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Sprockhövel fährt zum Ex-Favoriten Schalke II

Heiner Wilms
30. April 2018, 23:07 Uhr

Foto: Nils Heimann

Vor der Saison glaubte eigentlich fast jeder an einen Alleingang der Schalker U 23. Doch die Königsblauen blieben hinter den Erwartungen zurück. Am Mittwoch geht’s gegen die TSG

Ihren bisher höchsten Saisonsieg feierten die Oberliga-Fußballer der TSG Sprockhövel am vergangenen Sonntag beim 6:1 gegen den FC Gütersloh. Viel Zeit zur Erholung bleibt jetzt aber nicht, denn bereits am Mittwoch steht das Nachholspiel gegen die U 23 von Schalke 04 auf dem Programm. Die Partie wird um 18.30 Uhr auf dem Rasenplatz am Parkstadion (Ernst-Kuzorra-Weg 1) angepfiffen.
Über den hohen Sieg gegen Gütersloh hat sich Sprockhövels Trainer Andrius Balaika natürlich gefreut, allerdings ist er weit davon entfernt, dieses 6:1 überzubewerten. Man spielt halt immer so gut, wie es der Gegner zulässt. Und die Gütersloher haben am Sonntag eine ganze Menge zugelassen.

In der Tabelle steht Gütersloh aktuell auf Rang 16. Das ist der letzte Platz, weil SC Hassel und TSV-Marl-Hüls bekanntlich ihre Mannschaften zurückgezogen haben und als Absteiger feststehen.

Weil Gütersloh also mit Sicherheit nicht zu den Übermannschaften der Liga gehört, verpasste Andrius Balaika der TSG eine andere Ausrichtung als in den Wochen zuvor. Die Sprockhöveler verlagerten ihr Spiel ein bisschen weiter nach vorne und versuchten, durch frühes Pressing den Gegner unter Druck zu setzen. „Das hat auch hervorragend geklappt“, sagte Andrius Balaika, der dann noch einmal die zentralen Mittelfeldspieler lobte. „Tim Dudda und Adrian Wasilewski haben einen super Job gemacht“, so Balaika, der sich jetzt aber auf das Spiel gegen Schalke konzentriert.

Die U 23 der Königsblauen galt vor der Saison als der turmhohe Favorit. Eigentlich, so die fast einhellige Meinung, ging es nur darum, wer Platz eins hinter den Gelsenkirchenern belegen würde. Doch Fußball ist ein recht seltsames Spiel. Manchmal kommt es ganz anders als vermutet. So auch in diesem Fall. Denn die junge Schalker Mannschaft, die im Prinzip ja unter Profi-Bedingungen trainiert, blieb weit hinter den Erwartungen zurück und dümpelte zwischenzeitlich sogar im unteren Mittelfeld herum.

Mauritz Mißner noch angeschlagen

Zuletzt hat sich die von Onur Cinel trainierte Mannschaft aber wieder halbwegs gefangen und belegt jetzt immerhin den fünften Platz. Rang zwei, der es zum Aufstieg mindestens werden muss, ist aber immer noch sieben Punkte weg. Und damit trennt die Gelsenkirchener noch ein ganzes Stück von der Regionalliga, die ja unbedingt erreicht werden soll. Sollte es mit dem Aufstieg am Ende nicht klappen, dann ist die Zukunft der Mannschaft ungewiss. „Wir müssen also davon ausgehen, dass Schalke alles tun wird, um doch noch auf einen der ersten beiden Plätze zu kommen“, sagt Sprockhövels Trainer Andrius Balaika, der sich also auf einen sehr angriffslustigen Gegner einstellt.

Balaika hat die Gelsenkirchener zuletzt auch beobachtet. Da werden sich seine Erkenntnisse aber in Grenzen gehalten haben, denn der Litauer war vor Ort, als die Schalker das Nachholspiel gegen den TuS Ennepetal mit 0:4 verloren. „Wir müssen davon ausgehen, dass sie gegen uns ganz anders auftreten werden“, sagt Balaika.

Vermutlich wird der Trainer am Mittwoch auf das gleiche Personal vertrauen wie am Sonntag im Spiel gegen Gütersloh. Wahrscheinlich wird es auch im Tor keinen Wechsel geben. Mauritz Mißner klagt immer noch über Beschwerden in der Schulter, hatte zuletzt mit Tim Michels aber einen guten Vertreter.

Autor: Heiner Wilms

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