In Zeiten der Corona-Krise und der damit verbundenen Spielpause müssen sich die Vereine - in jeder Liga - Gedanken machen, wie man Geld einspart oder zu neuen finanziellen Mitteln kommt. Viele setzen auf so genannte

3. Liga

SV Waldhof Mannheim spielt die Saison zu Ende - virtuell

18. März 2020, 12:38 Uhr
Auf die Fans kann sich der SV Waldhof Mannheim immer verlassen. Über 11000 Anhänger besuchen im Schnitt die Heimspiele. Foto: firo

Auf die Fans kann sich der SV Waldhof Mannheim immer verlassen. Über 11000 Anhänger besuchen im Schnitt die Heimspiele. Foto: firo

In Zeiten der Corona-Krise und der damit verbundenen Spielpause müssen sich die Vereine - in jeder Liga - Gedanken machen, wie man Geld einspart oder zu neuen finanziellen Mitteln kommt. Viele setzen auf so genannte "virtuelle Spiele".

Zweitligist VfL Bochum hat den Anfang gemacht und Geisterspiel-Tickets an die Frau, an den Mann verkauft. Insgesamt haben 3000 Fans von diesem Angebot, dem Verein zu helfen, Gebrauch gemacht. 

Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen ist am Dienstag nachgezogen und hat quasi die Idee des VfL Bochum kopiert. Fortuna Köln, Oberhausens Ligarivale, will ein virtuelles Geisterspiel bestreiten und verkauft dafür Tickets. Der Drittliga-Absteiger hofft auf ein ausverkauftes Südstadion mit rund 10.000 Zuschauern.

Mannheim will komplette Saison zu Ende spielen

Der SV Waldhof Mannheim geht noch einen Schritt weiter und will gar die komplette Saison zu Ende spielen - virtuell. 

Wie das funktionieren soll, erklärt der Drittligist auf seinen Homepage: "Der Fußball pausiert, das befürworten wir natürlich im Sinne der Gesundheit. Doch wir wollen euch dennoch Emotion und sportlichen Wettkampf in dieser Zeit bieten. Unsere ESportler bringen die aktuelle Saison auf der Konsole für euch zu Ende. Am Freitag, den 27. März 2020 um 18:30 Uhr startet hierfür der Livestream und der SV Waldhof Mannheim trifft zuerst auf den KFC Uerdingen und spielt online die weiteren noch ausstehenden Begegnungen."


Die Zuschauertabelle der 3. Liga im Überblick

Im Onlineshop des SV Waldhof können sich die Fans mit Eintrittskarten eindecken. Die Mannheimer Verantwortlichen hoffen schon am Freitag gegen den KFC Uerdingen auf ein ausverkauftes Carl-Benz-Stadion - Fassungsvermögen: 24.300 Plätze. In "echt" besuchen über 11.000 Zuschauer im Schnitt die Heimspiele des SV Waldhof. "Die Solidarität untereinander ist in dieser schwierigen Zeit ein ganz wichtiger Faktor um die Krise gemeinsam zu meistern. Alle Drittligisten sind gleichermaßen betroffen. Daher wollen wir ein Drittel der Einnahmen aus diesem Livestream und dem virtuellen Ticketverkauf unter allen Drittligisten verteilen. Ein weiteres Drittel werden wir an die Weltgesundheitsorganisation WHO spenden. Wir hoffen auf ein virtuell ausverkauftes Carl-Benz Stadion", sagt SVW-Geschäftsführer Markus Kompp.

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