16.08.2017

Westfalenpokal

Wattenscheid benötigt ein Erfolgserlebnis

Foto: Thorsten Tillmann

Beim Oberligisten TSG Sprockhövel muss die SG Wattenscheid 09 im Westfalenpokal alles geben, um die erste Runde zu überstehen.

Es herrscht wieder Pokalstimmung in Wattenscheid: Am heutigen Mittwoch ist die SG 09 in der ersten Runde des Westfalenpokals bei der TSG Sprockhövel zu Gast (19 Uhr). Nach nur einem Punkt aus den ersten drei Ligaspielen wollen die Wattenscheider diesmal als Sieger vom Platz gehen. „Wir wollen so weit kommen, wie es geht, aber bis dahin ist es ein langer Weg. Wir kennen beide Seiten der Medaille“, sagt Trainer Farat Toku.

Vor zwei Jahren gewann die SG 09 den Westfalenpokal im Finale gegen RW Ahlen und qualifizierte sich für den DFB-Pokal. In der vergangenen Saison hingegen war schon in Runde zwei gegen den Dortmunder Landesligisten BSV Schüren Schluss (1:4). Toku und seine Mannschaft haben also keinen Grund, den Oberligisten zu unterschätzen. „Wir wissen, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat. Wir werden alles geben und wollen gewinnen“, sagt der Trainer.

In der vergangenen Regionalliga-Saison gewann die SG 09 beide Spiele gegen Sprockhövel mit 2:0. Seit dem Abstieg hat sich der Kader bei der TSG an einigen Stellen verändert, vor allem junge Leute sind dazugekommen – darunter Enes Cönmez, der in der Jugend bis zur U19 in Wattenscheid gespielt hat und nun von der Spvgg Erkenschwick kam. Daneben sind Routiniers wie Kapitän Tim Dudda oder Ex-VfL-U23-Spieler Adrian Wasilewski geblieben. „Vor allem zu Hause auf ihrem Platz sind sie stark“, schätzt Toku ein. In Sprockhövel wird auf Kunstrasen gespielt.

Noch kein neuer Stürmer in Sicht

Doch darauf haben sich die 09er eingestellt, die ganze Woche auf Kunstrasen trainiert. Auch das Torschusstraining stand auf dem Programm, denn bislang haperte es vor allem an der Chancenverwertung. „Die Jungs sind auf einem guten Entwicklungsstand“, versichert Toku: „Die Ergebnisse passen nicht dazu und stören uns auch massiv. Die Jungs brauchen einfach ein Erfolgserlebnis.“

Ein neuer Stürmer ist nach wie vor nicht in Sicht, also müssen es weiterhin die Mittelfeldspieler richten – immer wieder stößt einer von ihnen ins Zentrum. Die Ausbeute war jedoch bislang zu gering, das System muss sich noch einspielen. „Es wäre schlimmer, wenn wir einen Katastrophen-Fußball spielen und gar keine Chancen hätten. Bei uns war es spielerisch gut, wir haben viel Aufwand betrieben“, findet Toku: „Wir müssen geduldig und fleißig bleiben.“

Bangen um Kapitän Buckmaier

Dabei hofft der Trainer, dass sein Team nicht wieder einem Rückstand hinterherlaufen muss. „Es ist mein Wunsch, dass wir diesmal in Führung gehen, wir müssen das vielleicht auch ein Stück weit erzwingen“, fordert Toku, der erneut um den Einsatz seines Kapitäns Nico Buckmaier bangen muss. Dafür ist Adrian Schneider nach seiner Magen-Darm-Erkrankung wieder an Bord. Hinter dem Einsatz von Predrag Stevanovic (Wadenprobleme) steht ein Fragezeichen.

Autor: Felix Kannengießer

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