Der Hamburger SV steckt in einer tiefen sportlichen Krise:

0:1 in Dortmund! HSV steckt in einer tiefen Krise

16. September 2006, 17:33 Uhr

Der Hamburger SV steckt in einer tiefen sportlichen Krise:

Der Hamburger SV steckt in einer tiefen sportlichen Krise: Drei Tage nach dem 1:2 zum Auftakt der Chamions League gegen den FC Arsenal mussten die Hanseaten im Gastspiel bei Borussia Dortmund eine 0:1 (0:0)-Niederlage hinnehemen und warten damit seit acht Pflichspielen auf ein Erfolgserlebnis. Der Brasilianer Dede erzielte in der 82. Minute den entscheidenen Treffer und besiegelte damit den ersten Heimsieg der Westfalen. BVB-Abwehr-Ass Christian Wörns irritierte die Abwehr bei dem Freistoß von Dede, so dass der Ball direkt den Weg ins HSV-Tor fand.
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Völlig verunsichert und zunächst nur auf Sicherung des eigenen Tores bedacht begann der HSV vor 80.708 Zuschauern in Dortmund die ersten 45 Minuten. Der BVB zeigte zunächst die größere Initiative und kam in der sechsten Minute durch den Schweizer Alexander Frei zur ersten Chance. Danach hatte die Borussia zwar die größere Anzahl an Ballkontakten, doch zwingende Chancen kamen trotz optischer Überlegenheit nicht zustande. Da aber auch der HSV kaum Offensivflanke zeigte, entwickelte sich bis zum Halbzeitpfiff eine farblose und sogar langweilige Begegnung. Tormöglichkeiten passierten allenfalls aus Standardsituationen, die jedoch beide Torhüter vor keine größeren Probleme stellten. Die Pfiffe zur Halbzeitpause und möglicher Weise klare Worte von BVB-Trainer Bert van Marwijk dürften der Grund dafür gewesen sein, dass Dortmund nach dem Wechsel den Druck verstärkte. Pech hatte Frei in der 60. Minute, der den Ball unter die Latte des HSV-Gehäuses lenkte.

Als logische Konsequenz ergaben sich für die Hamburger Räume zu kontern. Danijel Ljuboja vergab zehn Minuten nach der Halbzeit ebenso freistehend wie der eingewechselte Ex-Münchner Paolo Guerrero in der 67. Minute. Glück hatte der HSV zudem als Vincent Kompany den Ball bei einem Abwehrversuch mit dem Hinterkopf auf die Latte lenkte. Insgesamt war dem HSV die allgemeine Verunsicherung anzumerken, ansonsten hätte die Mannschaft von Trainer Thomas Doll schon in der ersten Halbzeit Kapital aus den Unzulänglichkeiten im Spiel der Gastgeber schlagen können. Dortmund dürfte auf Grund der zweiten Halbzeit neuen Mut für die kommenden Aufgaben schöpfen.

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