Die Zeit heilt alle Wunden? Auf den FCR 2001 Duisburg wird dies wohl nicht zutreffen. Zu groß sind die Konsequenzen, die mit dem Champions-League-Aus verbunden sind.

FCR 2001 Duisburg

Turid Knaak vor Wechsel nach Leverkusen

Desirée Kraczyk
21. April 2011, 16:55 Uhr

Die Zeit heilt alle Wunden? Auf den FCR 2001 Duisburg wird dies wohl nicht zutreffen. Zu groß sind die Konsequenzen, die mit dem Champions-League-Aus verbunden sind.

Nicht nur, dass die „Löwinnen“ in dieser Saison ohne Titel geblieben sind, viel schwerer wiegt vielmehr die entgangene finanzielle Prämie.

Was bleibt, ist die Frage, wie es in der kommenden Saison beim FCR weitergeht. Die Verantwortlichen wollen verstärkt auf Nachwuchstalente setzen, blicken dabei optimistisch auf das Vorbild Borussia Dortmund. „Die ein oder andere Spielerin wird bei uns ein Probetraining absolvieren“, sagt Trainer Marco Ketelaer. Zudem werden auch mit den Spielerinnen aus dem aktuellen Kader weiterhin intensive Gespräche geführt. Als Abgänge fest stehen Annemieke Kiesel und Femke Maes, die beide ihre Karriere beenden. Turid Knaak liegt ein unterschriftsreifer Vertrag von Bayer 04 Leverkusen vor. Und auch Marina Hegering, die zuletzt erfolgreich operiert wurde, wird mit der Werkself in Verbindung gebracht, genauso wie Anne van Bonn mit dem künftigen Erstliga-Aufsteiger Lokomotive Leipzig. Abteilungsleiter Frank Tresp betonte allerdings auf RS-Anfrage: „Sie war bei uns im Gespräch, das hat sich aber zerschlagen.“

Aber auch Ketelaer rechnet mit weiteren Abgängen. Da wäre zum Beispiel die Personalie Alexandra Popp. Die U20-Weltmeisterin, die noch einen Vertrag bis 2012 besitzt, hat freilich das Interesse der Konkurrenz geweckt, die bevorstehende Weltmeisterschaft könnte dieses noch einmal erhöhen. In Hinblick auf Simone Laudehr betonte Manager Dieter Weber hingegen: „Sie wird auch in der kommenden Saison in Duisburg spielen.“

Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass es eine Zäsur geben wird – und diese ist auch erforderlich. Zu enttäuschend war die Spielzeit, in der es kaum einer Akteurin gelang, ihr volles Potenzial abzurufen. Der Blick auf die Konkurrenz, die teilweise mächtig aufrüstet – allen voran der 1. FFC Frankfurt und der VfL Wolfsburg – wirft allerdings auch Bedenken auf, ob der FCR überhaupt noch unter den Top drei vorzufinden sein wird. Ketelaer wird sich dieser Herausforderung aber aller Voraussicht nach, es fehlen weiterhin die Formalitäten seitens seines Arbeitgebers, der Stadt Mönchengladbach, stellen.

Autor: Desirée Kraczyk

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