18.06.2018

Schalke

Di Santo wird zum Ladenhüter

Foto: firo

Der Vizemeister würde den Argentinier verkaufen, es gibt jedoch keine Interessanten. Schalkes Dilemma: 2019 kann der Stürmer ablösefrei gehen.

Man muss sich nur kurz die Kaderliste des FC Schalke 04 für die nächste Saison in der Fußball-Bundesliga vor die Augen führen und kommt leicht zu der Erkenntnis: Als Stürmer darf sich Franco Di Santo angesichts der Konkurrenten Guido Burgstaller, Breel Embolo und Mark Uth (kommt von der TSG Hoffenheim) nicht allzu große Hoffnungen auf ausreichend Einsatzzeiten beim Deutschen Vizemeister machen. Deswegen würde Schalke gerne die Chance wahrnehmen und den Argentinier, dessen Vertrag 2019 in Gelsenkirchen endet, noch in dieser Transferperiode zu Geld machen. Übereinstimmenden Berichten zufolge wird daraus aber wohl nichts: Für Di Santo gibt es keine potenziellen Käufer, der 29-Jährige könnte für Schalke zu einem teurem Bankhüter werden.

Seit seinem Wechsel 2015 von Werder Bremen für eine Ablöse in Höhe von 6 Millionen Euro ins Ruhrgebiet hat Di Santo in 83 Spielen für S04 wettbewerbsübergreifend gerade mal ein Dutzend Tore erzielt, in der Liga waren es derer ganze fünf. Wie der Kicker und die Bild berichten, muss sich Schalke aber darauf einstellen, sein Verkaufsobjekt Nummer eins weiter behalten zu müssen. Auch eine Auflösung des Vertrags, der dem Angreifer ein Jahresgehalt von 4 Millionen Euro zusichert, erscheine unwahrscheinlich. Gut möglich, dass die Rechnung des Argentiniers aufgeht: Trainer Domenico Tedesco setzte ihn in der vergangenen Saison auch auf anderen Positionen (Zehner) ein. Sollte dies auch in der neuen Spielzeit der Fall sein, könnte sich Di Santo sogar auf der internationalen Bühne Champions League für einen neuen Verein empfehlen, Schalke ablösefrei verlassen und dann im Sommer 2019 ein üppiges Handgeld kassieren.

Di Santo, dazu die zurückkehrenden Leihspieler Benedikt Höwedes, Johannes Geis, Coke und Donis Avdijaj mit eher düsteren Aussichten auf eine Zukunft in Königsblau – sieht so aus, als hätte Sportvorstand Christian Heidel noch einen arbeitsreichen Sommer vor sich.

Autor: Andreas Berten

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