RL

4 von 5 Herkenrathern sind immer noch gesperrt

20. Februar 2019, 11:32 Uhr

Foto: RS

Kurz vor dem Spiel bei Rot-Weiss Essen platzte beim TV Herkenrath die Bombe: Fünf Zugänge waren für die Partie bei RWE nicht spielberechtigt. Mittlerweile hat einer von diesen Spielern grünes Licht erhalten.

Daniel Lingen (kam von Viktoria Köln II), Fabio Manuel Dias (SG Wattenscheid 09), Celal Kanli (TV Dabringhausen) und Song Sheng Su sowie Armin Pjetrovic (Polen) kamen in Essen aufgrund fehlender Spielberechtigungen nicht zum Einsatz. "Das war sehr ärgerlich. Ich habe das alles erst in der Woche vor dem Essen-Spiel erfahren. Ich hatte natürlich schon meine Startelf im Kopf. Wenn dir dann plötzlich mehrere Leute wegbrechen, ist das nicht schön. Aber als Trainer habe ich auf die Spielberechtigungen keinen Einfluss und muss mit dem Spielermaterial auskommen, das mir für die jeweilige Begegnung zur Verfügung steht", sagt TVH-Trainer Giuseppe Brunetto.

Immerhin kann der Deutsch-Italiener am kommenden Samstag (14 Uhr) im Aufsteiger-Duell gegen den SV LIppstadt auf Armin Pjetrovic zurückgreifen. Dank des Einsatzes seines Beraters ist der Innenverteidiger für Herkenrath spielberechtigt. 


Quartett muss wohl bis zum 1. Juli 2019 auf die Spielberechtigung warten

Bitter für Lingen, Dias Kanli und Sheng Su: Sie werden aller Voraussicht nach ihre Spielberechtigung für den TV Herkenrath erst ab dem 1. Juli 2019 erhalten. Offensichtlich wurde seitens des mittlerweile nun zuständigen sportlichen Verantwortlichen Mick Thelen einfach „vergessen“, eine Einigung mit den abgebenden Klubs zu erzielen und fristgerecht zum 31. Januar für eine Freigabe der betroffenen Spieler zu sorgen. 

Unabhängig von den verbandsrechtlichen Versäumnissen stellt die entsprechende Sperre, die wohl bis zum 1. Juli gelten wird, natürlich auch für die betroffenen Spieler eine menschliche Tragödie dar. "Ich bin fassungslos, dass die selben Fehler wie im Sommer wieder begangen wurden“, sagt Kanli, der Trainer Brunetto in höchsten Tönen lobt und neben seinem eigenen auch dessen Schicksal bedauert: „Er ist mit viel Euphorie angetreten, hat eine gute hungrige Truppe zusammengestellt, zielstrebig mit sehr viel Engagement eine charakterstarke Mannschaft geformt."

Doch Brunetto hat trotz dieses heftigen Nackenschlags seinen Optimismus nicht verloren. "Wir haben in Essen ein gutes Spiel gezeigt. Diese Leistung wollen wir gegen die spielstarken Lippstädter bestätigen und uns mit Punkten belohnen. Ich glaube immer an eine Chance. Im Sport ist alles möglich, hier spielen Menschen gegen Menschen und oft siegt die Mentalität über die Qualität", betont der 45-jährige Familienvater.

Autor. Krystian Wozniak

Kommentieren