen vor 1.8000 Zuschauern mit 4:3 (1:0) die Oberhand behielt. „Es war ein toller Nachmittag, sehr dramatisch“, analysierte Weiß. Wohl wissend, dass es sein Team trotz einer 2:0-Führung in Überzahl noch einmal spannend gemacht hatte. „Wir sind alle enttäuscht, weil es ein entscheidendes Spiel war. Bis zur 42. Minute war es ausgeglichen“, spielte Schmitt auf die Gelb-Rote Karte für seinen Schützling Malte Flock an.
[infobox-left]Ratingen: Glenz – Karadag, Seidenzal, Fiedorra, Yalcinkaya (62. Ince) – Rohpeter – Zelles, Rehag (90. Skrzypczyk), Isiklar – Kroepmanns (73. Cakici), Hoffmann.
Uerdingen: Kockel – Edu, Geiger, Flock, Maas – Kegel, Saka (78. Lekesiz), Albayrak, Özdemir (71. Velija) – Rexhaj, Raiff (54. Ailton).
Schiedsrichter: Sven Heinrichs.
Tore: 1:0 Kroepmanns (42.), 2:0 Isiklar (52.), 2:1 Maas (67.), 2:2 Maas (69.), 3:2 Isiklar (81.), 3:3 Albayrak (84.), 4:3 Hoffmann (84.).
Gelb-Rote Karte: Flock (42.).
Zuschauer: 1.800.[/infobox]
Es war nicht allein diese Szene, die die Uerdinger Aufstiegsträume endgültig zunichte machte. Dafür passierte einfach zu viel in der zweiten Halbzeit, von der man sich in Ratingen noch lange erzählen wird – zumindest dann, wenn dies die entscheidenden Punkte im Kampf um die NRW-Liga gewesen sein sollten. „Wir werden mal schauen, was wir in den letzten drei Spielen machen“, bemerkte Weiß mit einem verschmitzten Lächeln.

Währenddessen kann sich Schmitt ganz auf die Planungen für die kommende Saison konzentrieren. Und was das angeht, legte er sich schon einmal fest: „Die sportliche Leitung und der Präsident haben etwas zu sagen, alle anderen haben die Klappe zu halten.“

[b]Auf Seite 2: Die Stimmen zum Spiel[/b]

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