OL Westfalen

Sportfreunde Siegen: Cramer will in die Regionalliga

21. Januar 2021, 15:53 Uhr
Das Siegener Leimbachstadion. Foto: Micha Korb

Das Siegener Leimbachstadion. Foto: Micha Korb

Die Sportfreunde Siegen kamen vor der Zwangspause richtig in Fahrt. Aus den vergangenen vier Spielen in der Oberliga Westfalen konnten sie drei Siege und ein Remis gegen den Klassenprimus FC Gütersloh einheimsen. Wir haben mit Cheftrainer Tobias Cramer über den guten Lauf und langfristige Ziele gesprochen.

Tobias Cramer, der Plan in der Oberliga sieht vor, dass im April wieder gespielt werden soll. Würden Sie dieses Modell begrüßen?
Grundsätzlich wollen wir alle wieder Fußball spielen, das ist klar. Ich sehe das nur mit den vier Wochen Vorbereitungszeit auf den Start des Spielbetriebs etwas anders. Meiner Meinung nach könnte man das schneller angehen. Dies würde natürlich eine hohe Kommunikation zwischen den Vereinen erfordern.

Ihre Mannschaft war zuletzt richtig gut drauf. Können Sie nach dieser langen Pause etwas von dem Schwung in einen möglichen Restart transportieren?
Das ist schwer zu prognostizieren. Wir werden natürlich versuchen, uns den Flow in der Vorbereitung wiederzuholen, um den Schwung ein Stück weit mitzunehmen. Zuletzt herrschte auch in unserem Fanlager eine gewisse Euphorie. Es ist wichtig, wieder ins Rollen zu kommen. Wir haben eine traditionsreiche Ultra-Szene und dem wollen wir mit weiteren Erfolgserlebnissen gerecht werden.

Im Sommer gab es viele neue Gesichter in Siegen. Wie zufrieden sind Sie mit den Neuzugängen bisher?
Wir haben den Umbruch als Richtwert für uns selber genommen. Wir wollten ergebnisorientierter und somit auch erfolgreicher Fußball spielen, was uns bis jetzt ganz gut gelingt. Mit Joshua Walter, Eli Pinner und Justin Huber hatten wir echte Glücksgriffe. Sie alle bereichern unser Spiel enorm. Hervorzuheben ist aber natürlich unser Topstürmer Michel Harrer. Ich bin sehr zufrieden mit diesen Transfers. Wir hätten uns aber auch finanziell keine Fehleinkäufe leisten können.

Können Sie sich vorstellen mit den Sportfreunden auf Sicht in die Regionalliga aufzusteigen?
Ich habe immer gesagt, dass ich meine Regionalligaspiele als Trainer ins dreistellige erweitern möchte. Ich habe aktuell 75 Spiele auf dem Konto, weitere 25 in dieser Liga sind also kein vermessenes Ziel. Ich will Konstanz in meinen Vereinen haben, das hat ja schon meine sechsjährige Amtszeit in Kassel gezeigt. Sollte der Aufstieg also hier in Siegen klappen, wäre das eine tolle Sache. Wenn meine Mannschaft sich weiterentwickelt, sehe ich das auch im Bereich des Möglichen.

Das Transferfenster ist offen. Gibt es Neuigkeiten in Sachen Kaderplanung?
Einige Verträge laufen aus, damit beschäftigen wir uns derzeit. Wir wollen unbedingt mit Eli Pinner, Joshua Walter und Björn Jost verlängern. Das sind wichtige Stützen in unserer Mannschaft. Es wurden schon Vorgespräche geführt und ich denke, wir sind da auf einem guten Weg. Mit externen Spielern macht es in der jetzigen Situation keinen Sinn, Gespräche zu führen. Für den Sommer müssen wir dann schauen, wer zu den Sportfreunden passt.


Autor: Lukas Block  

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren