WSV freut sich über Punkt beim Liga-Primus - Viktoria Köln - Wuppertaler SV

23.03.2019

RL West

WSV freut sich über Punkt beim Liga-Primus

Foto: Rittershaus

In der Regionalliga West konnte der Wuppertaler SV einen glücklichen Punktgewinn bei Tabellenführer Viktoria Köln feiern. Rund 1.500 Zuschauer im Sportpark Höhenberg sahen am Samstagmittag ein torloses Remis.

„Es ist für uns natürlich ein unfassbar glücklicher, aber auch hart erkämpfter Punkt“, betonte Wuppertals Trainer Adrian Alipour nach der Partie. Der 40-jährige Übungsleiter musste zu Beginn der Partie mit ansehen, wie sich seine Mannschaft gegen eine starke Viktoria enorm schwer tat und auch ein Stück weit überfordert war.

Alipour erkennt "hohe Klasse" von Viktoria Köln an

Die Domstädter schnürten die Gäste tief in deren eigene Hälfte ein, ließen den Ball kontrolliert durch die eigenen Reihen zirkulieren und suchten mutig nach der Lücke im Wuppertaler Abwehrverbund. 


„Man hat zu jedem Zeitpunkt die hohe Klasse von Köln aufblitzen sehen“, erkannte auch Alipour. In der 13. Spielminute hatte der WSV Glück, nicht in Rückstand zu geraten – Kevin Holzweiler traf aus rund 20 Metern nur den rechten Pfosten. 

Unmittelbar danach konnten sich die Rot-Blauen bei ihrem Schlussmann Niklas Lübcke bedanken, der gegen Kölns Mike Wunderlich mit einer herausragenden Fußabwehr parierte (15.).

Die Frage, die sich die mitgereisten Fans aus Wuppertal stellten, war zweifellos: Wann wacht der WSV endlich auf? Bis zur Pause dominierten die Hausherren das Spielgeschehen, ließen Wuppertal nicht ein einziges Mal zur Entfaltung kommen – oder gar aus der eigenen Hälfte. Die Gäste wiederum standen tief, verteidigten kompakt und waren auf Konter bedacht, jedoch ohne Erfolg.

Umstellung bei Viktoria Köln fruchtet nicht

„Wir haben es geschafft, uns Chancen herauszuspielen, konnten dann aber den Punch nicht setzen“, analysierte Kölns Trainer Patrick Glöckner, der im zweiten Spielabschnitt „auf zwei Stürmer umgestellt“ hatte. Daraus resultierte letztlich auch, dass die Viktoria ihre Angriffe in der Folge über das Zentrum fuhren. Durchaus vielversprechend, unter dem Strich aber nicht erfolgreich – und zwar weil Gäste-Torwart Lübcke seine hervorragende Leistung aus Hälfte eins krönte: Während WSV-Kapitän Gaetano Manno auf der einen Seite mit seinem Distanzschuss an Sebastian Patzler scheiterte, machte Lübcke eine Chance von Sven Kreyer erneut mit einer sensationellen Fußabwehr zunichte.


Autor: Tim Rother

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26.03.2019 - 03:39 - neigefraiche

Ein interessanter Beitrag? Mir scheint er zu wenig bis gar nicht differenziert zu sein. Ob der Trainer für einen Brand verantwortlich ist, kann ich nicht beurteilen. Den Kredit bei mir selbst hat er schon länger zurückgezahlt, aber das heisst nichts. Ein Krämer wäre frei, mit dem KFC einen Punktedurchschnitt von satten 2,28 eingefahren .... Aber ob er zur Viktoria passt, kann ich auch nicht beurteilen, kenne seine Philosophie nicht.

Viktoria als satten, alten Löwen zu bezeichnen ist undifferenziert und sehr gewagt. Beispiel Saghiri, er ist 22 Jahre, spätes Eigengewächs, kaum einer kann ihn an Dynamik übertreffen. Will in seinem jugendlichen Leichtsinn ab und an mit dem Kopf durch die Wand, macht aber schon einiges recht gut. Beispiel Wunderlich, 33. Ihn als satt zu bezeichnen ist fahrlässig. Kaum einer identifiziert sich mehr mit dem Verein und dessen Zielen. Er durchläuft gerade eine Seuchensaison, kommt alle paar Jahre mal vor, ändert aber nichts an seiner Loyalität!! Auch Eichmeier, wenn er denn mal sein erstes Saisonspiel machen könnte. Er wäre eine Lösung in dieser Phase. Beispiel Reiche, 31, in seinem 5. Jahr ebenfalls ein "Oldie" bei der Viktoria. Löst seine Aufgaben stets hervorragend und vorbildlich. Gleiches gilt für Koronkiewicz. Auch Hebisch hat noch kein Spiel bestritten, alle im besten Fußballalter. Und warum Holzweiler, Derflinger, Handle und Lang im mittleren Fußballalter gesättigt sein sollen, ist mir ein Rätsel.... Allesamt Startspieler, oder solche, die es wären, wenn denn einsatzfähig. Auch den nichtgenannten will ich die generelle Leistungsmotivation in ihrem Job und Einsatzwillen für die Mannschaft nicht absprechen. Sie spielen alle einen gepflegten Ballbesitzfußball der 2000er Jahre, mit allen Höhen und Tiefen, Vor- und Nachteilen. Nur leider ist das ein Stil der 2000er, der spätestens seit der WM nicht mehr zeitgemäß ist .... Die WM hat allen gezeigt, wie ein Mauerfußball mit Nadelstichen à la WSV beispielsweise höchst effektiv sein kann. Noch mehr Ballbesitz ist nicht die Lösung, sondern Tempofußball, taktische Vielseitigkeit, einstudierte Spielzüge, brandgefährliche Standards, südländische Raffinesse, und Leute, mit denen man soetwas durchziehen kann (Leistungsfähigkeit), um nur einiges zu nennen ....

25.03.2019 - 20:49 - RWO-Oldie

@Natürlich wollen wir den Strohhalm greifen, mit allem was geht. Denn die Chance ist da.
Wenn Viktoria strauchelt, wollen wir da sein.

simsalabim hat da ja was sehr Interessantes beigetragen. Sieht er eine andere Viktoria?

25.03.2019 - 10:39 - simsalabim

Bei der Viktoria brennt der Baum. Ich glaube der Trainer hat nicht mehr viel Kredit bei den Verantwortlichen. Es fehlt an Leichtigkeit und Spielwitz. Alles zu behäbig und abgehakt. Für mich wirkt die Viktoria wie ein satter, alter Löwe, der seine Glanzzeit schon hinter sich hat. Da muss frisches Blut her! Spieler die noch hungrig sind und unbekümmert. Was da am Samstag auf dem Platz war waren Spieler, denen der Aufstieg gar nicht so am Herzen liegt. Die meisten sind nächstes Jahr eh nicht mehr Bestandteil der Mannschaft.

25.03.2019 - 06:10 - neigefraiche

RWO kann nicht, RWO MUSS alles gewinnen, um Viktoria noch abzufangen - das erzeugt eher Grübelei als ein mögliches Einbüßen des 6-Punkte-Vorsprungs auf Viktoriaseite oder eine verpasste Chance den 6-Punkte-Vorsprung wieder zu vergößern. Und eigentlich sind es derzeit sogar 7 Punkte Vorsprung....

Sicher, RWO muss nicht aufsteigen, aber werden sie nächste Saison (ggf. im Wettbewerb zu Lotte, Fortuna, oder gar RWE, aber auf jeden Fall mit SVR) auch wieder so dicht am Aufstieg kratzen können? Sie werden diese Chance heute nutzen wollen, und angesichts der erwartungsvollen Fans ergreifen MÜSSEN, das ist die Mannschaft sich und dem ganzen Umfeld schuldig. Und das erzeugt Druck, von Spiel zu Spiel, in jeder Minute, in jeder Szene. Viktoria hat über die Jahre inkl. Relegation und Aufholjagd gegen Lotte und KFC gelernt mit derartigem Druck umzugehen .... RWO steht diesbezüglich erst am Anfang. Woher also soll Grübelei kommen, wenn nicht aus Oberhausen?

24.03.2019 - 21:59 - RWO-Oldie

RWO kommt keiner ins Grübeln. Der Aufstieg wäre eine absolute Sensation. Wir können nur noch gewinnen - Viktoria aber alles verlieren. Wie du richtig sagst, ihr habt alles in der Hand.

24.03.2019 - 11:11 - neigefraiche

Souveräntät und Spielglück muss man sich erarbeiten - und daran mangelt es derzeit m.E. Die Vorbereitung ist nicht optimal. Kommt das eine, so auch das andere. Natürlich ist Viktoria noch nicht aufgestiegen, recht hast du, allerdings sind die Hindernisse überschaubar, und nicht schwerer zu überwinden als die, die sich vor RWO aufbäumen (weitestgehend sogar identisch). Und sebst wenn hinter den Viktoriakulissen der eine oder andere Pessimist ins Grübeln kommen sollte, der wird nicht auf dem Platz stehen, sondern 11 gestandene Fußballspieler, und die wiederum haben dort in 90 Min. keine Zeit zum Grübeln, .... Obwohl, wenn man das Spieltempo isoliert betrachtet, dann wäre noch genügend Zeit für ganz andere Dinge .... Dennoch bin ich mir sicher, Viktoria bekommt noch die Kurve, Ansätze sind ja vorhanden, an Vielem fehlt es nicht, zumindest was das RL-Niveau betrifft.

Und wer sagt, RWO bleibt nach einem 3:3 daheim gegen "Mittelmaß" frei von Grübeleien? Zuletzt hat RWO ebenfalls sehr viel liegengelassen ....

24.03.2019 - 08:55 - RWO-Oldie

@neigefraiche, weil ihr gerade einfach nicht mehr die Souveränität und das Spielglück habt. Weil nun der Eine oder Andere im Verein ans Grübeln kommt. Du magst ja recht haben mit deiner Analyse, dennoch: aufgestiegen seit ihr noch nicht.

24.03.2019 - 03:46 - neigefraiche

Das beruhigende am Restspielplan ist die Tatsache, dass RWO Viktorias Gegner auch noch stemmen muss. Warum also kein gutes Gefühl haben? Der Restspielplan sagt mir auch, dass der SVR am Ende vor RWO stehen wird, eine Mannschaft die enorm viel leistet, auch ohne Lizenzantrag. Hut ab vor dieser Mentalität. Viktoria (und RWO) müssen beide noch drei harte Brocken erlegen. Viktoria hat bis zum Finale noch drei packende Derbies vor sich, und RWO nur eines, und den WSV. Das kompensiert sich nahezu, dat jode Jeföhl ist weiter berechtigt.

Doch mit Blick auf eine mögliche Saison in Liga 3 sehe ich weniger optimistisch. Der WSV hat mit einfachsten Mitteln mehr als verdient einen Punkt geraubt. Einen funktionierenden Matchplan klug umgesetzt, auf allen Positionen, und Viktoria fällt nichts weiter dazu ein ihren Stiefel herunterzuspielen. Kein Tempo, keine Tempoverschärfung, kein Druck über eine längere Phase, keine überraschenden Spielzüge. Und als es mal etwas schneller wurde (in der letzten Viertelstunde), da spielte der WSV mit und es wurde vogelwild. Mit jeder gewährten Standardsituation, und das waren viele, viel zu viele, musste der Rückstand befürchtet werden. Und selbst konnte sich Viktoria kaum welche erspielen. Denn wenn nichts läuft, dann funzen Standards, aber leider nicht bei Viktoria.

Anerkennend die Bemühungen. Es waren im Ansatz raffinierte Passversuche zu erkennen, doch für den WSV stets leicht zu verteidigen, weil Viktoria den Rhythmus nicht bereit war zu ändern. Kein wahrnehmbares Risiko bis Minute 80, wohlwissend, dass bei mehr Risiko sogleich die Defensive wackelt. Da stimmt's noch nicht. Und wirft man einen Blick auf die derzeitige Torschützenliste, dann erkennt man eine weitere Baustelle .... Nennt mir eine Torschützenliste, wo der Tabellenführer unter den Top-8 überhaupt nicht vertreten ist. Die gibt es nur in der RL West. Das Trotzdem die Tabellenführung herausgesprungen ist und über einen längeren Zeitraum verteidigt werden konnte, das spricht für den zweiten Anzug der Viktoria, und nicht gerade für die Verfolger. Noch ein Grund, warum das jode Jeföhl nicht weichen will.

Und um dann auch noch mal den (ein Adjektiv schenke ich mir an dieser Stelle) Kommentar des unmittelbaren Vorredners zu berücksichtigen, stelle ich die Gegenfrage: "Warum? Nenne mir einen nachvollziehbaren Grund! Einen sachlich fassbaren (und nicht so ein weichgespültes Gedöns wie Tradition o.ä.)!"

Und was die Stimmung anbetrifft: Muss ich beipflichten, saß gestern vor dem Monitor, drehte den Lautstärkepegel weit hauf und hörte .... wenig, also allgemein auch wenig. Das ist bedauerlich, aber aus meiner Sicht besser so, als irgend ein choreografiertes, künstliches Gegröle.

Zitat: "Nun weiß ich wo der Begriff Leidenschaft herkommt. Die Fans sind in den letzten Wochen schon arg gebeutelt, doch da war zu spüren was Fußball für die Fans bedeutet"
Das mag für die Ohren ja nett klingen, aber umgeben sein von Fans, denen Fußball "unfassbar viel" bedeutet, zu "Religion" wird, das möchte ich nicht, und schon gar nicht mit Kindern an der Hand. Das lehrt mich meine Erfahrung. Das ist auch irgendwie unausgewogen ....

24.03.2019 - 00:02 - RWO-Oldie

Na, geht da irgendjemandem auf der Schäl Sick der Stift?

23.03.2019 - 23:53 - Jünther, Jötz und Jürgen

Waren heute in Köln. Die 1 HZ auf der Tribüne bei den Viktoria Fans. Was war das denn?
Liebe Kölner. Ich hatte mich auf einen schönen Nachmittag bei einem kommenden 3. Ligisten gefreut.
Die Stimmung war ja gleich null. Ich war ja gefrustet.
Bin zur Halbzeit mal zu den Wuppis auf die Tribüne. Der Verein der Leiden schafft. Nun weiß ich wo der Begriff Leidenschaft herkommt. Die Fans sind in den letzten Wochen schon arg gebeutelt, doch da war zu spüren was Fußball für die Fans bedeutet. Hut ab. Verdienter Punkt.

23.03.2019 - 23:48 - RWE-Tom

Schäl Sick, Rödinghausen kann euch egal sein, da die keine Drittligalizenz beantragt haben.
Aber mit eurer Startruppe dürftet ihr auch gar keine fünf Punkte mehr abgeben.

23.03.2019 - 22:26 - Düssel-Eddy

Danke wuppis

23.03.2019 - 18:43 - Schäl Sick

Hab kein gutes Gefühl. Immerhin haben wir mit Rödinghausen und Oberhausen zwei Verfolger im Nacken. Wenn einer von denen eine Serie hinlegt, dann wird es ganz eng. Nächste Woche gehts nach Siegen zu Kaan-Marienborn. Da gewinnt man auch nicht im Vorbeigehen. Es bleibt spannend.

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