Dortmund

So will der BVB die PSG-Offensive im Jugendbereich kontern

Stefan Bunse
17. Juni 2019, 10:20 Uhr

Foto: firo

Lars Ricken war nach der unerwarteten 2:3 (1:2)-Niederlage des BVB gegen den 1.FC Köln nur kurz enttäuscht. 

Danach blies er direkt wieder zur Attacke. Und erklärte, warum Borussia Dortmund in den kommenden Jahren auf der Hut sein muss, wenn der Verein seine gute Ausgangsposition im Jugendbereich nicht aufs Spiel setzen will.  „Das ist bitter für die Jungs. Sie haben eine fantastische Saison gespielt und sich weiterentwickelt. Und am Ende schleichen sie mit hängenden Köpfen vom Platz. Aber es ist eine Erfahrung, die sie mitnehmen werden. Sie werden in der U19 einen neuen Anlauf nehmen“, erklärte der BVB-Nachwuchskoordinator.


In so einem Finale gehe es darum, die vorhandenen PS auf die Straße zu bringen. Es sei schon eine Belastung für die Spieler gewesen, wenn sie vor ausverkauftem Haus und vor Freunden, Familien und so vielen Fans spielen müssten. Aber er sei sich sicher, dass das Team, das bis auf wenige Ausnahmen geschlossen in die U19 wechselt, dort einen neuen Anlauf nimmt. „Wir hatten das vor drei Jahren mit der Niederlage zuhause gegen Leverkusen auch. Ein Jahr später ist das Team dann in der U19 Meister geworden.“

„Müssen kreativ und innovativ sein“

Nur Dennis Lütke Frie, Lion Semic und Tekin Gencoglu verbleiben in der U17. Verlassen werden den Verein Ware Pakia (Hamburger SV) und wohl auch Stanislav Fehler, der ausgerechnet zur U19 des FC Schalke 04 wechseln soll.


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„Wir haben im Finale einige Spieler auf beiden Seiten gesehen, die wir früher oder später in der Bundesliga sehen werden“, ist Ricken überzeugt. Dennoch müsse sich auch der derzeit in der Nachwuchsarbeit sehr erfolgreiche BVB der neuen Konkurrenz stellen. Auf die Akademie, die Paris St. Germain in Düsseldorf und Oberhausen eröffnen will, angesprochen, warnte er: „Es ist nicht mehr so, wie es früher war, dass nur Schalke unser Rivale ist, es ist inzwischen ein europäischer Markt geworden. Wenn wir heute einen Spieler verpflichten wollen, sind in der Regel immer andere Länder mit im Boot. Dementsprechend müssen wir immer die Bereitschaft haben, uns weiter zu entwickeln. Wir müssen kreativ sein und innovativ.“

Der Ehrgeiz in Dortmund sei groß, weiterhin gute Mannschaften zu haben und in diesen guten Mannschaften Spieler individuell weiterzuentwickeln und zu den besten Spielern zu machen, die sie sein können. „Das ist unser Anspruch. Wenn das klappt, dann ist es weiter unser Bestreben, um Platz eins mitzuspielen.“

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