Als Trainer der zweiten Mannschaft des FC Schalke 04 machte sich Onur Cinel 2017/18 in der Regionalliga West einen Namen. Seine Zukunft in der Knappenschmiede ist derzeit aber noch offen.

Bundesliga

Schalke könnte ein großes Trainertalent verlieren

Stefan Loyda
18. Mai 2020, 00:58 Uhr
Die zweite Mannschaft des FC Schalke 04 war bisher wohl die größte Aufgabe von Onur Cinel. Foto: Joachim Kleine-Büning

Die zweite Mannschaft des FC Schalke 04 war bisher wohl die größte Aufgabe von Onur Cinel. Foto: Joachim Kleine-Büning

Als Trainer der zweiten Mannschaft des FC Schalke 04 machte sich Onur Cinel 2017/18 in der Regionalliga West einen Namen. Seine Zukunft in der Knappenschmiede ist derzeit aber noch offen.

Für Onur Cinel stehen gerade die vielleicht wichtigsten Momente seiner Trainerkarriere an. Der ehemalige Reserve-Coach des FC Schalke 04 gehört zu den Absolventen des Fußballlehrer-Lehrgangs, für die nun die Prüfungsphase beginnt. 


Mit ihm dabei sind unter anderem Ex-Profis wie Tim Borowski oder Steven Cherundolo, aber auch die neue Trainerin der Sportfreunde Lotte, Imke Wübbenhorst oder auch Rödinghausens-Noch-Coach Enrico Maaßen. 

Was nach dem Fußballlehrer kommt, ist jedoch noch offen, wie Cinel dem Fußball-Magazin Kicker verraten hat. Auf Schalke würde der 34-Jährige eine hohe Wertschätzung erfahren, einen Wechsel würde er allerdings auch nicht ausschließen, um den nächsten Schritt zu machen.

Seine ersten Schritte hatte Cinel in der Jugend von Rot-Weiss Essen und beim TuS Heven gemacht, ehe er 2012 in die Knappenschmiede wechselte und zunächst Co-Trainer bei der U16 wurde, die er ein halbes Jahr später übernahm. Es folgte ein Jahr als Co-Trainer von Bernhard Trares bei der zweiten Mannschaft. 2014 wurde er Assistent von Norbert Elgert in der U19. Dort blieb er bis März 2017, als die bisher schwierigste Aufgabe für eines der größten Trainertalente Deutschlands anstand.

Cinel ist immer noch beim FC Schalke 04 unter Vertrag

Nach einer 1:2-Niederlage gegen den SC Wiedenbrück stand die U23 der Schalker mit dem Rücken zur Wand und hatten drei Punkte Rückstand aufs rettende Ufer. Wenn einem noch der Klassenerhalt gelingen sollte, so waren sich die Verantwortlichen um U23-Teammanager Gerald Asamoah sicher, dann Cinel. 


Am Ende musste die Schalker U23 doch in die Oberliga Westfalen angetreten. Nach dem verpassten Wiederaufstieg holte S04 Torsten Fröhling für die Reserve. Cinel, der unbedingt gehalten werden sollte, ist mittlerweile im Nachwuchsleistungszentrum für Methodik, Spielkonzeption und Individualisierung verantwortlich.

In der Jugend hatte er ohnehin bereits mit Top-Talenten wie Leroy Sané gearbeitet. „Er war fröhlich, offen, ein Wettkämpfer. Er ist als Persönlichkeit gereift. Situationen, in denen er sich Konkurrenz stellen muss, liebt er“, verriet er im Kicker über den Nationalspieler, der nach Medienberichten vor einem Wechsel von Manchester City zum FC Bayern München steht. 

Sein damaliger Chef Elgert traut ihm im Kicker jedenfalls einiges zu: „Er wäre für jeden Profitrainerstab eine absolute Bereicherung. Ich persönlich hoffe sehr, dass er dem FC Schalke 04 erhalten bleibt.“ Ob es so kommt, wird die Zukunft zeigen. Nun steht ohnehin erst einmal der Fußballlehrer an.

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