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Schalke: Höwedes-Kumpel Raphael Brinkert plant "Zukunftself"

Stefan Bunse
25. Februar 2021, 08:05 Uhr
Marketingexperte und S04-Fan Raphael Brinkert (rechts) will an der Zukunft des FC Schalke 04 mitbasteln Foto: firo

Marketingexperte und S04-Fan Raphael Brinkert (rechts) will an der Zukunft des FC Schalke 04 mitbasteln Foto: firo

Zusammen mit Leon Goretzka und Joshua Kimmich gewann er vor wenigen Tagen den Fairplay-Preis des deutschen Sports. Jetzt will der Marketingexperte und S04-Fan Raphael Brinkert an der Zukunft des FC Schalke 04 mitbasteln. Dafür will er die besten Köpfe unter den Schalke-Anhängern gewinnen. 

Raphael Brinkert ist die Zukunft des krisengeschüttelten FC Schalke 04 nicht egal. Der in Hamburg lebende Schalke-Fan aus Haltern möchte an der Neuausrichtung des Vereins im Sommer mitwirken. Deshalb will er nun eine Schalker Zukunftself zusammenstellen, die dem dann neu zusammenzusetzenden Aufsichtsrat vor der Mitgliederversammlung im Juni Handlungsempfehlungen mit auf den Weg geben will. "Die Zukunft von Schalke 04 geht uns alle an. Deswegen wollen wir mit allen, für die Schalke mehr als ein Verein, mehr als ein Karriereschritt oder nur ein Auswärtsspiel ist, die größte und beste Zukunftself aller Zeiten aufstellen. Eine Elf aus über 150.000 Mitgliedern und Millionen Fans, die in unruhigen Zeiten zusammen steht und gemeinsam Zukunft, Leitbild und Mitbestimmung des FC Schalke 04 fördern möchte" schreibt Brinkert auf der Homepage www.zukuntself.de

Brinkert ist kein Unbekannter in der Fußballszene. Neben der Marketingkampagne mit Goretzka und Kimmich "WeKickCorona" zählt auch der DFB zu seinen Kunden. Der 42-Jährige ist auch Marketingchef beim TuS Haltern und macht dort immer wieder mit kreativen Kampagnen auf sich aufmerksam. 

Für den S04 möchte er dies: "Eine Elf, die für Werte und Ideale des Arbeiter- und Malocherklubs einsteht und Transparenz lebt. Eine Elf, mit Schalk im Nacken und der Zukunft von Schalke im Blick. Eine Elf, die das Feuer weitergibt, bevor es erlischt. Eine Elf, von Fans gegründet, die dem Aufsichtsrat vor der Mitgliederversammlung Handlungsempfehlungen für die Zukunft geben möchte."

Selbst für den Aufsichtsrat kandidieren wollte Brinkert nicht, weil er sich weiter auf den Aufbau seiner Agentur konzentrieren möchte, die unter anderem den Bundestagswahlkampf der SPD begleitet. "Hinter der Idee der Zukunftself stehen langjährige Fans, Mitglieder, Sponsoren und Spieler des FC Schalke 04, die gemeinsam mit vielen tausend Mitgliedern und Millionen Fans den Verein beim Neustart unterstützen möchten" verrät Brinkert. 

Wer alles mitmacht, will er am 19.04. verraten.  "Dazu gehört, dass wir in den kommenden Monaten gemeinsam ein Konzept für den Neustart entwickeln, welches dem Aufsichtsrat konkrete Handlungsempfehlungen für den sportlichen, wirtschaftlichen und kommunikativen Neustart geben wird". 

Brinkert ist mit Schalkes langjährigem Kapitän Benedikt Höwedes befreundet, der im vergangenen Sommer auch ein Trainee-Programm in seiner Agentur angetreten hat. Vielleicht ist er ja im neuen Kompetenzteam dabei.

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Kommentieren

26.02.2021 - 19:21 - soso

Wieder mal ein Experte der alles besser macht. Beim TuS HA ist doch nix mehr los Brinkert.
Und das ist Amateurliga ! Alle gestandenen Kicker laufen weg !

Das ist doch jetzt Schauspielerei, Schalke ist ein paar Nummern zu groß ! Das ist nix für Anfänger,
die eine Plattform brauchen um sich zu präsentieren.

Den Benny habt ihr bei BWG weggejagt und er wäre heute noch in der Abwehr zu gebrauchen !!!

25.02.2021 - 18:39 - Schalker1965

25.02.2021 - 14:42 - RWO-Oldie

"Fazit: Nur Philosophie reicht nicht für den sportlichen Erfolg - nur Kohle aber auch nicht. Man braucht beides und Entscheider, die davon überzeugt sind."

Um deinen treffenden Kommentar auf den Punkt zu bringen:

Gesucht wird zunächst der Macher: Rudi Assauer2.0

25.02.2021 - 16:26 - It's man

@RWE-Oldie
Schließe mich an. Und dann kann man auch die Frage für sich beantworten, warum man eigentlich Fan eines bestimmten Clubs ist. Wenn alle Vereine nur professionell aufgestellte, moderne, global denkende Konzerne wären, die sich der wechselnden Dienste überdurchschnittlich begabter Spieler bedienen - wo sind da die Unterschiede? Spieler, die ich von der Schule oder vom Einkaufen her kenne, eben „echte Kinder der Stadt“ gibt es doch fast nicht mehr. Was verbindet mich also? Was hindert mich daran, morgen schon einem besser geführten und erfolgreicheren Verein anzuhängen? Eine mögliche Antwort: Charakter und Seele.
Leider liegen Charakter und Charaktervermarktung sehr dicht beieinander, sodass ich alle verstehe, die argwöhnen, es liefe doch nur auf einkömmliche Nostalgie-Folklore hinaus. So sarkastisch möchte ich aber nicht in die Zukunft blicken.

25.02.2021 - 14:42 - RWO-Oldie

@Ruhrperle, kann deinen Einwand gut nachvollziehen.
Dennoch finde ich es gut, dass Menschen mit Kompetenz sich um den Verein Gedanken machen.
Dabei müsste ein Spagath gelingen, den Du ja auch beschreibst: Herkunft behalten - Zukunft gestalten, könnte das Motto sein.
Nein, es werden keine Spieler mehr auf dem Feld stehen, die Halbtags noch Kohle abbauen.
Die Grundwerte aber, die den "Malocher" ausmachen (Einsatz, Gemeinschaft, Witz, Geselligkeit, Ehrlichkeit, Solidarität) müssen in die jetzige Zeit transformiert werden.
Allein diese Grundwert als Maßstab dafür, welche Trainer oder Spieler verpflichten werden, würden dafür sorgen, dass eine andere Mannschaft für Schalke aufläuft als die aktuelle. Die Frage ist, an welche Werte orientiere ich die Entscheidungen.
Diese Werte müssen natürlich auch von den Verantwortlichen gelebt werden. Wenn ich dann diese Werte mit den Tätigkeiten des ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden abgleiche, verstehe ich, warum Schalke ein ernsthaftes Problem hat.

Fazit: Nur Philosophie reicht nicht für den sportlichen Erfolg - nur Kohle aber auch nicht. Man braucht beides und Entscheider, die davon überzeugt sind.

25.02.2021 - 13:38 - hoppes04

Wenn das Konzept bedeutet "Make Schalke Schalke again" steige ich da als Investor ein, im kleinen Rahmen natürlich. Aber erstmal den 19.04. abwarten.

25.02.2021 - 13:32 - thokau

Da ist er ja wieder, der Dummschwätzer vom TUS Haltern!

25.02.2021 - 12:15 - Ruhrperle

Oh Herre, mir kommen die Tränen....
Wenn ich schon wieder lese " Arbeiter- und Malocherklub " dreht sich mir der Magen um ! Lang ,lang ist´s her , dass man mit Fug
und Recht vom Arbeiter- und Malocherklub reden konnte ! Galt auch für z.B. Westfalia Herne und SV Sodingen !
Diese Zeit endete doch wohl langsam mit den 1960ern !
Mit " Arbeitern und Malochern " kann man doch heutzutage im Weltfußball keinen Blumenpott gewinnen...!
Es zählen für die Reisenden in Sachen Fußball nur $$ und €€ , nichts anderes !
Alle Treuebekundungen und "Liebessymbole" sollen doch nur dem eigenem Renommee gelten und die Bekanntheits- und Sympathiewerte steigern !
Das weiß im Grunde jeder !
Wer also weiterhin vom "Arbeiter- und Malocherklub" spricht, belügt sich selber oder ist auf Stimmenfang bei den Träumern und Ewiggestrigen !
Schalke muss sich endlich von Mief und Muff vergangener Jahrzehnte befreien und den besonnenen und sachlichen Weg zu einem modernen und klar
strukturierten Klub werden !
Auf Kohle geboren - Angekommen in der Neuzeit(Moderne) !
Ein Verein kann auf beides stolz sein !

25.02.2021 - 10:13 - nilei

Endlich mal etwas Positives. Frische, junge und kluge Köpfe mit Ideen. Bin mal gespannt, was passiert. Es geht immer weiter. Gut so.

25.02.2021 - 09:14 - Gemare

Schlaue kluge Neue und junge Leute mit Zukunftsaussichten kann Schalke gut gebrauchen. Jetzt ist die Zeit um den Verein für die Nächsten Jahre aufzustellen.
Viel Glück dabei!!!

25.02.2021 - 08:56 - It's man

Brauchen wir nicht: Wir haben doch Ultras, die dem AR regelmäßig „Handlungsempfehlungen“ geben - direkt, persönlich, wertegetrieben.