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Champions League
Sancho und Brandt schießen den BVB ins Achtelfinale

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Borussia Dortmund hat in der Champions League das Achtelfinale erreicht. Der BVB besiegte Prag, Inter Mailand unterlag dem FC Barcelona.

Julian Brandt hätte wohl am liebsten die gesamte Südtribüne umarmt, als einer seiner Schüsse endlich im Tor landete. In der 61. Minute rannte er mit ausgestreckten Armen auf das Epizentrum des Dortmunder Stadions zu, schrie, um seine Emotionen irgendwie rauszulassen. Nachdem er zuvor eine feine Vorarbeit von Jadon Sancho genutzt hatte, um den Ball aus spitzem Winkel über die Linie zu befördern.

Es war ein Tor, das Borussia Dortmund dabei half, eine turbulente Champions-League-Partie gegen Slavia Prag mit 2:1 (1:1) für sich zu entscheiden. Und es war ein Tor, durch das sich der BVB für das Achtelfinale qualifiziert hat. Parallel verlor Konkurrent Inter Mailand gegen den FC Barcelona mit 1:2.

Die Qualifikation ist ein großer Erfolg für BVB-Trainer Lucien Favre. Der zu Beginn wie erwartet Julian Weigl für den zu Hause gestürzten Axel Witsel in der Startelf stellte. Mats Hummels kehrte nach seiner Sperre in der Bundesliga wieder in die Dreierkette zurück.

Und der 30-Jährige hätte fast direkt getroffen - schon in der fünften Minute scheiterte er nur knapp. Genauso wie Peter Olayinka auf der Gegenseite. Dessen Kopfball parierte BVB-Torhüter Roman Bürki (8.). Die Chance für die Gäste war ein frühes Zeichen, dass hier ein Gegner angereist war, der zwar schon ausgeschieden war, aber die Dortmunder keineswegs nur beim Kombinieren bestaunen wollte.

Auch wenn der BVB sein Offensivspiel zu Beginn der 90 Minuten durchaus ansehnlich gestaltete. Da machten Kapitän Marco Reus, Thorgan Hazard und Jadon Sancho da weiter, wo sie beim beeindruckenden 5:0-Erfolg über Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga aufgehört hatten. Sie pressten, sie kombinierten, sie rauschten immer wieder durch die gegnerische Defensive.

Wie beim Führungstor. Julian Brandt passte auf Reus, der alleine aufs Prager Tor zumarschiert, dabei die Übersicht behielt und Sancho freispielte. Der Engländer musste den Ball nur noch ins freie Tor schieben (10.). Die Dortmunder führten – und hätten weitere Treffer erzielen müssen. Vor allem Reus scheiterte zweimal freistehend an Torhüter Ondrej Kolar (15., 23.).

Doch wie es sich in der achten Minuten schon andeutete, wollten die Prager an diesem Spiel teilnehmen. Die Mannschaft von Trainer Jindrich Trpisovsky tauchte immer wieder gefährlich vor dem BVB-Tor auf. Die Borussia konnte sich mehrfach bei Bürki bedanken, der herausragend hielt, weswegen ihn die Fans sogar mit Sprechchören feierten. Vor allem in der 34. Minute verrenkte sich der Schweizer, um einen abgefälschten Schuss von Lukas Masopust noch irgendwie über die Latte zu lenken.

In dieser Phase verlor der BVB langsam den Faden. Was Slavia zu nutzen wusste. In der 43. Minute stürmten die Gäste über die rechte Seite nach vorne. Hummels fehlte in der Dreierkette, weil er zuvor ausgerutscht war. Den Raum nutzte Tomas Soucek, der nach einer Flanke den Ausgleich erzielte.

Die Dortmunder mussten also wieder treffen. Julian Brandt war der erste, der sich in der zweiten Hälfte mit einem Schuss aus gut 20 Metern dem gegnerischen Tor annäherte (50.). Hazard scheiterte ebenfalls (59.). Dann machte es Brandt besser (61.). Der Abend blieb trotzdem turbulent. Weigl sah nach einem Foul Gelb-Rot (76.). In Unterzahl rettete sich der BVB aber über die Zeit, weil Bürki weiterhin sensationell hielt.

Deswegen steht fest: Wenn am kommenden Montag das Achtelfinale der Champions League ausgelost wird, sind die Dortmunder dabei.

So spielen der BVB und Slavia Prag

BVB: Bürki - Akanji, Hummels, Zagadou - Hakimi (83. Balerdi), Brandt, Weigl, Guerreiro - Hazard (83. Piszczek), Reus, Sancho (87. Dahoud). Trainer: Favre

Slavia Prag: Kolar - Coufal, Takacs (83. Husbauer), Kudela, Boril - Soucek, Sevcik - Masopust (72. Traoré), Stanciu, Olayinka - Skoda (64. Yusuf). Trainer: Trpisovsky

Schiedsrichter: Karasev (Russland)

Tore: 1:0 Sancho (10.), 1:1 Soucek (43.), 2:1 Brandt (61.).

Gelb-Rot: Weigl (BVB, 77.).

[article=463460]Die Brennpunkte zur Partie[/article]

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6 Eintracht Frankfurt 32 11 12 9 48:47 1 45
7 SC Freiburg 32 11 8 13 43:55 -12 41
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
3 VfB Stuttgart 16 12 3 1 46:15 31 39
4 RB Leipzig 16 11 3 2 39:11 28 36
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