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SSVg Velbert: So hat sich Regionalliga-Zugang Dertwinkel eingelebt

Justus Heinisch
15. November 2020, 15:59 Uhr
Patrick Dertwinkel kam im Sommer vom VfB Homberg. Foto: Bastian Haumann

Patrick Dertwinkel kam im Sommer vom VfB Homberg. Foto: Bastian Haumann

Seit dem Sommer spielt Patrick Dertwinkel bei der SSVg Velbert. Mit dem Fußball-Oberligisten steht er zurzeit auf dem zweiten Rang. Keine schlechte Platzierung, doch mit weniger Verletzungspech wäre mehr für die SSVg dringewesen.

Die ersten Saisonspiele saß er nur auf der Bank. Patrick Dertwinkel, der vor der Saison vom Regionalligisten VfB Homberg zur SSVg Velbert wechselte, war davon selbst etwas überrascht. Inzwischen hat er sich einen Stammplatz erspielt. Den zu bekommen, ist gar nicht mal so einfach. Die Velberter sind ambitioniert - und genau das war auch der Grund, weshalb Dertwinkel im Sommer eine Klasse tiefer in die Oberliga Niederrhein ging.

Dort erwartete ihn eine etwas andere, ungewohnte Rolle. Während Dertwinkel in Homberg kreative Freiheiten hatte, spielt Velbert um Trainer Marcus John defensiver. Mit Erfolg. Während der coronabedingten Saisonunterbrechung belegt die SSVg den zweiten Tabellenplatz und liegt sechs Zähler hinter dem starken Spitzenreiter 1. FC Bocholt.

Ganz okay sei das, aber nicht perfekt, so Dertwinkel: "Wir haben einen guten Punkteschnitt, aber am Ende zählt die Tabelle und die ist eben nicht optimal." Ein Problem war für Velbert in den Vormonaten das enorme Verletzungspech. So sei auch die 0:3-Pleite im letzten Spiel vor der Unterbrechung gegen Ratingen zu erklären, sagt Dertwinkel, der bei der Mülheimer Stadtverwaltung arbeitet: "Es gab schon einige Spiele, in denen wir arg auf dem Zahnfleisch gehen mussten."

Dertwinkel freut sich für den VfB Homberg

Velbert ist nun also der Jäger, muss auf Fehler von Bocholt lauern - und darf nach dem Restart selbst keine begehen. Wann der ansteht, das ist unklar. Um passend fit zu sein, gehen die Velberter in Eigenregie joggen. Vom Athletiktrainer gab es ein Programm für jeden Spieler.

Klar ist aber auch: Die ohnehin schon volle Saison mit 44 Spieltagen wird durch die Pause noch einmal aufgebläht. Da ganze Spielwochen wegfallen, wird es zwangsläufig mehr Englische Wochen geben. Das macht es anstrengender. Für Dertwinkel, der nebenbei ein Fußballmanagement-Studium absolviert, ist das etwas unglücklich: "Das ist nicht optimal. Es lässt sich dann auch unter der Woche taktisch wenig trainieren."

Sein Ex-Verein hat diese Sorgen nicht. In der Regionalliga West wird momentan weitergespielt. Und natürlich hat der Mittelfeldspieler noch ein Auge auf Homberg. Der VfB befindet sich in einem starken Lauf, besiegte zuletzt die Sportfreunde Lotte. "Ich habe mich zuletzt mega gefreut. Wenn sie jetzt auch noch Bergisch Gladbach besiegen, könnte das richtig gut aussehen", glaubt der 27-Jährige.

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