Schreckliche Nachrichten vom 1. FC Bocholt. Ein Spieler aus der dritten Mannschaft des Traditionsvereins erlag den Folgen eines Messerangriffs. 

Kreisliga C

Tödlicher Messerangriff - 1. FC Bocholt trauert um Spieler

RevierSport
10. Februar 2020, 11:31 Uhr

Foto: RS

Schreckliche Nachrichten vom 1. FC Bocholt. Ein Spieler aus der dritten Mannschaft des Traditionsvereins erlag den Folgen eines Messerangriffs. 

Der 1. FC Bocholt trauert um einen Spieler aus seiner dritten Mannschaft, die in der Kreisliga C spielt. Auf seiner Facebook-Präsenz betonte der Verein: "Der 1. FC Bocholt steht unter Schock. Wir sind fassungslos, weil ein Spieler unserer 3. Mannschaft gewaltsam aus dem Leben gerissen worden ist. Er wurde nur 21 Jahre alt. In der Nacht zu Sonntag erlag er an seinen Verletzungen in Folge eines Messerangriffes.

Allein ist er vor einigen Jahren aus seinem Heimatland nach Deutschland geflohen, integrierte sich gut und fand nach eigenen Aussagen mit der dritten Mannschaft eine ´neue Familie´. Als Pflegehilfskraft lagen ihm die Menschen besonders am Herzen. Umso betroffener macht es uns, dass ein junger Mann, geflohen vor Krieg und Terror, gewaltsam aus dem Leben gerissen wird.

Wir trauern. Unser Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und seinen Mannschaftskameraden, denen wir viel Kraft in diesen schweren Tagen wünschen."

Die Polizei Bocholt, die in diesem Fall einen 33-Jährigen festgenommen hat, betonte: "Nach ersten Erkenntnissen trafen die beiden Kontrahenten aufeinander und gerieten, möglicherweise zunächst verbal, in Streit. Im Verlauf dessen zückte einer von ihnen ein Messer. Es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der beide Verletzungen erlitten", erläuterte der Leiter der Mordkommission, Kriminalhauptkommissar Joachim Poll. "Die Verletzungen des 21-Jährigen waren allerdings so schwer, dass er, trotz sofortiger Hilfe, später im Krankenhaus verstarb".

Aktuell geht die Polizei von einer Beziehungstat aus: "Nach den bisher durchgeführten Ermittlungen, hatte der 21-jährige Bocholter eine Beziehung zu der von dem 33-Jährigen getrennt lebenden Frau", erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. "Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass der 33-Jährige aus Eifersucht gehandelt haben könnte. Die Ermittlungen dazu dauern an".

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