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SGW - RWE
Toku: "Essen hatte das Spielglück"

Foto: Dietmar Wäsche

Rot-Weiss Essen feiert vor 2317 Zuschauern im Lohrheide-Stadion in Wattenscheid einen 2:0 (0:0)-Sieg. Ein wichtiger Erfolg nach zuletzt sechs sieglosen Partien.

Nur noch wenige Minuten standen auf der Uhr. Kapitän Benjamin Baier wurde kurz vor dem Ende für Boris Tomiak ausgewechselt, dirigierte seine Mannschaft aber dennoch von außen und feuerte sie an. Es zeigt schon, wie wichtig dieser Erfolg aus Essener Sicht für das angeknackste Selbstvertrauen gewesen ist. „Wir sind alle total erleichtert, dass wir nach den schweren letzten Wochen endlich wieder einen Auswärtsdreier holen konnten“, gab Essens Trainer Karsten Neitzel nach der Partie zu

335 Liga-Minuten ohne Treffer: Pröger beendet RWE-Durststrecke

Nach einer an Torchancen armen ersten Halbzeit war es dann Kai Pröger, der in der 52. Spielminute den so wichtigen Führungstreffer für die Essener erzielen konnte. 335 Liga-Minuten waren die Bergeborbecker zuvor ohne Treffer geblieben. Den letzten Treffer erzielte Robin Urban beim 2:2-Unentschieden im Heimspiel gegen den SV Straelen. Gar 439 Minuten waren es her, dass die Essener Rot-Weissen das letzte Mal eine Führung erleben konnten, dies war beim 1:1-Remis in Verl der Fall. „Unterm Strich fand ich es nicht unverdient“, meinte Neitzel. „In der ersten Halbzeit gab es zwei Standardsituationen, die wir schlecht verteidigt haben. Trotzdem haben wir mutig Fußball gespielt und sind mutig angelaufen.“ Weitere Fehler oder Sachen, die ihm missfallen haben, sprach er jedoch nicht an: „Das bleibt dieses Mal in unseren vier Wänden.“

Das 2:0 der Essener legte dann kurz vor Schluss Lukas Scepanik nach. Kai Pröger hatte drei Minuten vor dem Ende am eigenen Strafraum zu einem Sprint bis zur gegnerischen Grundlinie angesetzt. Von dort aus spielt er den Ball dann zurück auf den Linksfuß, der den Endstand schlussendlich perfekt machte. Neitzel: „Bis Montag 11 Uhr freuen wir uns jetzt über diesen Sieg. Dann bereiten wir uns auf das nächste Heimspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen vor. Wir wissen, wie wichtig dieses Spiel für das Umfeld und die Tabelle sein wird.“ Gegen die Kleeblätter aus der Nachbarstadt haben die Rot-Weissen ohnehin nach dem verlorenen Niederrheinpokal-Finale noch eine Rechnung offen.

Bei den Gastgebern zeigte sich Wattenscheids Trainer Farat Toku enttäuscht, den Befreiungsschlag aus den unteren Tabellenregionen verpasst zu haben: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben alles reingelegt, allerdings hatte Essen das Spielglück.“ Für die SGW geht es am kommenden Wochenende zum Aufsteiger Lippstadt.

Autor: Stefan Loyda

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