Bayern Münchens Trainer Felix Magath hat sich in einem Gespräch mit der Münchner AZ und der Bild über fehlende Anerkennung beklagt und laut über einen mittelfristigen Wechsel ins Ausland nachgedacht.

Frustrierter Magath denkt an Wechsel ins Ausland

dsc
03. Mai 2006, 11:53 Uhr

Bayern Münchens Trainer Felix Magath hat sich in einem Gespräch mit der Münchner AZ und der Bild über fehlende Anerkennung beklagt und laut über einen mittelfristigen Wechsel ins Ausland nachgedacht.

Trainer Felix Magath von Rekordmeister Bayern München denkt offenbar an einen Abschied aus der Bundesliga. Als Grund nannte der 52-Jährige die fehlende Anerkennung seiner Arbeit. "Ein grundsätzliches Problem in Deutschland ist, dass Leistung nie so ganz anerkannt wird. Wir haben in dieser Saison viele Rekorde aufgestellt - aber das zählt wohl alles nicht. Da würde ich gerne mal woanders arbeiten. Das ist schon lange ein Wunsch von mir. Eine andere Umgebung, eine andere Mentalität, eine neue Herausforderung - als Spieler hatte ich das leider nie geschafft", sagte Magath vor dem Bundesligaspiel am Mittwochabend gegen dem VfB Stuttgart in der Münchner AZ und der Bild.

"Wir Deutschen machen uns das Leben machen uns das Leben oft zu schwer"

Er könne deshalb auch Michael Ballack verstehen, der voraussichtlich zum FC Chelsea wechselt, "wenn er diesen Schritt wagt. Wir Deutschen machen uns das Leben oft zu schwer." Zunächst habe er aber noch mit dem FC Bayern Ziele, "zum Beispiel dreimal hintereinander Meister und Pokalsieger zu werden".

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Der Vertrag von Magath beim FC Bayern läuft im Sommer 2007 aus. In Sport Bild kündigte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge an, "dass wir in der Sommerpause mit ihm Gespräche führen und alles in Ruhe analysieren werden". Mit der Arbeit des Trainers sei man "sehr zufrieden".

Derweil machten Rummenigge und auch Manager Uli Hoeneß zum wiederholten Male deutlich, dass sie bei Transfers für die kommende Saison kein finanzielles Risiko eingehen werden. "Ich kann jetzt nicht das ganze Geld rauspulvern, um kurzfristig einmal die Champions League zu gewinnen - und im nächsten Jahr ist der Klub dann fertig", sagte Hoeneß der Münchner tz.

Deshalb sei auch ein Spieler wie etwa der Brasilianer Adriano von Inter Mailand für den FC Bayern kein Thema, "selbst wenn der Kaiser von China das fordern würde. Das funktioniert eben nicht".

Lincoln und van Buyten bleiben ein Thema

Allerdings hat Rummenigge noch einmal das Interesse der Münchner am Schalker Mittelfeldspieler Lincoln ("Ein guter Spieler") und am Hamburger Innenverteidiger Daniel van Buyten ("So ein Spieler passt zum FC Bayern") bekräftigt. Hoeneß wiederum hält es sogar für möglich, "dass wir vielleicht auch gar keinen kaufen".

Eine Absage erteilte Rummenigge den Plänen von Real Madrid, Abwehrspieler Lucio zu verpflichten: "Ich nenne keine Summen, weil wir gar nicht darüber nachdenken, ihn abzugeben."

Autor: dsc

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