05.11.2018

In Osnabrück

Wahnsinn! KFC verliert mit Schlusspfiff

Foto. Getty Images

Vier Punkte lag Spitzenreiter VfL Osnabrück vor dem 14. Drittligaspieltag am Montagabend vor dem KFC Uerdingen. Nach dem 2:1-Sieg (0:0) vor 11.742 Zuschauern an der Bremer Brücke ist der Rückstand der Krefelder auf sieben Zähler angewachsen.

Ziemlich genau vor einem Monat war die Situation für den KFC nahezu dieselbe. Nach zwei Niederlagen siegte die Krämer-Elf Ende September bei Fortuna Köln mit 2:1. Die Aufgabe nach den beiden verdienten 0:2-Pleiten gegen Kaiserslautern und Lotte sollte deutlich schwerer werden. In Osnabrück gingen die Krefelder erstmals in dieser Saison als Außenseiter in die Partie: Eine völlig neue Rolle für die Uerdinger, die sich aktuell in einer komplizierten Phase befinden.

Stefan Krämer, der unter der Woche zahlreiche Einzelgespräche mit seinen Spielern führte, blickte im Vorfeld auf eine positive Trainingswoche zurück. Dabei ließ der Trainer sogar extra unter Flutlicht trainieren. Auch personell konnte der 51-Jährige aufatmen. Neben den Langzeitverletzten Dennis Daube und Mario Erb musste Krämer lediglich auf seinen erneut angeschlagenen Pechvogel Maurice Jerome Litka verzichten, für ihn rückte der zuletzt formschwache Maximilian Beister in die erste Elf, zudem ersetzte Ali Ibrahimaj Connor Krempicki.

Gelb-Rote-Karte gegen Maximilian Beister

Auf dem Rasen entwickelte sich eine hektische Partie mit den besseren Möglichkeiten für die Gastgeber. Zwei Mal rettete KFC-Keeper René Vollath das Uerdinger 0:0, zunächst parierte der Schlussmann einen strammen Freistoß von VfL-Topscorer Marcos Alvarez (12.), zehn Minuten vor der Pause musste sich der 28-Jährige bei einem Kopfball von Maurice Trapp ganz lang machen (35.). Insgesamt sieben Verwarnungen gegen die Uerdinger sprachen für die harte Gangart der Krämer-Elf.

Besser aus der Kabine kam definitiv der KFC, der nach Vorlage von Kevin Großkreutz durch den Kopfball von Christopher Schorch nach 56 Minuten mit 1:0 in Führung ging. Doch der Jubel hielt nicht lange an, nur sieben Minuten später glückte Osnabrücks Tim Danneberg per Volleyschuss der verdiente Ausgleich (63.). Und es kam noch dicker für die Krefelder: Der unglückliche Maximilian Beister flog in der 65. Minute mit Gelb-Rot vom Platz. In Überzahl waren die Gastgeber die tonangebende Mannschaft, Bashkim Renneke traf eine Viertelstunde vor Schluss nur den Pfosten.


In der Nachspielzeit, der 93. Minute, dann der Knockout für die Uerdinger: Nach einem Handspiel von Manuel Konrad entschied der Unparteiische auf Elfmeter für Osnabrück. Alvarez knallte den Ball in die Maschen - 2:1-Sieg für den VfL, den Spitzenreiter der 3. Liga!

Autor: Fabian Kleintges-Topoll

Kommentieren

07.11.2018 - 12:38 - krötenmann

@magic75

Mir kommt es ein bisschen so vor als würde Krämer auf Teufel komm raus versuchen mit seiner Wunschelf seine Handschrift aufzuzeigen ungeachtet die Spieler zu berücksichtigen die ebenfalls im Kader sind und ich schätze genau das merkt auch ein Kefkir, und verweigert den Handschlag. Die Spieler wissen wie es besser laufen könnte, doch Krämers Sturheit verhindert dies.

Eine Entlassung Krämers ist schon fast unausweichlich, sofern man in Uerdingen nochmal irgendwie den Kontakt zur Spitze halten möchte.

06.11.2018 - 23:24 - magic75

Wüsste nicht, wann ich mal einer Meinung mit "krötermann" war - hier aber: Zustimmung!

KFC verbessert, aber zu wenig, insbesonder angesichts des Anspruchs ... Ich verstehe - bei aller großen Sympathie für den Trainer - Stefan Krämer auch (nicht) mehr. Aber auf eine andere Weise als zuvor, als ich mal dachte: "Der Mann begreift Fußball auf eine Weise, die ich nie auch nur annähernd erreichen werde!" Mag am damaligen Erfolg und jetzigen "Misserfolg" liegen - trotzdem: Manches *muss* er doch sehen - tolle Trainingsleistungen hin oder her ...

Fragen/Thesen:

- Bittroff statt Großkreutz (zumindest alternativ mal)
- Großkreutz (wenn überhaupt derzeit) eher mal LM
- Öztürk mal (vorübergehend) auf die Bank
- Krempicki auch (war in Osna ja immerhin schon mal)
- Mohammad alternativ mal im MF (wobei sein bisher einziger Einsatz im Pokal ja eher schlecht gewesen sein soll - das einzige Spiel, das genau ich bislang nicht live erlebte)
- oder (und das noch eher) Pflücke
- oder (und das sollte er wohl auch abbilden können): Kefkir
- Kefkir: immer engagiert, manchmal zu viel - aber jeder sieht, dass (viele) Kefkir-Standards bis auf die paar tatsächlichen Glanzlichter (oft) verschenkt sind (Holldack z. B. im Querschnitt viel besser, wenn er mal spielt)
- Aigner als MS nicht optimal (m. M. immer mit Drift nach rechts offensiv, wo er (noch) besser aufgehoben scheint)
- Beister zuletzt Schatten seiner selbst (Warum?!)
- Dörfler ebenfalls
- Warum nicht (viel mehr) Musculus?!

Aber ich habe keine Ahnung und bin kein Trainer und alles. Und das ja tatsächlich beides. Ich kapiere es halt nicht.

06.11.2018 - 13:05 - krötenmann

Diese Niederlage hat sich der KFC selber zuzuschreiben.

Wie kann ein Beister seinen Gegenspieler, welcher in der Vorwärtsbewegung ist, ohne die Chance zu haben an den Ball zu kommen von hinten umreissen? Was hat er sich dabei gedacht? Vorallem wenn schon mit Gelb vorbelastet.

Und dann der fällige Strafstoß nach einer absolut dummen Aktion im Strafraum von Konrad.

Sorry, aber seitens Uerdingen auf den Schiri zu schimpfen ist zu einfach, diese Niederlage war eigenmächtig mehr als vermeidbar.

06.11.2018 - 07:21 - Meysegeyer

@Vok
Osnabrück war eindeutig die bessere Mannschaft. Die gelben Karten haben die Uerdinger sich hart erarbeitet und redlich verdient. Eine spielerisch so starke Mannschaft hat eine solche Treterei gar nicht nötig.

05.11.2018 - 23:03 - Vok

Erneut eine gute Möglichkeit Cornflakes zu verschicken.
Das Ergebnis kommt alleine durch die den Schiedsrichter zustande der in fast allen Situationen die zu gelben Karten und Freistößen führten falsch lag. Zudem wurden nur die Gäste mit Karten bedacht.
Trotzdem fehlt Krämer die Idee im Spiel nach Vorne. Wenn sich da nichts tut, werden wir wohl vom Wiesingereffekt sprechen müssen. Trotz der geilen letzten Saison und obwohl ich den Typen mag.

05.11.2018 - 21:47 - firlefanz1905

Deutsche Sprache, schwere Sprache.
@GEnogo

Diese Niederlage hat Krämer sich selbst zuzuschreiben. Verstehe seine Weise nicht mehr.

05.11.2018 - 21:26 - GEnogo

So tobt die BREMER BRÜCKE heut abd. und die >Violettos< ziehn vorne weg:
Verdienter Lohn f. 1 kompakt + bärenstark auftretendes Team, dies Jahr top Konstanz.
Letzte 2o min. entscheidend für Vfl als Krämer Kefkir rausnahm und noch dichter machte.
Er + Ibra waern immer f. ne plötzl. Entlastung nach vorne gut, doch so igelte sich Bayer05 zu sehr ein.
Die 7 Karten sprechen f. sich, sodass neben zu hartem Spiel noch 1 unglückl. Hand dem OS-Druck standhalte mußt

Drum insgesamt verdient fürn VFL und begünstigt durch takt. Wexelfehler Krämers. Der Wuschel hätt 1 Pkt. gehabt

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