20.07.2017

MSV 07

Neues Team begeistert Trainer Roenz

Während seiner ersten kompletten Vorbereitung als Trainer des Fußball-Bezirksligisten MSV 07 spricht Dirk Roenz von einer „Aufbruchstimmung“ auf dem Saarnberg.

Der Coach hat aktuell richtig Spaß an seiner Aufgabe und möchte den siebten Platz aus der Vorsaison auf jeden Fall verbessern.
„Ich hatte erst ein mulmiges Gefühl“, gesteht Roenz, denn mit Enver Muzaffer, Tolga Kaymak und Tufan-Can Canga hatten sich drei wichtige Spieler in Richtung Duisburg verabschiedet.
Mittlerweile ist die Laune des Trainers aber wesentlich besser. „Es sind nach wie vor super Fußballer und ich hätte alle gerne behalten, aber jetzt trauere ich ihnen nicht mehr nach“, sagt Roenz.

Grund dafür sind die Neuen beim MSV, die sich bislang allesamt gut eingefügt haben. Große Hoffnungen ruhen vor allem auf Mittelstürmer Daniel Petz, der aus Haarzopf gekommen ist. „Er bringt natürlich eine Statur mit, kann Bälle festmachen, ist ein richtiger Brecher“, sagt Roenz. Ein Spielertyp, der dem Spielverein bislang abging.

Für Tore soll auch David Nipken, langjähriger Torjäger des TuSpo Saarn sorgen. Mit Dimitri Steininger, Lars Brose, Christopher Weißfloh und Manuel Matenar bekommt der MSV jede Menge Landesliga-Erfahrung dazu. Die Rückkehrer Robin Wandel, Robin Götze und Maximilian Stundner komplettieren die Reihe der Neuzugänge.

[infobox-right]Der Kader des MSV 07:
Tor: Jamie Fischer, Timo Schunk
Abwehr: Marcel Büttgen, Benjamin Käsch, Fabian Nagel, Sergio Pinto Cruz, David Römer, Dimitri Steininger, Robin Wandel, Jan Zuweis
Mittelfeld: Lars Brose, Robin Götze, Dominik Hendricks, Blerim Hysenlekaj, Florian Klasen, Manuel Matenar, Philipp Reis, Tobias Schmidt, Maximilian Stundner
Angriff: David Nipken, David Petz, Pascal Roenz, Christopher Weißfloh
Trainerteam: Dirk Roenz (Trainer), Tim Peters (Co-Trainer), Volker Jopen (Betreuer), Christian Reck (sportlicher Leiter)[/infobox]

„Es ziehen alle super mit, wir haben hier eine echte Aufbruchstimmung“, hat Dirk Roenz beobachtet. Der Coach hat sogar in der Sommerpause zweimal in der Woche eine Trainingseinheit angeboten. „Wir hatten niemals weniger als 16 Mann. Zwar haben wir meistens nur Spielchen gemacht aber da war schon richtig Struktur drin“, findet „Mütze“.

Der Linienchef wird in der neuen Saison in einigen Spielen die Qual der Wahl haben. „Wir sind auf einigen Positionen doppelt besetzt“, sagt Roenz. Zum Beispiel im Tor, wo Jamie Fischer und Timo Schunk sich auf Augenhöhe bewegen. In der Breite ist der MSV gut aufgestellt, kann zwischen zwei bis drei Systemen problemlos wechseln.

Wer sich in der neuen MSV-Mannschaft in den Vordergrund spielen wird, muss sich in der ersten Saisonhälfte zeigen. In der vergangenen Spielzeit fand der Coach vor allem Jan Zuweis überragend, auch Philipp Reis habe seinen Durchbruch geschafft. Große Stücke setzen die „07er“ auf Florian Klasen, der nach langer Verletzung bald wieder richtig angreifen soll.

Neben dem Spielerischen setzt Dirk Roenz vor allem auf den Teamgeist. „Das ist mir ganz, ganz wichtig. Die dritte Halbzeit ist bei uns meistens auch bombastisch“, schmunzelt der Coach, der seit dieser Saison von Tim Peters unterstützt wird. „Er ist ein sehr gutes Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainer“, sagt Roenz.

Auf dem Platz möchte das Trainerduo wieder mehr auf das Fußballerische setzen als auf den Kampf. Durch die Neuzugänge bestehen auch wieder mehr Möglichkeiten, das Spiel von hinten heraus spielerisch zu eröffnen. „Da haben wir sicherlich noch Potenzial, in den Testspielen haben wir leider noch zu viele Bälle verloren“, so Roenz.

Eine erfolgreiche Saison kann auch von einem guten Start abhängen. „Ich hätte mir natürlich nicht direkt ein Derby am ersten Spieltag gewünscht“, sagt Roenz, der mit seinem Team beim SV Rot-Weiß startet. Ob dann schon auf dem neuen Kunstrasenplatz gespielt werden kann, wie „fussball.de“ behauptet, bleibt abzuwarten.

Den siebten Platz aus dem Vorjahr möchte der Coach in jedem Fall verbessern. Platz fünf ist das Saisonziel. Vereinschef Peter Hein ergänzt: „Da können wir uns auch mit anfreunden. Wir haben großes Vertrauen in Mannschaft und Trainer.“

Autor: Marcel Dronia

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