Der 4:0-Auswärtssieg über den 1. FSV Mainz 05 war für Borussia Dortmund bereits der dritte Bundesliga-Dreier in Serie. Mittelfeldspieler Julian Weigl nennt die Gründe dafür und blickt auf das Topspiel gegen RB Leipzig.

Dritter Sieg in Folge

Weigl über den BVB-Lauf und das Topspiel gegen RB Leipzig

Chris McCarthy
14. Dezember 2019, 17:55 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Der 4:0-Auswärtssieg über den 1. FSV Mainz 05 war für Borussia Dortmund bereits der dritte Bundesliga-Dreier in Serie. Mittelfeldspieler Julian Weigl nennt die Gründe dafür und blickt auf das Topspiel gegen RB Leipzig.

„Ich denke, wir haben einfach Selbstvertrauen getankt in den letzten Spielen“, sagte Julian Weigl nach dem 4:0 des BVB über Mainz 05 bei Sky. Als Knackpunkt sieht der 24-Jährige dabei die Umstellung auf eine Dreierkette. Seitdem hat Borussia Dortmund in der Bundesliga drei Mal in Folge gewonnen: 2:1 bei Hertha BSC, 5:0 gegen Fortuna Düsseldorf und jetzt das 4:0 in Mainz.

„Die Systemumstellung hat uns gut getan“, erklärt Weigl und betont: „Das war auf jeden Fall der richtige Schritt, um Sicherheit hinten zu bekommen mit den drei Jungs. Bisher funktioniert das sehr, sehr gut. Die letzten Spiele haben Mut gegeben und so langsam kommt das Selbstverständnis , auch im Ballbesitz wieder zurück. So gewinnt man auch hier 4:0.“

Hertha-Spiel als Dortmunder Initialzündung

Dabei ist vor allem das erste Spiel der kleinen Siegesserie hervorzuheben. Trotz Unterzahl nahmen die Schwarzgelben alle drei Punkte aus Berlin mit. Weigl: Gerade mental, wir haben ja viel über Mentalität gesprochen und ich glaube, das war ein Sieg, wo jeder über seine Grenzen gegangen ist, sich in jeden Ball geworfen hat, auch in Unterzahl. Sowas gibt dir Mut. Im nächsten Spiel gegen Düsseldorf haben wir dann auch das Fußballerische wieder gezeigt.“

Gegen Mainz wurde der positive spielerische Trend nun bestätigt. Am Dienstag, im Duell mit dem Zweitplatzierten, RB Leipzig, könnte er dann vergoldet werden. Der Defensivallrounder sieht das ähnlich: „Ich denke, es ist sehr, sehr wichtig. Das ist ein absolutes Topspiel. Wir wissen, was Leipzig drauf hat. Sie spielen eine sehr gute Saison, aber wir wollen im letzten Heimspiel gewinnen und positiv in die Winterpause gehen.“

[Widget Platzhalter]

Mehr zum Thema

Kommentieren

14.12.2019 - 20:20 - Kuk

Wenn ich das richtig einschätze, möchte Favre Alcácer nach seiner Verletzung wieder langsam heranführen und keine unnötige neue Verletzung riskieren.
Heute sollte Alcácer wohl wieder etwas Spielpraxis gewinnen. Dieser Wechsel war wohl bei einer klaren Führung vermutlich genau so geplant und
ist für mich auch nachvollziehbar.

Eine Spitzen-Mannschaft hat auf jeder Position mindestens zwei Top-Spieler. Das hilft bei Verletzungen, Sperren, Formkrisen, hohen Belastungen etc.
Gerade in den vergangenen Monaten habe ich einen klassischen Torjäger sehr vermißt. Es können auch mal zwei Torjäger -z.B. gegen Spielende bei einem Rückstand- spielen.

Im Idealfall unterscheiden die zwei um eine Position kämpfende spieler in ihren Anlagen, so dass die Aufstellung abhängig vom Matchplan erfolgen kann.
Wenn ich das richtig sehe, gibt es klassische Mittelstürmer (Lewandosky, Aubameyang), die mehrere Gegenspieler binden, wenn der Gegner im Ballbesitz ist,
können sich im Drippling gut durchsetzen.
Gerade bei Spielen in München, in Mailand oder in Barcelona hat der BVB noch Potential nach oben.

14.12.2019 - 20:18 - F.C.Knüppeldick

Ja,nicht schlecht-erstmal zum Thema Weigl: Der macht gefühlt nach jeden Spiel die Klappe auf-und ich bin weiterhin der Meinung,dass er nicht in die Mannschaft gehört-oder überhaupt für Borussia Dortmund spielen dürfte.Der Punkt gefällt mir:Favres festhalten an Systemen,die er erst ändert,wenn Druck von außen kommt.Den Eindruck habe ich auch.Hakimi wird wohl nach Real zurückgehen-kann ich mir nicht vorstellen,dass Real ihn abgibt-der hat ein riesiges Potential.Und Götze könnte Thema werden in der Winterpause, hast recht.Und hoffen wir mal,dass der Abstand am Dienstag nicht größer wird zu RB!

14.12.2019 - 20:02 - Tief_im_Westen

Zur Aufarbeitung gibt es einige Themen:

- die vielen Gegentore
- Favres festhalten an Systemen, die er erst ändert, wenn von außen Druck kommt
- die Sache mit dem oder die Stürmer
- wieso man ohne Witsel einfach besser spielt (Weigl ist übrigens seit dem 6. Spieltag gesetzt und er hat an keiner Stelle die Klappe aufgerissen)
- viele unnötig verlorene Punkte
- warum es jetzt 10(?) Punkte weniger sind als in der Vorsaison
- wie der nächste Schritt aussieht in der Entwicklung der Mannschaft und was man mit den 150 Mio plus X für Sancho im Sommer macht
- wie geht es mit Hakimi weiter
- was ist mit Götze

14.12.2019 - 19:01 - F.C.Knüppeldick

Sehe ich komplett anders mit Witsel.Weigl spielt wieder 2 Mal und macht sofort wieder die Klappe auf.Gegen Düsseldorf und Mainz mußte man jetzt einfach gewinnen,um oben dabeizubleiben.Das mit dem Stürmer und mit Paco sehe ich auch so,verstehe ich auch nicht,was in Favres Kopf so vorgeht.Hat ja geklappt heute,trotzdem alles eigenartig.Aber gut,wir werden sehen was am Ende nach der Meisterschaft,CL und Pokal rauskommt.Und P.S.Kann ich mir nicht vorstellen,dass man in der Winterpause was aufarbeitet.Was soll da aufgearbeitet werden ?

14.12.2019 - 18:49 - DeMarjon

Dieser Kommentar wurde entfernt.

14.12.2019 - 18:26 - Tief_im_Westen

Einer der Hauptgründe ist, dass Favre nun auch einsehen muss, dass sein Lieblingsschüler Witsel das Spiel viel zu langsam und durchschaubar gemacht hat, mit seinen unnötigen 'Sicherheitspässen' ewig zur Seite und nach hinten. Der Kader braucht diese Stabilität der letzten Saison nicht mehr, er hat sich entwickelt, eben nur Witsel nicht. Objektiv muss er in Zukunft nur noch Ergänzungsspieler sein.
Wieso man allerdings einen Stürmer holen will, während Paco erneut draußen saß, erschließt sich mir nicht. Spätestens nach dem 3-0, eher schon beim 2-0 hätte er kommen müssen, denn solche Spieler werden bis zum Saisonende noch den Unterschied machen. Eine Aufarbeitung ist in der Winterpause bitter nötig. Wenn Favre sich von seinem starren Muster löst, wird Dortmund Meister.