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Bocholt - TuRU D'dorf 2:3
Kus küsst TuRU wach

NL: 3:2 in Bocholt, TuRU mit viel Mühe zum Dreier

Tabellenführer TuRU Düsseldorf hatte beim ersatzgeschwächten 1. FC Bocholt mehr Mühe als erwartet, die Bilanz von fünf Siegen in Serie fortzuführen.

Selten hatte man eine Bank gesehen, die so unter Anspannung stand. Schon die letzten 30 Minuten hatten Trainer, Ersatzspieler und Funktionsteam durchgehend gestanden. Mit dem Schlusspfiff setzte schließlich ein Wettlauf zur Menschentraube in der Spielfeldmitte ein.

Dass der zweimalige Rückstand der Düsseldorfer noch umgebogen werden konnte, lag vor allem am nach einer Stunde eingewechselten Asim Kus. Nachdem er zunächst den Fuß in eine Flach-Hereingabe von Michael Rentmeister hielt, schlenzte er nur kurze Zeit später den Ball über Niklas Burdak hinweg gekonnt in die lange Ecke. „Ich dachte ich spiele von Anfang an, aber als ich rein kam, war ich heiß“, sagte der zu Hamborn 07 wechselnde Offensivakteur, „Die anderen Jungs haben es verdient, dass ich mich weiter voll reinhänge. Im Aufstiegsrennen können wir uns halt keine Aussetzer erlauben.“

Bocholt: Burdak – Brauer, Lütkebomert, Eul, Misselmani – Splitthoff, Methling – Bennies, Andreadakis (80. Vaccarello), Schmänk - Elsinghorst Düsseldorf: Agen – Steinfort, Kandora, Willems, Duran (59. Kus) – Hampel, Schweers, Intven (71. Nikolic), Bork (46. Homann) – Lopez Torres, Rentmeister Schiedsrichter: Markus Schüller (Korschenbroich) Tore: 1:0 Andreadakis (30.), 1:1 Schweers (32., FE), 2:1 Schmänk (45+1.), 2:2 Kus (74.), 2:3 Kus (78.) Zuschauer: 250

Turbulenter ging es im ersten Durchgang zu. Andreadakis hatte die Platzherren mit einem Sonntagsschuss aus spitzem Winkel in Front geschossen, doch schon im folgenden Angriff gelang der Ausgleich. Eigentlich hatte Pierre Brauer den Ball schon vor dem heraneilenden Rentmeister zu Ecke gespitzelt, als der Unparteiische zur allgemeinen Überraschung auf den Elfemeterpunkt zeigte. Sebastian Schweers verwandelte sicher, doch Bocholts Fußball-Obmann Georg Schmeink mochte sich nicht beruhigen und motzte sich auf die Tribüne. Fortan setze Bocholt auf Konter und wurde nach einer Kombination über Christoph Methling und Tim Elsinghorst, abgeschlossen von der Rückrundenentdeckung Jan-Niklas Schmänk noch vor der Pause belohnt.

„Wir haben den Krimi leider zugelassen“, meinte TuRU-Coach Frank Zilles nach dem Abpfiff, „weil wir in der ersten Halbzeit zu wenig Engagement gezeigt haben. Aber ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie wieder ins Spiel gefunden hat.“ Auf der Gegenseite war Spielertrainer Sebastian Eul gelassen. „Ärgerlich, dass die ansprechende Leistung nicht belohnt wurde“, war sein Kommentar. Der 15. Platz, den die "Schwatten" nun inne haben, ist aber schon zwei Spieltage vor Saisonende in Stein gemeißelt. Und weil zudem in der NRW-Liga der VfB Homberg so gut wie durch ist, schreiten die Planungen für die kommende Saison voran. Mit Gerrit Lange, Patrick Braun, Thorben Versteegen und Milan Dehnen wurde gleich ein Quartett von Viktoria Goch verpflichtet.

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