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So plant der TVD Velbert die kommende Saison

Stefan Loyda
01. Mai 2021, 11:32 Uhr
Foto: Walter Fischer

Foto: Walter Fischer

Nach dem Umbruch im vergangenen Sommer will sich der TVD Velbert für die kommende Saison nur noch punktuell verstärken. Anvisiert wird eine Platzierung zwischen Rang fünf und acht.

Platz 10 zum Zeitpunkt des Abbruchs war noch nicht wirklich zufriedenstellend für die Verantwortlichen des TVD Velbert. „Wir haben die Ansprüche, irgendwo zwischen Platz fünf und acht am Ende rauszukommen“, sagt Trainer Marc Bach, der vor knapp einem Jahr vom VfB Hilden zu den Dahlbecksbäumern gewechselt war. Die Performance kurz vor der Saison-Unterbrechung, die mittlerweile zum Abbruch wurde, stellte den ehemaligen WSV-Profi nicht zufrieden. 

Mit der Gewissheit des Abbruchs können die Verantwortlichen des TVD die Kaderplanung, die bereits zum Zeitpunkt des Abbruchs angefangen wurde, für die kommende Saison weiter vorantreiben. „Für unsere Verhältnisse sind wir schon sehr weit“, sagt Bach. Mit Steven Winterfeld (ASV Mettmann), Leon Eschen (BW Mintard), Kevin Zamkiewicz (Katernberg), Umut Yildiz (Wattenscheid 09) sind vier Abgänge bereits bekannt. Der Cronenberger SC hatte hingegen bereits veröffentlicht, dass sich Luka Sola und Julian Kray der Bach-Elf anschließen werden.

„Ein bisschen passiert was. Im Vergleich zu den Vorjahren hält es sich jedoch in Grenzen“, weiß Bach um die Transfer-Geschehen für den kommenden Sommer. Bei den Velbertern kommen noch wiedergenesene Langzeitverletzte zurück, wie Julien Rybacki und Jeffrey Tumanan, die sich beide im vergangenen Jahr einen Kreuzbandriss geholt hatten. „Wir haben letztes Jahr einen Schnitt gemacht, jetzt wollten wir uns nur punktuell verstärken.“

Und aufgrund der Corona-Krise könnte der Kader zusätzlich um ein, zwei Stellen vergrößert werden. „Nächstes Jahr dürfte es durchaus problematischer werden, was muskuläre Verletzungen angeht“, sorgt sich Bach. „Wir wissen nicht, wann es wieder losgeht. Die Jungs sind jetzt ein halbes Jahr raus. Wenn du dann dauerhaft wieder in die Belastung reinkommst, musst du das extrem gut steuern.“ 


Zumal ein Ende der Zwangspause noch nicht in Sicht ist. „Jeder hat ein hohes Maß an Eigenmotivation, aber ich kann jeden einzelnen als Menschen verstehen, der jetzt auch mal gar nichts machst. Wenn du sieben Monate durch die Weltgeschichte läufst, dich aber als Kind mal dazu entschieden hast, dass du lieber einen Ball mitnimmst, ist das nicht einfach.“

Angesichts der aktuellen Voraussetzungen ist das schwer planbar. Bachs Hoffnung ist es, ab Juli wieder trainieren zu können. „Aber das ist alles Glaskugel lesen“, wiegelt Bach ab. „Die Annullierung war eine alternativlose Entscheidung. Jetzt müssen wir abwarten, wie die Infektionszahlen runter und die Impfzahlen hoffentlich nach oben gehen. Unabhängig vom Amateurfußball.“

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