14.11.2010

U16-Junioren

BVB-Kicker Dudziak mit tollem Debüt

Ein gelungenes Debüt gab der 15-jährige BVB-Spieler Jeremy Dudziak im Nationaltrikot der U16-Nationalmannschaft beim 4:0 Sieg der DFB-Elf gegen Russland.

Der Borusse überzeugte links in der Viererkette und durfte als einer der ganz wenigen sogar durchspielen. Dudziak ist erst in seinem zweiten Jahr beim BVB und kickte vorher für den Revier-Rivalen Schalke 04. „Damals sind einige Spieler vom S04 nach Dortmund gewechselt. Unter anderem mein bester Kumpel. Da bin ich dann halt auch mitgegangen“, erklärt der 15-Jährige.

Und das sei kein Fehler gewesen, denn beim BVB habe man ihn mit offenen Armen empfangen. Was er in Leistung zurückzahlt. Derzeit steht die B-Jugend des BVB in der Bundesliga-West auf einem guten zweiten Platz, knapp hinter Bayer Leverkusen.

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Aber auch seiner eigenen Entwicklung tut die Veränderung offenbar gut. Denn der gebürtige Duisburger machte eine klasse Partie und das, obwohl er eigentlich nicht auf seiner angestammten Position eingesetzt wurde. „Ich spiele zwar da, wo der Trainer mich aufstellt, aber am wohlsten fühle ich mich doch auf der linken Seite im Mittelfeld.“ Was man unschwer beim Spiel gegen die Russen erkennen konnte. Denn: Wann immer sich die Gelegenheit bot, marschierte Dudziak die Linie lang und fütterte seine Stürmer mit Fuß mit präzisen Flanken.

Nur eine seiner überdurchschnittlichen Fähigkeiten. Er selbst hält sein technisches Vermögen für seine größte Stärke, kennt aber auch seine Schwächen exakt. „Vor allem in meinen ‚Rechten‘ muss ich noch viel Arbeit stecken“, so Dudziak selbstkritisch. Dass er über den dafür notwendigen Biss verfügt, glaubt man ihm gerne. Denn sein persönliches Motto lautet: „Die Leistung immer hochhalten und mich stets weiterentwickeln.“

Sollte ihm das weiterhin so eindrucksvoll gelingen, darf der Realschüler sicher weiter von einer Profi-Karriere, gar von internationalen Einsätzen, auch im Seniorenbereich träumen. Denn sein in Ghana gebürtiger Vater ist in Tunesien aufgewachsen und seine Mutter ist Deutsche. So hätte er im Falle eines Falles die Qual der Wahl zwischen gleich drei verschiedenen Nationalmannschaften. Der elegante Linksfuß wiegelt ab: „Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich auf jeden Fall immer für Deutschland spielen.“

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