2. Liga

VfL Bochum: Schwacher Auftritt gegen Fürth kostet Platz zwei

Tizian Canizales
07. November 2020, 14:52 Uhr
Kollektive Enttäuschung bei den Spielern des VfL Bochum. Foto: firo

Kollektive Enttäuschung bei den Spielern des VfL Bochum. Foto: firo

Der VfL Bochum musste beim 0:2 (0:2) gegen die SpVgg Greuther Fürth die zweite Saisonniederlage hinnehmen und Tabellenplatz zwei abgeben. Gegen spielfreudige Franken fehlten über weite Strecken die Mittel. Die Brennpunkte. 

Ausgangslage:

VfL Bochum gegen die SpVgg Greuther Fürth sollte hinter Hamburger SV gegen Holstein Kiel das Topduell des Spieltags sein. Der zweitplatzierte VfL wollte dabei mit einem Sieg zumindest vorübergehend zum HSV aufschließen, während sich die Fürther ihrerseits mit einem Dreier am VfL vorbeischieben wollten. VfL-Trainer Thomas Reis setzte dabei erneut auf die Elf, die schon gegen Aue und in Würzburg von Beginn an auf dem Feld stand. Dazu wurden Robert Zulj und Tarsis Bonga im Vorfeld "aus sportlichen Gründen" aus dem Kader gestrichen. 

Analyse:

Im kleinen Topspiel erwischten die Gäste den deutlich besseren Start, hätten nach 15 Minuten schon mit 2:0 führen müssen. Julien Green scheiterte jedoch per Elfmeter an Riemann, sodass es beim bis dahin verdienten 1:0 durch Paul Seguin (8.) blieb. Die Bochumer fanden kaum in die Partie und waren bemüht, über Ballbesitz Struktur ins eigene Spiel zu bekommen. 


Mitte der ersten Halbzeit gelang das gegen hoch anlaufende Fürther immer besser, Torgefahr konnte der VfL jedoch nur selten erzeugen. Stattdessen schlugen die Gäste per Konter in Person von Sebastian Ernst eiskalt zu (34.). Von Bochumer Seite blieb es bei Tor-Annäherungsversuchen, sodass es mit einem verdienten 0:2-Rückstand in die Pause ging. 

Nach dem Seiten- und einem Bochumer Doppelwechsel waren es dann aber die Gastgeber, die die Kontrolle übernahmen. Thomas Eisfeld (54.) und Simon Zoller (58.) vergaben jedoch gute Gelegenheiten, sodass die Zeit immer mehr für Fürth lief. 

Die meldeten sich nach 67 Minuten per Hrogta-Freistoß zurück, verlegten sich insgesamt aber vor allem darauf, den Vorsprung unbeschadet über die Zeit zu bringen. Die über die gesamten 90 Minuten stabile Defensive wehrte vereinzelte VfL-Angriffe ab, sodass am Ende ein verdienter 2:0-Auswärtssieg stand. 

Wechsel:

Reis wechselte zuletzt gerne spät, nun sah er sich schon zur Pause zum Handeln gezwungen. Raman Chibsah und Soma Novothny mussten für Robert Tesche und Silvère Ganvoula weichen. Damit läutete der VfL-Coach zwar die stärkste Phase seines Teams ein, doch speziell Ganvoula bekam kaum Bälle und blieb blass. Es war nicht der Tag des VfL Bochum. 


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Rückkehr:

Fürths Innenverteidiger Mergim Mavraj spielte von 2007 bis 2011 insgesamt 67 Mal für den VfL Bochum. An diesem Nachmittag verlebte Mavraj eine ruhige Rückkehr ins Ruhrgebiet. Der Deutsch-Albaner agierte sehr abgeklärt, die Treffer seiner Kollegen und die anfängliche Bochumer Harmlosigkeit taten ihr übriges. Lediglich in der 27. Minute wackelte der Routinier, als ihm ein langer Ball von Christian Gamboa durchrutschte. Soma Novothny und Simon Zoller konnten daraus jedoch trotz kurzzeitiger Überzahl kein Kapital schlagen. Für ein Foul an Ganvoula holte er sich kurz vor Schluss noch die Gelbe Karte ab (80.).

Fazit:

Eine schläfrige Anfangsphase kostete den VfL Bochum einen Punktgewinn gegen Greuther Fürth und Tabellenplatz zwei. Die Franken machten ihre Sache gut und verdienten sich mit einer stabilen Defensive und vor allem im ersten Durchgang gefährlichen Kontern den Auswärtssieg. Damit übernehmen sie vorerst den zweiten Tabellenplatz, Bochum ist Vierter. 

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07.11.2020 - 16:52 - Idefix a.D.

Moin, moin zusammmen!

Was bin ich heute froh, dass aufgrund "Covid19" keine Zuschauer zu Fussballspielen dürfen - so konnte ich nach gut einer Std. vom Sessel raus in den Garten und was sinnvolles machen! :-) :-) :-)

Ich habe es letzte Woche und glaube ich auch unter der Woche schon geschrieben - quatscht und träumt nicht so viel vom mögl. Aufstieg! Das ist beim VfL genauso, wie jeder Jahr, wenn sich eine Chance ergibt, sich "oben festzusetzen". Dann gibt es zwei, drei Spiele was auf den A.... - und danach ist die Stimmung wieder unter dem Gefrierpkt! ;-)

Wenn ich jetzt gerade beim Schreiben noch "oben" lesen muss - "Für Schindzielorz ist Platz zwei kein Zufall" - Sesi, hör auf zu träumen oder so ein Mist zu veröffentlichen. Die Truppe hat bislang allenfalls 70/80 Minuten gegen Pauli so gespielt, dass Platz 2 gerechtfertigt gewesen ist und in den anderen Spielen gegen "schwächere" Mannschaften nicht wirklich überzeugt - dabei bleibe ich! UND - ich gebe dem !Holsteiner" Recht, wenn er schreibt ".... wie arrogant oder blind muss ein Trainer eigentlich sein .."! Wobei ich das nur auf die Personalie Pantovic VS Blum (evtl. Holtmann) sehe. Novotny hat ja zuletzt eigentl. keinen so schlechten Eindruck hinterlassen. Mit so einer Offensive, wie es der VfL eigentl. zur Verfügung hat, muss du dich auch einmal trauen, gegen eine Mannschaft wie Fürth, mit zwei zentralen Stürmern zu spielen - und dafür auf einen MF-Spieler zu verzichten, z.B. Losilla und dann mit einem 4-4-2 zu spielen.

Aktuell bzw. schon seit einiger Zeit ist der VfL viel zu leicht auszurechnen. Weder Lampo noch Leitsch sind "überragend" im Spielaufbau - überlassen das lieber Riemann mit seinen langen und unkontrollierten Bällen - oder über Losilla, der sich dann dafür wieder sehr tief fallen lassen muss, womit in der Offensive eine Anspielmöglichkeit weniger zur Verfügung steht. Dazu kommt dann noch, dass auf den Außenbahnen einer (Pantovic, sorry) weder über die nötige Schnelligkeit besitzt und auch eine fehlende Passgenauigkeit fehlt. Mal von einer Torgefahr mal abgesehen. Auf der anderen Seite muss Zoller viel zu viel Defensivarbeit verrichten und fehlt als torgefährlicher MF (eigentl. die bessere hängende Spitze) im Zentrum. Dazu mit Gambao zwar einen fleißigen aber spielerisch unlimitierteren AV auf rechts. Dieses ergibt für jeden Gegner die Schlussfolgerung - "Losilla" zuzustellen und so Bochum nur lange Bälle ins die Mitte "pölen" zu lassen, was der VfL dann auch zu 80-85 % im Spielaufbau dann auch macht. Spielt die Truppe aber mal schnell, direkt und schnörkellos, ergeben sich Möglichkeiten, Chancen - und auch Tore, was die Mannschaft ja auch das eine oder andere Male schon gezeigt hat.

Mein Wunsch für die Zukunft - ein offensiven mehr rein - und zwar für`s / in`s Sturmzentrum und dafür einen "defensiven" raus (ob dann mit Raute und 6er + 10er oder mit einer dreier Kette aus z.B. 3 IV`s und 5er MF - völlig egal!). So wie heute zur HZ ein 1:1 Positionswechsel bei einem 0:2 fand ich zumindest dann "blind" - SORRY Trainer!

Zum heutigen Spiel ist mit einem Satz im Bericht alles gesagt - "... es war nicht der Tag des VfL`s"!

Schönes Wochenende euch allen und bleibt weiterhin VIRUSFREI! ;-)

1848 blau- weiße Grüße

07.11.2020 - 15:24 - der Holsteiner

Super eingestellte Mannschaft. Wie arrogant oder blind muss ich als Trainer eigentlich sein um Ganvoula und Blum nicht von Beginn an zu bringen. Und solch eine Truppe redet vom Aufstieg.