05.08.2017

MSV - VfL

Darum war die Südtribüne nur halbvoll

Foto: Firo

Mehr als 3.000 Bochumer begleiteten den VfL nach Duisburg. Allerdings blieb der Oberrang über dem Gästeblock leer. Das hatte Gründe.

Für die Fans des MSV Duisburg begann das erste Heimspiel der Saison so wie das letzte der vergangenen: Mit einer beeindruckenden Choreographie auf der Steh- und Sitzplatztribüne hinter dem Tor. Es war ein beeindruckendes Bild, das die Zuschauer auf den Rängen abgaben: Über der Nordtribüne waren zunächst zwei riesige Blockfahnen mit der Aufschrift „Ultras Liberi“ gespannt, darunter der Schriftzug „Hunderttausend Kilometer, um jetzt genau hier zu stehen.“ Die Blockfahnen wurden danach eingerollt, darunter war ein Meer aus blauen und weißen Fahnen zu sehen – gesäumt von dunkelblauen Fahnen in den Ecken neben der Tribüne.



Auf der Gegenseite wiederum hatten sich die Bochumer – einheitlich in weiße Shirts gehüllt – im Steh- und Sitzplatzbereich für Gästefans positioniert. Vor dem Anpfiff präsentierten sie ein Banner mit der Aufschrift „Immer vorwärts, VfL Bochum“ – dahinter blau-weiße Fahnen. Und über dem Unterrang? Gähnende Leere. Denn der Oberrang über dem Gästebereich war leer geblieben. In Folge von Sicherheitsbedenken.

Duisburgs Geschäftsführer Peter Mohnhaupt erklärte auf Nachfrage: „Vereinsseitig hat es die Diskussion darüber, ob wir den Block auch für Gäste anbieten können, nicht gegeben.“ Vermutlich aber hätten die Zebras, die dem VfL bereits 350 zusätzliche Tickets für die Gäste-Fans angeboten hatten, ein noch größeres Kontingent zur Verfügung gestellt. Doch daran war nicht zu denken: „Sicherheitsgründe“, erklärte Mohnhaupt und ergänzte: „Die Polizei war dagegen.“

Es ist anzunehmen, dass der VfL eine wesentlich größere Anhängerschar mit zum Ruhrderby gebracht hätte. Im Nu war das ursprünglich angebotene Kontingent für Gäste vergriffen, und auch die zusätzlichen Tickets waren innerhalb weniger Stunden ausverkauft.

Ein schwacher Trost: Das Verhalten der VfL- und auch der Duisburger Fans vor und nach dem Spiel so wie während der 90 Minuten dürfte Anlass geben, die entsprechende Regelung zumindest zu überdenken.

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