LL WF 3

Wer lacht zuletzt im irren Meister-Dreikampf?

Justus Heinisch
07. Mai 2019, 07:30 Uhr

Foto: Sabine Hahnefeld

Die Lage in der Landesliga 3 Westfalen spitzt sich zu: Drei Teams können noch Meister werden. Darunter auch der FC Frohlinde, der unbedingt in die Westfalenliga aufsteigen will. 

Lange war Frohlinde der Gejagte. Die meiste Zeit der Saison stand die Mannschaft von Trainer Stefan Hoffmann auf dem ersten Rang. Doch den Platz an der Sonne hat mittlerweile der SC Obersprockhövel mit 56 Punkten inne. Punktgleich direkt dahinter: der SV Sodingen. Hoffmanns Frohlinder haben 54 Zähler auf dem Konto. Der Coach analysiert messerscharf: "Wir sind jetzt der Jäger!"

Dies allerdings hat sich die Mannschaft aus Castrop-Rauxel selbst eingebrockt. Nur sieben von 21 möglichen Punkten holte Frohlinde aus den vergangenen sieben Spielen. Hoffmann weiß jedoch, woran es lag: "Es fehlte das Matchglück. Und dann hatten wir auch Verletzungspech. Diese Krise kam einfach zum falschen Zeitpunkt." Das Gute: Die Verletzungen sind auskuriert, der Kader wieder voll.

Brewko erlöst den FC

Das machte sich am vergangenen Wochenende bemerkbar, als der FC beim Hombrucher SV mit 1:0 gewann. Ein gutes Landesliga-Spiel, aber auch ein denkbar knappes. Das goldene Tor erzielte Kevin Brewko acht Minuten vor dem Spielende. Nun geht es gegen den TuS Wiescherhöfen, der im Mittelfeld der Tabelle steht.

Auch die dritte Mannschaft im Meisterschaftsrennen, der SV Sodingen gewann. Und zwar mit 4:2 gegen SuS Kaiserau. Obersprockhövel gab sich ebenfalls keine Blöße und überzeugte beim 7:0-Sieg über Wacker Castrop. Nun geht es für den Tabellenführer zum SV Brackel, ehe es zum Showdown kommt: Frohlinde trifft auf Obersprockhövel.

Aber: Hoffmann denkt noch gar nicht an das womöglich entscheidende Spiel am vorletzten Spieltag: "Wenn wir gegen Wiescherhöfen verlieren, brauchen wir gar nicht erst nach Obersprockhövel fahren. Jetzt ist jedes Spiel ein Endspiel." Falls der Sieg gegen den TuS aber gelingt, dann ist eine Woche später Action garantiert. "Wir werden aber nichts Verrücktes machen. Es ist gut, in der Routine zu bleiben", sagt Hoffmann. "Es war vorher klar, dass es so einen Kampf um die Meisterschaft gibt. Es sind ja alles gute Mannschaften."

Sodingen hat noch Chancen

Und dann ist ja auch noch der SV Sodingen im Rennen. Der ist allerdings dazu verdammt, am kommenden Wochenende zuzuschauen. Er hat spielfrei. Aber wer weiß, vielleicht schiebt sich der Sportverein ja noch an Frohlinde und Obersprockhövel vorbei. Immerhin klauen sich die beiden in zwei Wochen gegenseitig die Punkte. Mit der DJK Wattenscheid und Mühlhausen-Uelzen hat Sodingen zwei machbare Aufgaben vor der Brust. 


Autor: Justus Heinisch

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