Am ganzen Samstag war in den Stadien von sibirischen Verhältnissen die Rede. Das übernehmen wir für die Partie RWO gegen die Bielefelder Arminia sehr gerne.

RWO - Bielefeld 0:0

Arminia denkt über Schiriklage nach

Christian Brausch
20. Dezember 2009, 15:31 Uhr

Am ganzen Samstag war in den Stadien von sibirischen Verhältnissen die Rede. Das übernehmen wir für die Partie RWO gegen die Bielefelder Arminia sehr gerne.

Denn auch hier hätte man an alles gedacht, aber nicht unbedingt an eine stattfindende Partie in Liga zwei. Dennoch entschied sich Schiri Michael Weiner die Partie zwischen den zuletzt kriselnden Klubs anzupfeifen. Das alles bei knapp zehn Grad unter dem Gefrierpunkt, stürmischem Wind und Schnee ohne Ende. Daher war man sehr gespannt, wer mit den Bedingungen besser klar kommt. Die "Malocher" aus Oberhausen - die zuvor fünf Mal in Folge verloren? Oder die Ostwestfalen - zuletzt fünf Mal ohne eigenen Dreier?

Die Antwort nach dem torlosen Unentschieden vor 4629 bibbernden Zuschauern: RWO, speziell vor der Pause, als man das Spiel unter Kontrolle hatte. Und fast hätte es auch den Torjubel gegeben, aber die Flanke von Heinrich Schmidtgal – die den Weg ins Tor gefunden hätte – wurde von Andre Mijatovic von der Linie gekratzt. „Schade, dass wir vor der Pause nicht in Führung gegangen sind“, bilanzierte RWO-Coach Jürgen Luginger. „Da waren wir die bessere Mannschaft. Für die Verhältnisse war das ein sehr gutes Spiel meiner Elf. Wir haben den schneebedeckten Platz klasse angenommen."

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Was nach dem Wechsel auch die Gäste von sich behaupten konnten. Und so kamen die Arminen zu zwei sehr guten Möglichkeiten durch Zlatko Janjic, der nur knapp am Kasten vorbei schoss und Daniel Halfar, der in höchster Not von Thomas Schlieter erfolgreich bedrängt wurde. Auf der anderen Seite vergab zunächst Heinrich Schmidtgal, dann forderte RWO einen Elfmeter nach einem angeblichen Foul an Ronny König. Luginger: „Für mich war das eine klare Sache. Wenn wir den kriegen, gewinnen wir auch. Trotzdem können wir mit dem Zähler leben, denn die Leistung war ein klarer Schritt in die richtige Richtung. So können wir besser in die Rückrunde gehen.“

Ein zufriedener Luginger und auch Gäste-Trainer Thomas Gerstner war einverstanden mit dem torlosen Remis. „Es war bei eigentlich irregulären Verhältnissen das logische Remis. Auf dem Boden war es sicher eine interessante Partie. Die Zuschauer, die da waren, haben es sicher nicht bereut, auch mal so eine Begegnung zu sehen. Wir sind jetzt Dritter, das spielt für uns aber keine Rolle. Wir sind in Schlagdistanz nach oben, da ist nach der Pause noch alles möglich.“

Und RWO hat die Distanz nach unten sogar noch etwas ausgebaut. Mit acht Zählern Abstand zum Relegationsrang 16 geht es in die Winterpause. Fazit von Luginger: „Wenn uns das vor der Saison einer gesagt hätte, dann hätten wir das unterschrieben. Einen Dank möchte ich zum Schluss noch an unsere treuen Fans richten, die auch bei diesem Wetter ins Stadion kommen. Hut ab davor.“

Ein Dank an die Oberhausener Kulisse, andere Worte gab es auf der Bielefelder Seite. Nach den Vorkommnissen gegen Düsseldorf gab es eine zivilrechtliche Klage von Schiedsrichter Georg Schalk gegen Bielefelds Co-Trainer Frank Eulberg. Der damals genannte Grund war eine „homophobe und grob beleidigende Äußerung.“ Das schmeckte den Ostwestfalen wohl gar nicht, daher wollen sie nun eventuell mit gleichen Waffen zurück schießen. Gerstner erklärte: „Wir klagen vielleicht auch zivilrechtlich gegen Georg Schalk. Vielleicht auf verlorene Punkte oder verlorene Prämien.“ Was ernst gemeint war, sorgte auf der Pressekonferenz für einige Lacher. Mal sehen, wer am Ende der Geschichte lacht…

Autor: Christian Brausch

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