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Klopp setzt in Liverpool auf seine alte BVB-Stärke

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Kommentar: Klopp setzt in Liverpool auf seine alte BVB-Stärke
Foto: firo

Liverpool ist nicht Englands beste Mannschaft. Aber sie ist leidenschaftlich. Vor zehn Jahren baute der Trainer den BVB erfolgreich um. Ein Kommentar.

Als Jürgen Klopp vor zehn Jahren von Mainz 05 zu Borussia Dortmund kam, gab es durchaus auch Zweifel. Würde sich dieser Mann aus der kleinen Mainzer Welt auch bei einem komplizierten Großverein wie dem BVB zurechtfinden? Schließlich war Klopp 2007 trotz seiner Motivationskünste mit den Mainzern aus der Bundesliga abgestiegen, und 2008 hatte der FSV den Wiederaufstieg verpasst.

Der BVB war damals alles andere als stabil. Er hatte verheerende Turbulenzen hinter sich, konnte nur unter größten Anstrengungen die Insolvenz abwenden und suchte nach Thomas Doll einen überzeugenden Trainer. Klopp, der auch durch brillante Auftritte als ZDF-Experte aufgefallen war, hatte einen großen Vorteil: Er glaubte an sich. Er traute sich das ganz große Ding zu, er war erkennbar heiß darauf.

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Klopp versprach nicht, den BVB wieder zum Meister zu machen. Er versprach etwas, wonach sich alle Fans der Schwarz-Gelben sehnten: Vollgasfußball. Und dafür bastelte er an der Mannschaft herum. Er vertraute den beiden 19-jährigen Innenverteidigern Mats Hummels und Neven Subotic. Er sortierte sogar die Torjäger Alex Frei und Mladen Petric aus, weil sie keine „jagenden Stürmer“ waren. Bis es irgendwann passte. Bis er ein Team hatte, mit dem er eine neue große schwarz-gelbe Ära prägen konnte.

Das alles erklärt den Prozess, den gerade der FC Liverpool erlebt. Auch diese Mannschaft konnte Klopp nicht auf Anhieb zur Spitze führen. Seine größte Stärke aber setzt er auch in England um: Er schafft es, seine eigene Leidenschaft auf die Spieler zu übertragen. Klopp-Teams gewinnen nicht schematisch. Klopp-Teams powern alles raus, was sie haben. Nicht immer ist das bis ins Detail taktisch durchdacht. Wer sich an seinem Offensivspiel berauscht, droht schon mal die Defensivarbeit zu vernachlässigen. So konnte Rom nach einem 0:5-Rückstand noch zu zwei möglicherweise wertvollen Auswärtstoren kommen.

Dem Fußball würde es guttun, wenn Liverpool ins Champions-League-Finale käme. Denn mit Klopp wäre ein Spektakel garantiert.

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