U'haching - Leipzig

Vorortklub blamiert die Millionentruppe

dpa
27. Oktober 2015, 22:30 Uhr

Foto: Tillmann

Die SpVgg Unterhaching hat für die nächste Sensation im DFB-Pokal gesorgt und in der Zweiten Runde Zweitligist RB Leipzig ausgeschaltet.

Nach dem überraschenden Coup gegen den FC Ingolstadt besiegte der Fußball-Viertligist am Dienstagabend auch die völlig planlose Millionen-Truppe von Trainer Ralf Rangnick hochverdient mit 3:0 (2:0).

Markus Einsiedler (5. Minute), Marco Rosenzweig (22.) und Thomas Steinherr (67.) schossen die leidenschaftlich kämpfenden Unterhachinger zum ersten Mal nach 2006/07 wieder ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Der bayerische Low-Budget-Verein darf sich damit über 527 000 Euro fürs Weiterkommen freuen.

Rangnick wirbelte seine Startelf ordentlich durcheinander und musste vor 5000 Zuschauern von Beginn an einen kopflosen Auftritt des Zweiten der Zweiten Bundesliga mitansehen. Erstmals so richtig ärgerlich wurde er nach dem Rückstand durch Einsiedler. Der Stürmer hatte schon beim 2:1 gegen Ingolstadt beide Hachinger Treffer erzielt. Rosenzweig versetzte dann die SpVgg-Fans im Alpenbauer Sportpark in Verzückung.

Die Leipziger hatten zwar ihre Chancen (31./34./39./59.). Doch entweder waren Davie Selke & Co. im Abschluss viel zu schlampig, oder SpVgg-Keeper Stefan Marinovic hielt ganz sicher. Nach Steinherrs Tor war die Sensation perfekt. «Oh, wie ist das schön», sangen die Hachinger Fans vergnügt.

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