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Polizei setzt beim Derby auf strikte Fantrennung

Stefan Bunse
26. April 2019, 08:02 Uhr

Foto: dpa

Die Dortmunder Polizei hat vor dem Revierderby (Samstag, 15.30 Uhr live in der ARD und bei Sky) ihre Spielregeln bekannt gegeben.

Sie setzt dabei wie in den Vorjahren strikt auf das Konzept der maximalen Fantrennung. In Fanflyern hat sie sich nun an die Anhänger beider Vereine gewandt. 

In zwei unterschiedlichen Flyern – jeweils an die Fans des BVB oder des S04 gerichtet - hat sie die möglichen Anreisewege bekannt gegeben. 
 
Wesentliches Element des Sicherheitskonzeptes sei dabei „nach wie vor das Konzept der "Neuen Wege", mit dem eine klare und auf Sicherheit ausgelegte Trennung der rivalisierenden Fanlager erzielt werden soll“, erklärt die Polizei. Wirklich neu sind die Wege nicht. Seit 2014 gibt es das Konzept, dass nach teilweise heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Fans der rivalisierenden Vereine in den Jahren davor entwickelt mit den Vereinen, den Fanbeauftragten, der Stadt Dortmund, der DSW 21, der Deutschen Bahn, der Bundespolizei und der Dortmunder Polizei entwickelt worden war.

Polizeibeamte hatten in Dortmund bereits beim letzten Heimspiel des BVB gegen den 1. FSV Mainz 05 mit Flugblättern für das Konzept geworben. Über die Publikationen beider Vereine wird zusätzlich auf die Anmarschwege und weitere Sicherheitshinweise aufmerksam gemacht. 

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange betont: "Wenn sich alle Fußballanhänger an dieses Anreisekonzept halten, spricht vieles für einen reibungslosen Verlauf der Anreise. Im Sinne der Sicherheit werden leichtere Einschränkungen und geringere Wartezeiten dennoch nicht zu verhindern sein. Wer sich aber an die Anreiseempfehlungen hält, wird es auch pünktlich ins Stadion schaffen." Alle Anhänger werden gebeten, friedlich und fair miteinander umzugehen. Rund um das Stadion besteht ein striktes Glasflaschenverbot.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Ausschreitungen beim Derby deutlich zurückgegangen. Auch das Hinspiel verlief weitgehend friedlich. Die Dortmunder Polizei bereitet sich bei diesem Hochrisikospiel dennoch auf einen Großeinsatz vor und stellt klar, dass sie bei Grenzüberschreitungen sofort durchgreifen wird. Der Einsatzleiter der Dortmunder Polizei Udo Tönjann stellt klar: "Unser Ansinnen wird und muss es sein, alle friedlichen Fans zu beschützen und ihnen am Samstag ein tolles Fußballerlebnis zu ermöglichen. Gegen Straf- und Gewalttäter werden wir jedoch konsequent einschreiten! Diesen Anspruch darf die große friedliche Mehrheit der Fußballfans an uns haben!“

Für die anreisenden S04-Anhänger wird es einen (bereits ausgebuchten) Shuttle-Service aus Gelsenkirchen geben. Zudem setzt die Deutsche Bahn drei Entlastungszüge ein. Das sind die geplanten Abfahrzeiten:

GE HBF ab 11.56 Uhr, Gleis 8, DO an 12.14 Uhr
GE HBF ab 12.19 Uhr, Gleis 25, DO an 12.36 Uhr
GE HBF ab 12.41 Uhr, Gleis 25, DO an 13.04 Uhr
Rückfahrt
DO ab 19.18 Uhr, Gleis 20, GE an 19.42 Uhr
DO ab 19.33 Uhr, Gleis 20, GE an 19.58 Uhr
DO ab 19.46 Uhr, Gleis 18, GE an 20.11 Uhr

Autor: Stefan Bunse

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26.04.2019 - 15:32 - Rattenfänger

… und deutscher Meister von 1958 !

26.04.2019 - 10:35 - Kuk

@Julius.Oppermann
Ein konstruktiver Vorschlag könnte evt umgesetzt werden, ggfs. im nächsten Derby.
Bitte S04 nicht nur an der BL-Tabelle messen. S04 hat in der CL und im Pokal überwintert und ist die drittbeste deutsche Mannschaft in der UEFA-Club-Rangliste.

26.04.2019 - 09:26 - Julius.Oppermann

Es wird bei diesem Bundesligaspiel des Zweiten gegen den 15. ein Hype erzeugt, der vollkommen unangemessen ist.
Dortmund wird nicht Meister werden und Schalke wird nicht absteigen, ganz egal wie das Spiel ausgeht. Es ist gewissermaßen ein Spiel um die "goldene Ananas". Dieses den Leuten nicht zu sagen, wenn sie es schon nicht selbst wissen, gebietet es schon deshalb, da viele gut dran verdienen und den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen.
Mir tun nur die DB-Entlastungszüge Leid, besonders diejenigen auf der Heimfahrt. Hoffentlich setzte die DB wenigstens solche Waggons aus der Holzklasse ein, die schon abgeschrieben sind und zu Ausmusterung anstehen. Es ist kein reines Vergnügen, was diese Fans in den Zügen so hinterlassen. Es ist nicht das Allerappetitlichste.